Frage von baakbb, 98

Muss man die EBAY-Gebühren bei der Umsatzsteuervoranmeldung angeben?

Hallo, ich als Gewerbetreibender mit vorh. Ust.-Id.-Nr. erhalte von EBAY Nettorechnungen ohne Umsatzsteuer. Nun habe ich gelesen, dass diese Leistungen nach § 13b UStG in die Zeilen 48 und 59 der Umsatzsteuervoranmeldung gehören. Muss man diese Beträge grundsätzlich eintragen, auch wenn es ein Nullsummenspiel ist? Hat dies irgendwelche Folgen, wenn man diese Beträge dem Finanzamt nicht meldet, da es ja steuerlich ohnehin nicht relevant ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Meandor, 98

Wenn es richtig läuft ist es immer ein Nullsummenspiel, denn das soll der Sinn der Sache sein.

Die Umsatzsteuerschuld geht beim 13b auf Dich über und Du bist verpflichtet diese Umsatzsteuer anzumelden. Tust Du das nicht, gibst Du wissentlich eine falsche Steuererklärung ab und verkürzt die Umsatzsteuer.

Dein Vorsteuerabzug ist freiwillig, Du kannst den aber nur geltend machen, wenn auch die Steuer für den 13b Umsatz angefallen ist.

Ist eine schöne Sache wie man trotz einem Nullsummenspiel zum Steuerhinterzieher werden kann.

Kommentar von baakbb ,

Danke, hierzu habe ich eine Nachfrage, siehe weiter unten in diesem Kommentar. Zunächst möchte ich aber dies schreiben: Bezüglich der EBAY-Gebühren habe ich noch in einem anderen Forum folgendes dazu gelesen: Der gesamte Nettobetrag der Ebaygebühren soll in das Feld=> Übrige unbeschränkte Betriebsausgaben, da in Zeile 47, Feld 183

Ich habe jetzt daher auch nochmals auf der Kopie der Steuererklärung in der EÜR nachgesehen, aber die EBAY-Gebühren stehen dort unter Feld 39 (Aufwendungen für Telekommunikation usw.) zusammen mit den Telefongebühren im Feld 280

So und jetzt komme ich noch zu der Umsatzsteuer, wie ich dies auch in dem Forum gelesen habe, soll es so in die EÜR:

19% UST-Betrag der Ebaygebühren: 1)Als Einnahmen: Zeile 14 Feld 140 Vereinnahmte Umsatzsteuer sowie Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben

2) Als Ausgaben: Zeile 44 Feld 185 Gezahlte Vorsteuerbeträge

Jetzt aber nun zum Problem: Im Jahr 2011 wurde in der Umsatzsteuervoranmeldung diese Umsatzsteuerbeträge nie an das Finanzamt gemeldet, in Folge dessen auch nicht in der Umsatzsteuerjahreserklärung 2011.

So und jetzt zur Nachfrage dazu:

Die Umsatzsteuerschuld geht beim 13b auf Dich über und Du bist verpflichtet diese Umsatzsteuer anzumelden. Tust Du das nicht, gibst Du wissentlich eine falsche Steuererklärung ab und verkürzt die Umsatzsteuer.

Heißt dies nun konkret, dass diese Umsatzsteuerbeträge für 2011 noch nachträglich gemeldet werden müssen?

Kommentar von Meandor ,

Meines Erachtens ja, denn Deine Steuererklärung ist falsch.

Ich verstehe nur nicht, warum Du den USt Betrag denn Du übernehmen musst als Einnahme angeben sollst? Der Betrag denn Du übernimmst ist BA in dem Monat in dem Du ihn an das FA abführst. Da vermutlich im gleichen Monat der selbe Betrag erstattet wird, ist der als Einnahme zu erfassen.

Kommentar von baakbb ,

Ok, alles klar und danke auch für die Erklärungen.

Antwort
von titusz, 89

Wenn es angegeben wird, ist es ein "Nullsummenspiel". Das Finanzamt bekommt aber über den internationalen Datenaustausch den Hinweis über diese Leistungen. Also könnte irgendwann innerhalb der Verjährungsfrist die Umsatzsteuer von Amts wegen festgesetzt werden bzw. eine Prüfung stattfinden.

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