Frage von benjaminstiess, 91

Muss ich für folgenden Schaden aufkommen: - bitte nur Antworten von Versicherungsexperten oder Fachanwälten?

Bei einem Fest meines Bekannten habe ich ungefragt dessen dort angebrachte Anlage etwas weiter lauter gedreht.Das war offenbar zuviel für die zwei kleinen schwachen Boxen an einer überdimensionierten Verstärkeranlage.Diese Tatsache wurde mir erst hinterher bekannt gemacht.Ich vermute zudem einen Vorschaden und möchte nicht auch noch versuchten Versicherungsbetrug durch den entfernten Bekannten Vorschub leisten.

Muss ich dennoch für den Schaden aufkommen, wenn die Anlage nicht gesichert war und keinesfalls gängigen techn.Standards entspricht?Dies liegt ja fern meines Wissens und Einflussbereiches(Thema: keine Überlastung möglich!)Ich bin ja gutgläubig von einer technisch einfach zu bedienenden Anlage ausgegangen als techn Laie.

Die Anlage bestand aus einer Stromversorgung mit 2x Autobatterie 2x Verstärker jeweils 1x für Subwoofer 1x für die zwei beschädigten Boxen und zur Steuerung ein Autoradio(dieses wurde auch nur bedient!)

Liegt ein Haftungsgrund aufgrund Verschuldens überhaupt vor und wenn ja in welcher Höhe(Zeitwert?)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hildefeuer, 58

Fakt ist, das die Musik-Anlage nicht ordnungsgemäß installiert/betrieben wurde. Eine Leih-Anlage würde niemals mit zu kleinen Boxen ausgeliefert. Auch ein Fachhändler würde niemals eine Anlage mit zu kleinen Boxen verkaufen, sonst würde er bei Schäden haften. Ich würde den Schadenersatz mit Hinweis auf unsachgemäßen Betrieb / Installation zurückweisen und Hinweis darauf keinem Versicherungsbetrug vorschub zu leisten. Dies würde ich auch sogleich meiner Privathaftpflichtversicherung mittteilen.

Kommentar von benjaminstiess ,

Zumindest mal ein sinnvoller Beitrag, der meine anfängliche Meinung auch wiederspiegelt-sprich Haftung bei demjenigen welcher den Fehler begeht haftet.Die Frage ist nur wer hier den entscheidenden Fehler begangen hat! Falsche Absicherung/nicht ordnungsgemäße Installation Hauptursache? Der Schaden entstand ja durch reine Bedienung am Lautstärkeregler.Bei jeder Stereoanlage die mir bekannt ist(Heimbedarf/Kfz) ist das nach meinen Informationen alles elektronisch abgesichert.

Meine Frage richtet sich daher eher an Versicherungsexperten oder Fachanwälte zwecks Bewertung der Haftung/Quotelung? (bisherige vergleichbare Urteile?)

Kommentar von hildefeuer ,

Wer den Schlüssel eines Autos herumdreht, haftet auch nicht für Motorschäden durch falsches Öl. Als Bediener geht man von korrekten Anlagen aus, wenn nix gegenteiliges Beschildert ist.. Der Fehler liegt bei der Person, die Anlage so in Betrieb genommen hat. Woher weiss denn der Eigentümer, wie weit man den Lautstärkenregler aufdrehen darf? Die Boxen können schon beim Einschalten defekt gehen durch den Einschaltimpulse. Wenn die Boxen nicht zur Anlage passen, stellt sich die Frage, ob die Impedanz überhaupt korrekt für den Verstärker war. Wenn also für den Verstärker 8 Ohm Boxen vorschrieben waren und 4 Ohm Boxen angeschlossen waren, liefert der Endverstärker fast die doppelte Leistung. Also 100Watt an 8 Ohm Boxen ergeben ca. 180 Watt an 4 Ohm Boxen. Dann gehen die Boxen relativ schnell defekt. Wer jetzt glaubt, dies mit 25% Lautstärke beherrschen zu können liegt völlig falsch, da ja Impulse da sind. Schon das kratzen des Lautstärke Potis tötet dann die Boxen.

Kommentar von betroffen ,

Ooh, bisher war meist der Eigentümer der Schuldige...

Nun ist die Anlage selbst Schuld !

Zu Deiner Aufklärung: Die elektronische Absicherung von der Du nur eine Ahnung hast, sichert den Verstärker vor Überlastung ab. Bei Boxen gilt das nur, wenn es Aktivboxen sind, also Boxen mit Verstärker...

