Frage von manuela1975,

Mutter lebenslanges Wohnrecht übertragen oder nicht?

Meine Mutter hat sich ein Appartement im Wert von 80 000 Euro gekauft und mir die Wohnung überschrieben. Da sie eine kleine Rente von nur 700 Euro erhält, bezahle ich die monatlichen Nebenkosten von 170 Euro plus Grundsteuer von 140 Euro im Jahr. Nun stellt sich die Frage, ob ich ihr ein lebenslanges Wohnrecht durch einen Notar einräumen soll? Weiß jemand, wie das Finanzamt so etwas bewertet?

Ich habe durch die Wohnung keinerlei finanziellen Vorteil, im Gegenteil, derzeit sogar einen monatlichen Verlust. Muss ich trotzdem befürchten, Steuern zahlen zu müssen? Oder gar meine Mutter?

Das Verhältnis zu meiner Mutter ist so gut, dass das Wohnrecht auch ohne Vertrag bestehen bleibt. Die Wohnung hat zudem Erbbraurecht, das in 19 Jahren ausläuft. Meine Mutter ist 65, es ist also auch gut möglich, dass sie bis zum Ende des Erbbaurechts die Wohnung bewohnt.

Ich wäre für Rat sehr dankbar, da mein Steuerberater bis Ende Februar im Urlaub ist und wir eigentlich nächste Woche einen Notartermin hätten. Vielen herzlichen Dank an die Finanzprofis hier im Forum.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo manuela1975,

Schau mal bitte hier:
Steuern WOHNRECHT

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo manuela1975, deine Frage ist etwas komplex da aus steuerlicher Sicht so Einiges Beachtung finden muss. Ich würde dir raten nichts zu überstürzen und vor dem Termin mit dem Notar, unbedingt zuvor den Steuerberater befragen. Der Notartermin läuft nicht davon. K.

Antwort
von Franzl0503,

Manuela: Deine bisher gestellten fünf Fragen waren allesamt Steuer bezogen. Du wirst von einem Steuerberater betreut. Warte bis zu seiner Rückkehr ab, es presssiert ja nicht.

Ungefragt noch einige Anmerkungen: Deine Mutter lebt, statistisch gesehen, zwei Jahr länger als das Erbbaurecht noch läuft. Ich rege an, rechtzeitig darüber nachzudenken, ob eine Erneuerung des Erbbaurechts oder gar ein Kauf den Grundstücksteils in Frage kommt. Bei der notariellen Bestellung des lebenslangen unentgeltlichen (auch was es die Nebenkosten anbelangt)) Wohnrechts zur erstrangigen Eintragung im Wohnungseigentums-Erbbau-Grundbuch zu Gunsten der 65-jähr. Mutter wäre auf eine auflösende Bedingung zu achten, wonach das Wohnrecht erlischt, wenn es von der Berechtigten auf Dauer nicht mehr genutzt werden kann (Beispiel: Umzug ins Pflegeheim). Der Steuerberater wird dir auch erläutern, dass die Beleihbarkeit der ETW durch das Wohnrecht eingeschränkt ist, allerdings hat die Sicherheit deiner Mutter j Vorrang.

Kommentar von manuela1975 ,

Hallo Franzl0503, vielen Dank für die Antwort. Ja, ich habe einen Steuerberater. Aber ich handhabe es nach negativen Erfahrungen mit dem Steuerberater, den ich davor hatte, wie mit Ärzten: Lieber mehrere Meinungen einholen.

Ich hatte nämlich bisher nicht nur ein Mal das Gefühl, dass das Steuerrecht so kompliziert ist, dass man es als Laie (absichtlich) nicht verstehen kann (oder soll?), sondern dass auch ein Steuerberater äußerst engagiert sein muss, um stets auf dem Laufenden zu bleiben. Das wiederum kann ich ich Laie nicht nachvollziehen. Also lieber mal öfter fragen. ;-)

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