Frage von khallil, 25

Nachdem mein Untermieter seinen Hausdienst (Treppenwischen 1. Stock) nicht gemacht hat, bekam ich schriftliche Abmahnung vom Vermieter - was tun?

Es wurde vereinbart daß er sich am Hausdienst (wöchentlich) beteiligt. Die meiste Zeit habe ich es gemacht. Nur in meiner Abwesenheit sollte er das übernehmen. Auf seine Bitte, die Hälfte der Kaution als Monatsmiete abzugelten, bin ich eingegangen. Danach hat er noch eine Miete entrichtet und wollte Ende Juni ausziehen. Ausgezogen ist er am 10. 07. 2016, hat die Hausschlüssel (als "Pfand"!) mitgenommen und mir mitgeteilt daß er sie mir gegen den Rest der Kaution übergibt. Jetzt droht er mir mit dem Anwalt, wenn ich ihm fristgemäß das Geld nicht übeweise.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Mietrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von wfwbinder, 16

1. Treppenreinigung: Du bist Mieter, also gegenüber dem Vermieter verantwortlich. DEine Ansprüche gegen den Untermieter musst Du selbst durchsetzen.

2.  War die Beteiligung an der Treppenreinigung im Untermievertrag vereinbart?

3. Bezüglich der Kaution musst Du gegenüber dem Anwalt eine Abrechnung erstellen (also was wie angerechnet wurde). Dann kannst Du auf die Klage warten, um Gegenklage zu erheben, oder Du musst selbst klagen.

Kommentar von Snooopy155 ,

Bezüglich des Schlüssels würde ich dem Untermieter eine Frist von einer Woche zur Rückgabe setzen. Andernfalls würde ich ihm mitteilen, wird auf seine Kosten ein Schließzylinderwechsel vorgenommen.

Antwort
von LittleArrow, 3

Durch den Auszug dürfte sich doch das Thema Treppenhausreinigung für Deinen Untermieter erledigt haben. Ihr habt offenbar einvernehmlich den Mietvertrag zum 30.06. beenden wollen. Aber der Schlüssel wurde zurückbehalten.

Zunächst ist für die 10 Tage im Juli noch eine Nutzungsentschädigung  (also keine Miete) fällig. Gerechnet wird Monatsmiete dividiert durch 31 mal 10. Dieser Teilbetrag vermindert die Kautionsrückzahlung.

Die Schlüsselrückgabe muss angemahnt und ein kostenpflichtiger Schlossaustausch (und damit die Ablehnung Deinerseits einer späteren Schlüsselrückgabe) angedroht werden. Die Schloss- und Schlüsselkosten mindern die Kautionsrückzahlung.

Ob ferner ein etwaiger Kautionsrest schon jetzt überwiesen werden muss, hängt von der vertraglichen Beteiligung des Untermieters an den Betriebskosten ab. Hier besteht bei Betriebskostenbeteiligung ein Rückbehaltungsrecht an einem angemessenen Anteil an der Kaution. Es gibt hierfür keine konkrete Frist!

Sofern Du eine Bruttomiete (einschl. aller Nebenkosten pauschaliert und keine Feinabrechnung der Betriebskosten) vereinbart hast, kannst Du die restliche Kaution sofort abrechnen, nachdem das Schloss ausgetauscht wurde.

Antwort
von Juergen010, 11

So, so - der Untermieter hat also den Schlüssel als "Pfand" behalten?

Böser Fehler.

Wenn Du auf "hart" schaltest, ist er genau genommen noch Mieter und schuldet deswegen auch den Mietzins - unabhängig davon, ob er da tatsächlich noch wohnt oder eben nicht..

Allein, dass er den Schlüssel nur herausgeben will, wenn Du die Kaution rausgibst, erfüllt m.E. sogar schon den Tatbestand der Nötigung.

Aber das sollte ihm sein "Anwalt" auch schon gesagt haben.

Ansonsten musst Du so verfahren wie es wfwbinder schon geschrieben hat.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community