Eine Ausnahme gibt es bei PA-Boxen (aber um die handelt es sich hier nicht) da werden die Lautsprecher mit passiven Bauelementen abgesichert. Heißt: Nicht elektronisch !

P.S. Es ist nicht nur eine Frage des Geldes. Es ist auch eine Frage der Ehre.

Antwort
von barmer, 49

Ob zusammen passend oder nicht, Du hast Dich ungefragt daran zu schaffen gemacht. Daher nicht so einfach abzulehnen.

Wenn, dann bei Haftpflicht nur Zeitwert. Wie hoch der ist, wird natürlich ein Streitpunkt sein.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von wfwbinder, 42

Das ist nicht so schwierig, wie Du es machst.

Ein Blick ins Gesetz hilft weiter.

§ 823 (BGB) Schadensersatzpflicht (1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Für die Verpflichtung zum Schadenersatz reicht bereits Fahrlässigkeit. Also schon das betätigen des Reglers, ohne zu fragen.

Somit bist Du verpflichtet Schadenersatz zu leisten.

Über die Höhe lässt sich streiten. Den Typ der Boxen wird man festellen können. entweder es gibt die noch, oder etwas vergleichbares udn dann der Zeitwert.

Kommentar von benjaminstiess ,

es tut mir leid - gut gemeinte copy/paste- Kommentare sind nicht gerade hilfreich, wenn es sich um reinen Gesetzestext handelt.Das kann jeder selbst nachlesen im Netz.Das ist zudem nicht im Geringsten aussagekräftig!!!

Kommentar von wfwbinder ,

Natürlich hätte ich auf 823 BGB auch einfach nur verweisen können, aber die Erfahrung zeigt mir (und ich bin hier schon eine längere Zeit dabei), dass es besser ist den Text mitzuliefern.

Ausserdem ist der Text des § 823 BGB nur ein Teil meines Kommentars, sondern ich habe den auf Deinen Fall interpretiert. Als Geschädigter, bzw. als Anwalt des Geschädigten, würde ich genau so argumentieren, sie ich es in den letzten 3 Absätzen schrieb.

Du hattest an der Anlage nicht rumzudrehen und haftest, weil schon Fahrlässigkeit ausreicht.

Das Ergebnis passt zu den Kenntnissen aus meinem Jurastudium.

Antwort
von Primus, 23

Nach Deinen Kommentaren unter den gegebenen Antworten würde ich doch empfehlen, dass Du Dir kostenpflichtige Auskünfte von den von Dir geforderten Experten einholst.



bitte nur Antworten von Versicherungsexperten oder Fachanwälten



Ich finde es schon sehr dreist, in einem ehrenamtlichen Forum solche Forderungen zu stellen

Kommentar von benjaminstiess ,

Langeweile? Ich habe echt genug von solchen dummen Kommentaren von selbernannten "Experten" die mehr Verwirrung stiften als zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen.Was ist daran bitte dreist?

Kommentar von Primus ,

Dreist ist es, hier Forderungen zu stellen.  Das kannst Du, wenn Du dafür zahlst. Fragen die schon vorschreiben wer antworten soll, sind bei unseren Experten sehr beliebt und von daher wirst Du auch mit Antworten von Versicherungsexperten und Fachanwälten überschüttet.

Kommentar von betroffen ,

Was heißt denn hier: "Verwirrung stiften"?

Du willst Dich doch nur vor der Begleichung des von Dir verursachten Schadens drücken und kritisierst jeden der nicht die von Dir gewünschte Antwort bringt.

Antwort
von betroffen, 32

Deine Haftpflichtversicherung muss zahlen.

Schließlich hast Du vorsätzlich oder fahrlässig daran geschraubt und dass obwohl der Aufbau "keinesfalls gängigen techn.Standards entsprach".

Einzige Ausnahme, der Bekannte hat Dich aufgefordert: "Mach' mal lauter"

Kommentar von benjaminstiess ,

und wieder ein selbernannter "Rechtsexperte", der mit seinem fachlichen Unwissen glänzt.So etwas bringt niemanden weiter und trägt nur umso mehr zur Verunsicherung bei.Bitte ausdrücklich nur Antowrten von Profis die auch Ahnung haben von dem Vorgang um den es konkret geht.(Titelangabe!)

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