Frage von Gundi889 07.11.2011

Muss man um sein Gehalt fürchten, wenn man in der Probezeit kündigt?

  • Hilfreichste Antwort von Matrix 07.11.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    sie bekommt das geld solange sie im beschäftigungsverhältniss steht bzw. arbeitet oder die kündigung rechtsgültig angesehen wird:

    In der Probezeit gilt generell eine verkürzte Kündigungsfrist von 14 Tagen, auch am letzten Tag und „sogar an Sonn- oder Feiertagen“, wie Andreas Walle, Fachanwalt für Arbeitsrecht im Focus erläutert. Nach der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist dann vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Monats. In der Folge steigt die gesetzliche Kündigungsfrist mit der Länge des Arbeitnehmerverhältnisses. Einen Überblick gibt der §622 BGB.

    http://www.absolventa.de/blog/arbeitsrecht-2-gehalt-urlaub-und-kundigung-in-der-...

  • Antwort von Sumpfhexe 07.11.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Zitat:

    In den meisten Arbeitsverträgen findet sich auch eine Regelung über die Dauer der Kündigungsfrist in der Probezeit. Gesetzliche Grundlage für die Vereinbarung einer Probezeit mit besonderen Kündigungsfristen ist § 622 Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Danach dauert die Kündigungsfrist während einer Probezeit, längstens für die Dauer von 6 Monaten, 2 Wochen. Nur durch einen Tarifvertrag, nicht aber durch eine Regelung im Arbeitsvertrag, kann die Kündigungsfrist während der Probezeit weiter gekürzt werden. Das ergibt sich aus § 622 Abs. 4 BGB. Es ist durch eine einzelvertragliche Regelung lediglich möglich, die Kündigungsfrist während der Probezeit zu verlängern. Eine Möglichkeit für Kleinbetriebe im Arbeitsvertrag kürzere Kündigungsfristen als 2 Wochen zu vereinbaren gibt es – entgegen vielen Gerüchten – nicht. Dauert die Probezeit ausnahmsweise länger als 6 Monate, so gelten nach Ablauf der 6 Monate die normalen gesetzlichen Kündigungsfristen von 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.

    Zitatende. Quelle: http://www.experto.de/b2b/personal/arbeitsrecht/kuendigungsfrist-in-der-probezei...

    2.) Deine Freundin hat vom Arbeitgeber eine Anmeldung zur Sozialversicherung bekommen. Genauso wird sie bei Austritt aus der Firma eine Lohnabrechnung mit eingetragenem Austrittsdatum sowie eine Abmeldung zur Sozialversicherung bekommen.

    Ausschlaggebend ist das Austrittsdatum - also : prüfen !! Aufgrund der Lohnabrechnung hat sie Anspruch auf das ausgewiesene Gehalt - wird es nicht gezahlt, kann sie beim Arbeitsgericht klagen.

    Sollte sie keine solche Lohnunterlagen ausgehändigt bekommen, sollte sie auf jeden Fall zur Sozialversicherung und zum Finanzamt gehen und den Fall schildern. Das wäre dann ein Fall der Schwarzarbeit !

    Es gibt in der Tat Arbeitgeber, die lassen es drauf ankommen lassen und nicht zahlen .... aber ganz ehrlich: welcher Arbeitgeber handelt sich freiwillig Ärger mit der Sozialversicherung, mit dem Finanzamt - Lohnsteueraußenstelle - und mit dem Arbeitsgericht ein ?? Nur um einer Arbeitnehmerin eins auszuwischen ??? Das wäre ein verdammt hoher Preis - aber wenn es drauf ankommt : Das Recht ist auf Seite des Schwächeren = auf der Seite des Arbeitnehmers.

  • Antwort von qtbasket 07.11.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn ein Arbeitnehmer in der Probezeit kündigt hat er Anspruch auf das Gehalt für den Zeitraum, indem er eine Arbeitsleistung erbracht hat. Mehr nicht - auch keinen Urlaubsanspruch.

    Falsch ist auch, dass eine Kündigungsfrist zu beachten wäre, in der Probezeit kann ein Arbeitsverhältnis von beiden Parteien jederzeit ohne Gründe gekündigt werden.

    Es reicht also aus, schriftlich mitzuteilen, dass man sofort sein Arbeitsverhältnis beendet.

    Die Informationen in der Frage sind einfach nicht zutreffend !!!

  • Antwort von Querkopf 07.11.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    sorry - aber das ist absoluter Nonsens !! Sie arbeitet, also bekommt sie Lohn oder Gehalt !! Fertig... Wenn der Arbeitgeber meint, sie darum prellen zu können, dann sollte sie ohne zu zögern einen Anwalt aufsuchen. Ein Brief von dem, und sie hat ihr Geld auf dem Konto !! Ansonsten bekommt der AG ein echtes Problem -- und deutlich höhere Kosten aufgebrummt! Übrigens, den Anwaltstermin, den deine Freundin dann evtl. machen muss, zahlt auch der AG ! .... Also - ja nicht einschüchtern lassen. Wenn es nicht funktioniert und deine Freundin evtl. schon etwas anderes in Aussicht hat --- Kündigung rausschicken !! ... Grüße vom Querkopf

  • Antwort von Rat2010 07.11.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Man kann in die Leute nicht reinschauen. Es gibt Arbeitgeber, die es einfach versuchen.

    Es kan also sein, dass es der Arbeitgeber daraus ankommen lässt, dass sie sich einen Anwalt nimmt. Er hat leider (bis dahin) kaum etwas zu verlieren.

  • Antwort von Huntress77 07.11.2011

    Deine Freundin muss für die Zweit, in der sie arbeitet, auch bezahlt werden. Wenn sie Mitte November kündigt und bis Ende des Monats arbeitet, muss sie also auch entlohnt werden. Was hat sie auch für eine andere Wahl, wenn sie den Job wieder aufgeben möchte?!Länger warten kann sie schließlich auch nicht. Falls der Chef Ärger macht, was ich mir nicht vorstellen kann, wenn die Sache so eindeutig ist, dann geht's eben nicht ohne Anwalt (bzw. die Drohung mit dem Anwalt, das reicht manchmal auch schon)

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