Frage von duder, 117

Nachzahlung von Sozialabgaben bei der Witwenrente, rechtskonform?

Hallo miteinander,

ich staunte nicht schlecht als meiner Mutter ein Nachzahlungsbescheid reinflatterte, wo über 2.350,- Euro aufeinmal wg. versäumter Zahlungen von Rentenversicherunganteil und Pflegeversicherungsanteil Ihrer bezogenen Witwenrente gefordert werden. Nach dieser Neuberechnung, also ab 11/2013 bekommt meine Mutter dann unter 400,- Witwenrente, genauer gesagt 371,48

Nebenbei war meine Mutter als Bürohilfe auf 400,- Basis gemeldet bis Anfang 2013, seitdem kann sie auch das nicht mehr machen. Der Arbeitgeber hat sich da um die Zahlung der Sozialabgaben gekümmert. Ob allerdings die Witwenrente als Einkommen gemeldet war, klären wir gerade ab.

Meine Mama ist krank und berufsunfähig. An Einkommen ist nur die Witwenrente da und ein Arbeitslosengeld I, welches von 09/12 - 09/13 galt. Soviel zum Lebensunterhalt. D.h. momentan nur die Witwenrente von 371,- Euro

Da ich mich in diesem Thema gar nicht auskenne bítte um Rat:

  1. Die Zahlung der Witwenrente geht doch von der "Deutschen Rentenversicherung Bund" aus, hätten die nicht von Anfang an die Abgaben einbehalten müssen, sodass wir uns diesen Stress sparen könnten

  2. Hat das irgendeinen Zusammenhang mit dem Job als Bürohilfe? Abgaben wurden vom AG wie gesagt bezahlt.

  3. Beste Lösung?

Schonmal ein herzliches Dankeschön

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Antwort
von Primus, 97

Das wichtigste für Deine Mutter ist erst einmal, dass sie an zusätzliches Geld kommt.

Dazu kann sie Grundsicherung beantragen, denn von 371 € kann sie nicht existieren.

Hier kannst Du alle Angaben machen und überprüfen, wie hoch die Grundsicherung sein wird:

http://www.brutto-netto-rechner.info/grundsicherung.php

Antwort
von Rentenfrau, 98

Von der Witwenrente sind nun mal die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung zu zahlen, manchmal braucht die Rentenversicherung bzw. die Krankenkasse länger diese Entscheidung zu treffen, aber es hilft nichts, die Abgaben sind dann zu zahlen, auch rückwirkend. Auf den Nebenjob dürfte das keine Auswirkungen haben, auf den Alg-I-Bezug auch nicht, es ist ja kein Arbeitseinkommen. Der Nebenjob wird aber beim Arbeitsamt angerechnet, da er über dem Freibetrag liegt. Der Freibetrag an Hinzuverdienst bei der Witwenrente beträgt 720 Euro, da liegt sie mit dem Minijob noch weit drunter. Wenn sie selber berufsunfähig ist, sollte sie vielleicht für sich auch Rente beantragen (evtl. Erwerbsminderungsrente). Ich wünsche Deiner Mama alles Gute.

Antwort
von barmer, 68

Hallo,

1.) normalerweise, d.h. bei pflichtversicherten Rentnern, wird das einbehalten. Wenn keine Pflichtversicherung bestand, eben nicht. Wo war sie denn immer krankenversichert ?

Über den 400-EUR-Job nicht !! Die Pauschalen des AG schaffen keinen Versichrungsschutz.

2.) Möglicherweise hängt das mit der an sich beitragsfreien KV bei Arbeitslosigkeit zusammen. Fü welchen Zeitraum gilt denn die Nachzahlung ?

3.) BU-Rente ? ALG 2 ?

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Angelsiep, 60

Hallo, der Abzug der Rentenversicherung von einem Rentenversicherunganteil ist schon komisch. Oder meinst du die Krankenversicherung?

Die wird üblicherweise auch von der Rentenversicherung bereits überwiesen. Wieso das nicht geschehen ist kann ich nicht nachvollziehen.

Wegen Rentenzahlung aus dem 400 € Job. Da gibt es leider nichts. Hat deine Mutter das nicht gewusst ? Oft üben Leute einen 400 € Job aus und freuen sich, daß sie keine Abgaben zahlen müssen, und dann wundern sie sich, daß sie keine Rente dafür bekommen,

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