Frage von marned, 50

Muss man beim Goldverkauf Gutachtenkosten selber tragen?

Hallo zusammen,

ich würde gern folgendes wissen. Sagen wir mal, ich kaufe Gold von einer Bank oder einem Fachhändler. Was gilt, wenn ich Gold wieder verkaufen will? Muss ich da für etwas noch bezahlen, also halt Prüf/Gutachtenkosten oder so? Wo am besten Gold kaufen und verkaufen? Sollen es lieber Münzen, einfach nur Gold oder sonst etwas sein?

Danke im Voraus

Antwort
von HGiefing1210, 14

Der Ankäufer prüft Dein Gold auf Echtheit und Gewicht. Das funktioniert kostenlos. Bei mir in Wien gibt es einige sehr seriöse Ankäufer, aber auch Banken kaufen die offiziellen Goldmünzen an.

Gold kaufen ist eine andere Geschichte. Je kleiner das Stück, umso teurer ist es. Dafür lassen sich kleine Stücke (Barren oder Münzen) wieder leichter verkaufen. Gerade im oft zitierten Krisenfall kann man mit kleinen Stücken "einkaufen" gehen.

Gold zu Hause zu lagern ist keine besonders gute Idee, auf der Bank (Schließfach) kostet es etwas und ist nicht sehr hoch versichert.

Alternative: es gibt Investmentfonds, die die Anteile mit Gold in gleicher Höhe hinterlegen. D.h. für jeden Anteil den ich kaufe, gibt es die entsprechende Menge Gold in einem Tresor. Für Paranoiker: theoretisch kann einem das Fondsmanagement auch beschei... und kein Gold einlagern. Soll schon vorgekommen sein.

Solche Goldinvestments kann man sich auf Wunsch dann auch in physischem Gold auszahlen lassen.

Antwort
von vulkan, 39

Der Verkaufspreis z.B. einer Bank ist ja immer höher als der Ankaufspreis. Den Kurswert bestimmt die Nachfrage bzw. die gehandelte Menge. Von der Differenz lebt der Handel. Die Bank nimmt das Gold in Kommission und schreibt Deinem Konto unter Vorbehalt den Gegenwert gut. Für die Prüfung entstehen keine weiteren Kosten. Ist alles geprüft, bleibt der Gegenwert auf Deinem Konto. Das dauert ca. 1 Woche.

Antwort
von Rat2010, 27

Am besten kauft man Gold von Verwandten, Freunden oder Bekannten.

Dann kommt es auch nicht darauf an, ob man was mit kleinem oder großen Spread zwischen An- und Verkaufspreis hat. Man macht es einfach zum Mittelwert.

Gängige Münzen sind dann ratsam.

Wenn es gerade zu wenige Käufer oder Verkäufer gibt, sollte man überlegen, ob man nicht die Seite wechselt. Wenn also alle kaufen oder alle verkaufen wollen, ist die Gegenseite ratsam.

Antwort
von Privatier59, 16

Was stellst Du Dir unter einer Begutachtung überhaupt vor? Universell einsetzbar wäre ein Gutachten nur dann, wenn es von anerkannter Stelle erstellt und das Gold anschließend in einer fälschungssicheren Umhüllung verschweißt würde. Dann aber könnte kein potentieller Ankäufer das Gold selber prüfen und würde vom Ankauf schon deshalb Abstand nehmen.

Mit anderen Worten: Begutachtung ist rausgeschmissenes Geld!

Gold ankaufen kann man an vielen Orten, verkaufen aber an wesentlich weniger.

Banken kaufen selbst von treuen Stammkunden nur äußerst selten Gold oder Goldmünzen an. Die scheuen den Prüfungsaufwand und kaufen lieber bei Goldscheideanstalten.

Die Goldscheideanstalten sind auch für Privat die einzig durchgängig seriösen Ankäufer.

Die allerorten vorhandenen Goldankaufsbuden hingegen werden von den unterschiedlichsten Leuten betrieben, zuweilen von halbkriminellen Elementen die es nur darauf anlegen, den Kunden über den Tisch zu ziehen.

Die Begutachtung der Echtheit übernimmt jeder Ankäufer selber und auf eigene Kosten. Das ist letztendlich dadurch eingepreist, daß der Ankaufspreis ganz erheblich unter dem Verkaufspreis liegt.

Antwort
von bodjw123, 10

Ich denke, die bisherigen Antworten sind völlig ausreichend, Der Käufer prüft, Gutachterkosten sollten nicht anfallen

Antwort
von NasiGoreng, 17

Wenn ein potentieller Käufer Gold nur mit einem Wertgutachten kaufen will, dann wird das letztlich der Verkäufer bezahlen. Entweder direkt oder über den vereinbarten Preis. Alternativ darfst Du Dein Gold behalten.

Abgesehen davon, ist nur "sonst etwas" zu empfehlen, wenn man darunter eine Aktienfondsanlage verstehen will.

Gold wirft keine laufenden Erträge ab und ist gerade in Notzeiten eine denkbar schlechte Anlage, weil dann viele ihr Gold verkaufen wollen aber kaum jemand es haben will und im schlimmsten Fall der Staat den Besitz von Gold verboten und dessen Abgabe an den Staat angeordnet hat. 

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