Frage von DennisKauler,

Nach Unfall: Wie hoch wird der Schaden?

Hallo Zusammen, ich bin ein wenig verzweifelt. Ich habe gestern beim Abbiegen eine Rad-Fahrerin übersehen. Sie kam von rechts quer über die Straße gefahren. Ich fuhr zwar sehr langsam, dennoch reichte es aus, dass sie dabei stürzte. Es war nichts schlimmes. Sie stützte sich selber ab und lag dabei noch nicht einmal am Boden. Aber mein rechtes Vorderrad beschädigte dabei das Vorderrad ihres Fahrrads. Sie war sehr nett und meinte, sie würde sich bei mir melden wegen des Schadens am Fahrrad. Auch wollte sie nicht nach Hause gefahren werden. Sie meinte, sie könne die kurze Strecke bis nach Hause auch schieben. So weit, so gut. Allerdings rief Abends ihr Mann (nicht sie selber) bei mir an, wollte wissen, ob ich den Schaden bereits der Versicherung gemeldet habe (hatte ich nicht, da ich den Schaden an ihrem Fahrrad direkt bezahlt hätte) und meinte, dass im übrigen seine Frau seit dem Unfall starke Schmerzen im Knie habe. Nur hatte sie nach dem Unfall keinerlei Anzeichen einer Verletzung oder humpelte gar. Ich vermute, dass sie (insbesondere ihr Mann) mich nun abzocken wollen, um evtl. Schmerzensgeld zu kassieren. Habe ich irgend eine Chance, mich zu wehren, bzw. zu erfahren, ob sie wirklich Knie-Schmerzen hat und falls ja, ob diese mit dem Unfall zusammen hängen könnten? Polizei wollten wir beide nicht verständigen, da es offensichtlich nur eine Bagatelle war.

Kann mir irgendwer weiter helfen? Ich habe leider nicht viel Geld und Angst, was da jetzt alles auf mich zukommen wird. Vielen lieben Dank!!!

Antwort
von Finanzzwerg,

Den Schaden am Auto und am Rad wirst du deiner Kfz-Versicherung melden. Die sind genau dafür da. Was das Schmerzensgeld wegen dem Knie, kann natürlich dazukommen. Das müsste dann gerichtlich geregelt werden und dafür muss auf jeden Fall ein ärztlicher Bescheid eingereicht werden. Am höchsten sind die Chancen, dass dieser bescheid gewertet wird, wenn sie noch am gleichen Tag zum Arzt gegangen ist. Es kommt etwas unrealistisch, wenn man unter starken Schwerzen leidet, dann aber "leider erst 5 Tage später zum Arzt gegangen ist, als alles wieder ok war"... Wenn der Arzt ihr aber bestätigt, dass sie Schmerzen hat, dann sieht es schlecht für dich aus. Merk dir einfach, dass man meim Unfall immer die Polizei ruft, egal was der andere sagt. So hat man keinen Ärger im Nachhinein.

Antwort
von negMedia,

wie auch immer es sein mag... Deiner Kfz-Versicherung melden und fertig. Die kümmert sich um den Schaden, die Bezahlung und Abwicklung.

Leider ist es oft so, dass viele hier Geld rausquetschen wollen. Die Dame sollte aber auch zum Doc gehen, um das mit dem Knie nachzuweisen. Aber Versicherungen kennen diese Spielchen ja.

Antwort
von gammoncrack,

Den Schaden unter Angabe aller Daten der Kfz-Haftpflichtversicherung melden. Die kümmert sich um alles und wird natürlich die angebliche Verletzung der Radfahrerin genau prüfen lassen.

Du solltest wissen, dass Dein Schadenfreiheitsrabatt allerdings wegen der Meldung des Schadens zur nächsten Hauptfälligkeit erst einmal belastet wird. Hat der Versicherer nach Prüfung keine Aufwendungen, wird das später korrigiert.

Du brauchst Dir allerdings keine Sorgen machen. Bis die SFR-Belastung entstehen Dir keinerlei Kosten.

Antwort
von Niklaus,

Eine Haftpflichtversicherung ist in erster Linie auch ein Rechtsschutzversicherung. D.h. sie prüft ob gegen dich überhaupt ein Schadensersatzanspruch gerechtfertigt ist. Damit hast du die Sicherheit, das du nicht abgezockt wirst.

Antwort
von Privatier59,

Ich kann Dir nur dringenst raten sofort diesen Sachverhalt Deiner Kfz-Haftpflichtversicherung zu melden. Dazu bist Du verpflichtet. Die Haftpflicht wird dann die Regulierung des Schadens übernehmen. Die muß Dich auch bei der Abwehr von Schadensersatzansprüchen unterstützen. Mach Dir wegen des Schadensfreiheitsrabatts mal keine Gedanken: Wenn das wirklich nur eine Bagatelle war, kannst Du den Schaden zurück kaufen. Das bedeutet, Du bezahlst der Versicherung die Auslagen und das wars dann. Den Nachweis des Schadens im übrigen muß der Geschädigte führen. Nicht Du must Dich insofern entlasten, sondern das Unfallopfer muß nachweisen, das es tatsächlich Verletzungen hatte.

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