Frage von vinoveritas, 42

Muss man dem Arbeitgeber den Grund der Krankmeldung verraten?

Ist man verpflichtet dem Arbeitgeber den Grund für eine Krankmeldung zu verraten? Ich werde zwar auf der Arbeit nicht dazu gezwungen aber durch Nachfragen wie "was fehlt Ihnen denn" doch dazu aufgefordert was mir sehr missfällt.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo vinoveritas,

Schau mal bitte hier:
arbeitsrecht Krankmeldung

Antwort
von williamsson,

Nein dazu hat der Arbeitgeber kein recht. Man muss nur unterscheiden zwischen einer fürsorglichen Nachfrage und Neugier. Genaue Diagnosen würde ich auch nicht nennen, aber ein grober Überblick weshalb schadet nicht. Es sei denn man macht blau.

Antwort
von Mikkey,

Nein, muss man nicht, deshalb ist auch die Diagnose auf der AU-Bescheinigung auch nur auf dem Teil, der für die Krankenkasse vorgesehen ist.

Ich habe damit noch nie Probleme gehabt, aber das ist wohl individuell verschieden.

Kommentar von Fragfreund ,

Also ich schicke meinem Arbeitgeber zusätzlich zu seinem Abschnitt immer noch eine Kopie des Krankenkassenabschnittes. Kommt gut. Dann gibs von der Personalabteilung oft gute Ratschläge zur Genesung. Bei einer psychischen Burnout Diagnose (Modekrankeit) kürzlich hat der Personalchef sogar darauf higewiesen, dass ausgedehnte Spaziergänge in der Natur durchaus förderlich seien. Ist halt ein fürsorglicher Mensch. Irgendwie war er mir allerdings zu fröhlich am Telefon, als ob er sich freute, dass ich nicht im Dienst war.

Kommentar von Mikkey ,

Den Kommentar, der mir beim Lesen des letzten Satzes in den Sinn kam, verkneife ich mir ;-)

Antwort
von demosthenes, 42

Verpflichtet bist Du dazu nur, wenn speziell diese Krankheit Dich auch nach der "Gesundung" an der Ausübung Deines Berufes hindern könnte, etwa weil aus Hygiene- oder Sicherheitsgründen Du in diesem Beruf dauerhaft oder zeitweilig nicht tätig sein dürftest trotz erledigter Arbeitsunfähigkeit.

Antwort
von Zitterbacke,

Nein , mußt du nicht . Aber ein freundlicher Umgang trägt sicherlich zu einem guten Betriebsklima bei . Gruß Z... .

Kommentar von Fragfreund ,

So ist es, wobei man natürlich zwischen Amazon und dem kleinen netten selbstständigen Malermeister, der auf seinen Anstreicher angewiesen ist, unterscheiden sollte.

Antwort
von freelance,

nein, das muss man nicht. Man könnte die Frage ja als Neugierigkeit im zwischenmenschlichen Bereich abtun. Es soll ja Menschen geben, die immer alles wissen wollen.

Übrigens: auf einer Krankmeldung steht nicht, was man hat.

Antwort
von Fragfreund,

Wenn "Nomen est omen" zutrifft, merkt der das auch so bald. Aber Spaß bei Seite. Jeder kann natürlich auf sein Recht pochen, jedoch schützt das letztendlich nicht vor einer Kündigung, die auch krankheitsbedingt ausgesprochen werden kann. Es ist mir nicht eingänglich, warum man nicht ein partnerschaftliches oder zumindest gutes Verhältnis zu seinem Arbeitsgeben haben kann und ihn über die Montagmorgenfaulkrankheiten, wie Rückenleiden, Erkältungen, Durchfall usw, informieren kann. Natürlich würde ich ihn auch nicht gerade über einen akuten Tripperschub und eine massive Alkohohlvergiftung informieren.

Gute Besserung.

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