Frage von merzenbecher,

Nachteilsausgleichserklärung

Hallo, ich habe meinem Ex Mann die Anlage U unterschrieben, da ich Unterhalt von ihm erhalte. Nun muß ich für das jahr 2011 steuern nachgezahlen und habe auch schon für 2012 eine Vorauszahlung gestellt bekommen vom Finanzamt. Mein Ex müßte mir doch diesen nachteil ausgleichen. Ich habe aber jetzt immer wieder gehört, dass er das nur machen müße, wenn er mir eine Nachteilsausgleichserklärung unterschrieben hat. Stimmt das oder nicht, denn mache sagen, nein und mache ja. Vielen Dank

Antwort
von EnnoBecker,

Was ihr da macht, nennt sich Real-Splitting. Der Name kommt daher, weil in bestimmtem Umfang die Unterhaltsleistungen beim (in diesem Falle) Mann als Sonderausgaben abzugsfähig sind und bei der Frau zu versteuern sind.

Ohne die Anlage U bleiben die Unterhaltsleistungen steuerlich unbeachtlich und der Mann müsste alles selber versteuern.

Man macht das mit der Anlage U also, um gemeinsam Steuern zu sparen.

Mit der Zustimmung in der Anlage U besteht auch ein Anspruch auf den Nachteilsausgleich. Dies gilt auch, wenn es nicht ausdrücklich vereinbart wurde. Nach der Rechtsprechung handelt es sich um einen Anspruch ,der sich aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ableitet.

Ein Formular gibt es dazu nicht.

Sollte er sich weigern, den Nachteil auszugleichen, bleibt dir nichts anders übrig, als die Zustimmung zu widerrufen. Der Widerruf gilt dann von dem Jahr an, welches dem Widerrufsjahr folgt.

Du solltest also noch schnell eine Klärung mit deinem Ex herbeiführen und dich nicht damit in den Januar drängen lassen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten