Frage von TodesEngelxD, 16

Nach Scheidung die Hälfte weg?

So zu meiner Frage: Mal angenommen, ein Mann besitzt 36 Wohnungen (erbung + selbst kaufen) und er ist der alleinige Besitzer und ist selbst im Grundbuch eingetragen. So jetzt heiratet er, und sie wollen sich nach 10 Jahren scheiden. Mal angenommen er schafft 60 Wohnungen, und er ist alleinige Besitzer, Grundbuch ist er eingetragen. Die frau hatte von anfang an nichts. Bekommt Sie jetzt die hälfte? 12 Wohnungen, obwohl Sie nie was gemacht hat unso? Frage Muss der Mann jetzt Unterhalt zahlen? Es sind keine Kinder. Danke

Wie kann man so etwas verhindern? Also sollte man ein extra Ehevertrag machen wo drin steht dass alles was die eheleute schaffen auch nur ihnen gehört oder gibt es sowas nich?

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Antwort
von wfwbinder, 7

Es geht um den Zugewinnausgleich.

Also wie der Name sagt, wird ausgeglichen, was beide während der Ehe an Vermögen dazu gewonnen haben.

Also (in Deinem Fall) er am Anfang der Ehe 36 Wohnung mit dem Wert, abzüglich etwaiger Belastungen. Sie Am Anfang der Ehe 0,-.

Am Ende der Ehe (Zeitpunkt Scheidungsantrag), Wert seiner Wohnungen abzüglich Belastungen. Bei Ihr Wert des Vermögens. ggf. 0,-.

Nehmen wir an Sein Anfangsvermögen war 3,6 Mio. und sein Endvermögen ist 6,0 Mio., dann ist sein Zugewinn 2,4 Mio. Ihr Zugewinn wäre 0,- Euro. Somit würde dieser Unterschiedlich mit 1,2 Mio. in bar ausgeglichen.

Damit klärt sich dann auch die Frage, ob er einen nachehelichen Unterhalt zahlen müßte, denn von den 1,2 Mio. kann sie halbwegs vernünftig leben.

Natülich können die beiden einen Ehevertrag schließen und damit den Zugewinnausglcieh vermieden.

Aber dann würde natürlich nachehelicher Unterhalt greifen udn der kann nicht (unter diesen Umständen) ausgeschlossen werden. Die Lage des wirtschaftlich Schwächeren darf in einem solchen Vertrag nicht ausgenutzt werden.

Kommentar von TodesEngelxD ,

Danke!

Antwort
von billy, 5

Was vor der Ehe an Vermögen bestand wird bei einer Scheidung auch nicht aufgeteilt. Bei den Vermögen die während der Ehe entstanden muss mit dem Zugewinnausgleich gerechnet werden. Im Bereich des Ehegattenunterhalts ist zu unterscheiden zwischen Trennungsunterhalt, der während einer Trennung, aber noch in der bestehenden Ehe gezahlt wird und Geschiedenenunterhalt (nachehelicher Unterhalt). Daher ergeben sich durchaus verschiedene Regelungen im Bezug auf den finanziellen Ausgleich unter Eheleuten. Zu beachten ist aber, dass der Unterhalt für Kinder immer Vorrang vor den Ehegatten bzw. Partnern hat. Hier weitere Infos. http://www.unterhalt.net/ehegattenunterhalt.html

Antwort
von imager761, 5
Wie kann man so etwas verhindern?

Durch Güterstandregelungen.

Also sollte man ein extra Ehevertrag machen wo drin steht dass alles was die eheleute schaffen auch nur ihnen gehört oder gibt es sowas nich?

Doch, das nennt man Gütertennung: Hier verbleibt jedem nur das, was er vor der Ehe besaß.

Selbst bei Zugewinngemeinschaft spielt vorhandenes oder erbertbtes Vermögen der unverändert getrennt gehaltenen Vermögen der Eheleute keine Rolle.

Der Immobilienmogul müsste sich lediglich die Wertsteigerung seiner Objekte während der Ehezeit bei seiner Zugewinnberechnung anrechnen lassen.

Und Trennungsunterhalt schuldet er bestenfalls ein Jahr lang.

G imager761

Antwort
von Privatier59, 3

So einfach ist das nicht: Man vergleicht Anfangs- und Endvermögen beider Ehegatten und der Unterschied wird ausgeglichen. Einfach Wohnungen abzählen ist also nicht. Man muß Wertunterschiede ermitteln und die dann in bar auszahlen.

Wie man das verhindern kann? Ohne Ehevertrag läuft da eben nichts. So einfach ist das. Den Ehevertrag muß man ohnehin beim Notar abschließen (die paar Euro Gebühren wird ein so wohlhabender Mann ja wohl noch verkraften können) und der Notar übernimmt dann die Formulierung. Dann kann man gleich den Unterhalt mit einbinden. Auch da gibt es nämlich viel zu beachten. Ob eine Frau einen Mann dann noch heiraten will, wenn er schon die Scheidung in Planung hat, ist die andere Frage.

Antwort
von freelance, 4

die Hälfte? Das ist so einfach nicht.

Wenn es um den Zugewinnausgleich geht, dann nimmt man den Zugewinn während der Ehe, berücksichtigt Anfangs- und Endvermögen.

Die Wohnungen können ja auch belastet sein, sprich: über Kredite finanziert. Dann wird da nicht so ein grosses Vermögen (unter Berücksichtigung aller Belastungen/ Schulden) aufgebaut worden sein. Bei so vielen Wohnungen sind die Erträge sicherlich nicht ohne.

Wie kann man das verhindern? Sich schwer verschulden, alles ausgeben, einen Ehevertrag schliessen, der den Zugewinn regelt und den Unterhalt.

Man könnte auch Gütertrennung vereinbaren oder sich ein Vehikel für die Wohnung überlegen (hier denke ich an zB an eine Gesellschaft), die das Vermögen hält und verwaltet. Dieses grenzt man dann ab vom Vermögen der Eheleute.

Wenn es um so grosse Vermögen geht, dann sollte vor der Ehe nachgedacht und Strukturen geschaffen werden, die eine Trennung weniger komplex und "schmerzhaft" machen.

Antwort
von qtbasket, 3

Marzialischer Name, marzialische erste Frage !

Leider sind die Vorstellungen etwas schräg...

Wer heiratet unter diesen Bedingungen überhaupt ohne Ehevertrag ?

Und der Zugewinnausgleich bei der gesetzlichen Gütergemeinschaft lässt sich so einfach auch nicht berechen...

Also die 12 Wohnungen wird es nicht geben und Unterhalt für die Frau während der Trennungsphase als Trennungsunterhalt. Nach der Scheidung muss die geschiedene Frau alsbald für ihren eigenen Unterhalt sorgen - so ist das gesetz


Eigentlich ist bei vermögen, was in die Ehe eingebracht wird, IMMER eine Ehevertrag empfehlenswert.

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