Frage von frauweiss, 11

Muß Jetztehefrau meines Sohnes arbeiten gehen bevor gemeins. Kind 3 ist, w. Unterhalt unehel. Kind?

Also mein Sohn hatte früher eine kurze Liebesbeziehung, die schnell in die Brüche ging-aus dem Spaß wurde Sofia -ein nettes Mädchen,keine Frage. Sie ist nun 6 -und mein Sohn hat nochmals geheiratet und hat ein einjähriges Kind. Das Jugendamt meinte, sie möchten doch bitte wissen, ab wann meine Schwiegertochter gedenkt wieder zu arbeiten, damit der Unterhalt für das nicht gemeinsame Kind höher ausfällt. Mir ist das neu, das dies nun erzwungen werden kann vom Amt- wie lang darf sie denn grundsätzl. daheim bleiben? Es ist ja eigentlich auch nicht ihr Kind, um das es da geht. Fehlauskunft vom Amt oder tatsächlich rechtlich so zwingend?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Primus, 5

Bei geschiedenen Frauen ist es so, dass sie wieder arbeiten gehen müssen, sobald das Kind drei Jahre alt wird.

Ob das nun auch für die Ehefrau gilt, damit der Partner höheren Unterhalt zahlen kann, wage ich zu bezweifeln.

Wer sollte eine Ehefrau und Mutter überhaupt zur Arbeit zwingen können? Meiner Meinung nach könnte ihr niemand verwehren, solange zuhause zu bleiben, bis sie selbst die Entscheidung trifft, wieder zu arbeiten.

Antwort
von wfwbinder, 4

Keiner kann Ihre Schwiegertochter zwingen zu arbeiten, damit mehr Familieneinkommen vorhanden ist und dann im Rückschluss der Sohn mehr Unterhalt zahlen kann.

Dem Jugendamt bitte mitteilen: "was interessiert mich das erste Kind meines Ehemannes."

Natürlich muss der Sohn seinen Verpflichtungen nachkommen. macht er ja anscheinend auch nach Kräften und liebt sein erstes Kind, aber seine Ehefrau hat keine Verantwortung.

Antwort
von Privatier59, 4

Nicht das Amt macht "den Druck", sondern das Familienrecht selber. Wer zum Unterhalt verpflichtet ist, muß dieser Pflicht nach Kräften nachkommen. Allerdings ging hier der Schuß in die falsche Richtung: Nicht die Schwiegertochter hat Unterhaltspflichten, sondern der Sohn und was hier passiert, dürfte keine rechtliche Grundlage haben. Das verwundert nicht: Die Juristen einer Stadt oder Gemeinde sitzen in der Verwaltungsspitze und im Rechtsamt. Die Sachbearbeiter dagegen sind Verwaltungshengste die das geltende Recht nur vom Hörensagen kennen. In solchen Fällen erledigen sich Anfragen oft dadurch, dass man höflich um eine rechtliche Begründung des Ansinnens bittet.

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