Frage von PetraFr,

Muss man sich an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz halten?

Ich habe einen entfernten Bekannten der ein ziemlicher Schwätzer ist... Schneidet immer groß auf, wenn man ihn dann aber beim Wort nehmen will, hat er immer eine Ausrede. Das neueste war, dass er gesagt hat, er (Rechtsanwalt) würde sich gerne für armere Menschen einsetzten, aber durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ist er an seinen Preise gebunden und selber wenn er wollen würde, dann könnte er nicht einfach so ärmere Menschen für weniger Geld beraten? Kann mir doch keiner erzählen, dass er gezwungen wird einen Mindestlohn zu verlangen, oder doch?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von heinerbumm,

Grundsätzlich gilt das RVG. Allerdings kann man auch eine Vergütungsvereinbarung schließen (muss zwingend schriftlich sein). Es gibt aber Einschränkungen. So sind gem. §4 RVG nur in außergerichtlichen Verfahren niedrigere als die gesetzlichen Gebühren zulässig. Weiter muss das Honorar des Anwaltes in einem angemessenen Verhältnis zum Umfang und zum Haftungsrisiko stehen. Daraus folgt, dass es eine, wenn auch nur im Einzelfall bestimmbare, Untergrenze gibt. Für kostenlose Rechtsberatung gibt es versch. Verbände (VdK, Gewerkschaften etc.). Für Hilfebdürftige gibt es Beratungs- und Prozesskostenhilfe.

Antwort
von Juergen010,

Heinerbumm hat recht in seinen Ausführungen.

Zur Vertiefung hier der entsprechende Link zu Wikipedia in dem es um Pro bono - Leistungen von Rechtsanwälten geht: http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_bono

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten