Frage von sheelchen54, 172

Nach Tod der Ehefrau, wie Witwer versichert?

Hallo an Alle,

Ostern ist meine Mutter gestorben, sie war bis zuletzt selbständig und mein Vater über sie als geringfügig Beschäftigter bei der DAK krankenversichert und das seit ca. 20 Jahren.

Bei der DAK sagten sie ihm, er müsse sich jetzt privat versichern, für ca.240 Euro im Monat. In die Rentnerversicherung kann er wohl nicht, da er über die Hälfte seines Erwerbslebens nicht in der gesetzl. KV war. Meine Frage: kann die DAK ihn nach 20 Jahren rausschmeißen und ihn zur privaten KV zwingen? Er wird jetzt 77 Jahre alt oder welche Optionen hätte er noch.

LG Heike

Antwort
von wfwbinder, 162

Etwas stimmt nicht an Deinem Sachverhalt.

Als geringfügiger Beschäftigter hat er keine eigene Krankenversicherung.

Wenn er über Deine Mutter versichert war, dann in der Familienversicherung. Somit ist er in der DAK versichert. Hat ihm die DAK gesagt, er müsse sich privat versichern (also bei einer Privaten Krankenversicherung, was ich nciht glauben kann), oder dass er sich freiwillig in der DAK versichern soll.

Was an Deinem Sachverhalt noch auffällt, er war seit 20 Jahren in diesem Status. Als es startete war er demnach 57. Haben die beiden vom Gewerbe Deiner Mutter gelebt?

Hat er keine Rentenversicherungsansprüche?

Antwort
von barmer, 135

Hallo,

als geringfügig Beschftigtrer ist man nicht krankenversichert.

Entweder war er bei der Frau familienversichert (dann wäre die Frau aber gestzlich versichert gewesen) oder er war selbst freiwillig vesichert. In beiden Fällen kann er aber als freiwilliges Mitglied in der DAK bleiben.

Das mit der privaten Versicherung kann nur ein Irrtum sein, die würde das Dreifache kosten. Gemeint ist sicher die freiwillige Versicherung bei der DAK. Für 240 EUR müßten Einkünfte von ca. 1400 EUR da sein.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Lissa, 106

Falls deine Mutter mehr als 5 Beitragsjahre hat, sollte er einen Witwerrentenantrag stellen.

Dort wird sowohl für ihn als auch für deine verstorbene Mutter geprüft, ob sie in der letzten Hälfte des Arbeitslebens länger als 9/10 in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren.

Ist das bei einem so, besteht Krankenversicherungspflicht in der Krankenversicherung der Rentner, ansonsten muss er sich freiwillig bei der DAK versichern.

Die Beitragshöhe richtet sich nach der Höhe seiner Einkünfte.

Kommentar von sheelchen54 ,

Das ist nicht der Fall, also muss er sich wohl freiwillig versichern. Danke

Antwort
von mig112, 19

Entschuldige, aber das ist doch völliger Quatsch!

Sich freiwillig in der GKV versichern zu müssen ist doch nicht dasselbe wie in die PKV zu gehen! Und "raussschmeissen" tut den alten Herrn schon mal gar keiner, nur weil die Voraussetzungen der Familienversicherung entfallen sind!

Kommentar von sheelchen54 ,

Ich hab mich wohl falsch ausgedrückt. Also, meine Mutter hatte das Gewerbe und er war familienversichert. Die DAK hat ihm jetzt eine freiwillige Versicherung angeboten oder so ähnlich, anders ginge es nicht.

Kommentar von sheelchen54 ,

Nachtrag: Meine Mutter war selbst privat versichert und hat ihn als geringfügig Beschäftigten eingestellt, damit er in die gesetzl. KV konnte.

Er hat mich nur heute gefragt, ob er nicht doch drin bleiben kann. Deshalb meine Frage.

Kommentar von wfwbinder ,

Das bleibt er doch, nur eben als freiwilliges Mitglied.

Und leider war er vorher geringfügig beschäftigt (nämlich ohne eigenen Krankenversicherungsbeitrag), sondern eben in deer Familienversicherung, weil Eure Mutter freiwilliges Mitglied der DAK war.

Entweder waren Eure Eltern beratungsresistent, oder der Steuerberater hat das Problem nicht behandelt.

Ein bisschen mehr Gehalt und er hätte eine Pflichtversicherung gehabt und bis zum 65 Lebensjahr auch RV + AV-Beiträge abgeführt. die hat man wohl sparen wollen.

Dafür zahlt Euer Vater nun zukünftig mehr Beitrag.

Das ist so mit Ursache und Wirkung.

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