Frage von Stromlose, 89

Nachbarin mit Kindern wurde vor Weihnachten Strom abgestellt, arbeitet TZ, Kindesunterhalt nix, Rat?

Meiner Nachbarin mit 2 Kindern wurde jetzt vor Weihnachten der Strom abgestellt. Sie hatte Rückstände von Stromnachzahlungen, konnte die nicht zahlen und nun haben die nach 2 Schreiben den Strom gekappt. Sie arbeitet Teilzeit - mehr geht mit den 2 Kleinen nicht, der Ex-Mann zahlt nur sporadisch Kindesunterhalt. Sie ist am Ende, was kann sie tun, was könnt Ihr ihr raten? Ich riet sie soll zum Jobcenter, doch das will sie absolut nicht, sie will beim Staat nicht betteln. Danke

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Antwort
von Missan, 82

Wenn Deine Nachbarin absolut nicht zum Jobcenter will, so soll sie doch wenigstens über die Stadt Wohngeld beantragen, da kommt bei Teilzeit und 2 Kindern und Miete sicher ein Betrag raus, wenn die Wohngeldnachzahlung ans E-Werk geht, machen die vielleicht die Blombe weg. Überrede sie zum Handeln ohne Strom mit 2 Kindern, das geht doch gar nicht. Sie sollte auch zum Jugendamt, die können helfen, wenn der Unterhalt nicht fließt.

Antwort
von Kevin1905, 78
sie will beim Staat nicht betteln

Mit betteln hat das nichts zu tun. Sondern mit einem Rechtsanspruch auf Existenzminimum und ihrer Verantwortung gegenüber den Kindern, sonst interessiert sich vielleicht irgendwann das Jugendamt dafür.

Auch sollte sie sich vielleicht dort um den Unterhaltsvorschuss bemühen, dann schlägt sich das Jobcenter mit dem Ex-Mann herum.

Antwort
von Snooopy155, 59

Deine Nachbarin sollte sich mal ans Jugendamt wenden, denn mit 2 kleinen Kindern steht ihr ja Unterhaltsvorschuss zu, wenn der Kindsvater nicht zahlt. Mit diesem Geld sollte dann auch der Strom bezahlbar sein und das hat nichts mit betteln beim Staat zu tun, das sind Gelder die ihr zustehen und für die der Kindsvater letztendlich zur Zahlung herangezogen wird.

Antwort
von Sobeyda, 64

Ohne Strom zu sein ist keine schöne Situation. Grundsätzlich nicht und mit zwei Kindern vor Weihnachten erst recht nicht.

Ich denke, Deine Nachbarin hat die Dinge zu lange schleifen lassen. Wenn der Vater den Unterhalt nicht rüberwachsen lässt, dann wird mit Hilfe des Jugendamtes Druck gemacht. Und wenn das E-Werk mit Stromsperre droht, sollte man alles tun, es nicht dazu kommen zu lassen.

Deinen Rat, zum Jobcenter zu gehen, halte ich für richtig, denn der Strom muss dringend wieder an. Zumindest bei mir funktioniert ohne Strom auch die Heizung nicht. Falscher Stolz hilft hier jetzt auch nicht weiter.

Antwort
von HartzEngel, 52

Mit einer Teilzeitarbeit wird sie für sich und die 2 Kinder sicher nicht genug Geld verdienen und schon gar nicht, wenn der Ex-Mann nicht pünktlich Kindes-Unterhalt leistet. Also entweder zum Jobcenter und Stromdarlehen und aufstockendes Alg II beantragen oder zum Jugendamt wegen UVG und auch Unterhaltsbeistandschaft, die werden den Ex-Mann schon zum Zahlen bewegen . Antrag Kindergeldzuschlag ginge auch, aber nicht so schnell und reicht evtl. nicht, vielleicht zusammen mit Wohngeld.

Antwort
von wfwbinder, 46

Also, wer lieber im Dunkeln sitzt mit zwei Kindern, als zum Jobcenter zu gehen, der wird wohl nur noch sensibilisiert, wenn man ihm das Jugendamt auf den Hals schickt.

Mit zwei Kindern ohne Strom und Hilfe ablehnen, die für solche Fälle vorgesehen ist, das ist unverantwortlich.

Die schädigt ihre Kinder. denen muss sie doch eine warme Mahlzeit bereiten.

Kommentar von wfwbinder ,

Übrigens ist der Weg morgen früh zum Jugendamt (von ihr selbst) der einzige Weg. Die haben die macht (weil sie ja Unterhaltsvorschuss zahlen) das E-Werk zum freischalten zu bewegen.

Mit dem Jobcenter klappt es bis Dienstag nicht mehr.

Antwort
von SBerater, 34

ich kann nachvollziehen, wenn man nicht "betteln" will beim Staat. Nur ist es doch so, dass jeder die freie Wahl hat, eigenverantwortlich zu entscheiden. Wenn sie lieber ohne Strom ist. dann ist das so.

Alg 2 wurde genau für solche Fälle entwickelt und daher sollte sie dorthin gehen. Diesen Weg beschreiben viele.

Welchen anderen Rat soll man dir geben? Dass sie betteln gehen soll? Dass du ihr den Strom zahlen sollst?

Die nahe liegende Lösung ist und bleibt dein vorgeschlagener Weg. Sie hat die Wahl.

Antwort
von Privatier59, 34

Wer sich nicht von der zuständigen Stelle, hier dem Jobcenter, helfen lassen will, der muß mit der Situation leben. Traurig für die Kinder.

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