Frage von sheelchen54, 103

Nach Tod der Ehefrau, wie Witwer versichert?

Hallo an Alle,

Ostern ist meine Mutter gestorben, sie war bis zuletzt selbständig und mein Vater über sie als geringfügig Beschäftigter bei der DAK krankenversichert und das seit ca. 20 Jahren.

Bei der DAK sagten sie ihm, er müsse sich jetzt privat versichern, für ca.240 Euro im Monat. In die Rentnerversicherung kann er wohl nicht, da er über die Hälfte seines Erwerbslebens nicht in der gesetzl. KV war. Meine Frage: kann die DAK ihn nach 20 Jahren rausschmeißen und ihn zur privaten KV zwingen? Er wird jetzt 77 Jahre alt oder welche Optionen hätte er noch.

LG Heike

Antwort
von wfwbinder, 98

Etwas stimmt nicht an Deinem Sachverhalt.

Als geringfügiger Beschäftigter hat er keine eigene Krankenversicherung.

Wenn er über Deine Mutter versichert war, dann in der Familienversicherung. Somit ist er in der DAK versichert. Hat ihm die DAK gesagt, er müsse sich privat versichern (also bei einer Privaten Krankenversicherung, was ich nciht glauben kann), oder dass er sich freiwillig in der DAK versichern soll.

Was an Deinem Sachverhalt noch auffällt, er war seit 20 Jahren in diesem Status. Als es startete war er demnach 57. Haben die beiden vom Gewerbe Deiner Mutter gelebt?

Hat er keine Rentenversicherungsansprüche?

Antwort
von barmer, 86

Hallo,

als geringfügig Beschftigtrer ist man nicht krankenversichert.

Entweder war er bei der Frau familienversichert (dann wäre die Frau aber gestzlich versichert gewesen) oder er war selbst freiwillig vesichert. In beiden Fällen kann er aber als freiwilliges Mitglied in der DAK bleiben.

Das mit der privaten Versicherung kann nur ein Irrtum sein, die würde das Dreifache kosten. Gemeint ist sicher die freiwillige Versicherung bei der DAK. Für 240 EUR müßten Einkünfte von ca. 1400 EUR da sein.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Lissa, 68

Falls deine Mutter mehr als 5 Beitragsjahre hat, sollte er einen Witwerrentenantrag stellen.

Dort wird sowohl für ihn als auch für deine verstorbene Mutter geprüft, ob sie in der letzten Hälfte des Arbeitslebens länger als 9/10 in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren.

Ist das bei einem so, besteht Krankenversicherungspflicht in der Krankenversicherung der Rentner, ansonsten muss er sich freiwillig bei der DAK versichern.

Die Beitragshöhe richtet sich nach der Höhe seiner Einkünfte.

Kommentar von sheelchen54 ,

Das ist nicht der Fall, also muss er sich wohl freiwillig versichern. Danke

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