Frage von TinschiH, 43

Muß ich einen Antrag auf Rente bei der BG stellen?

Vor 15 Monaten hatte ich einen schweren Wegeunfall. Ich bin von einem LKW überrollt worden, als ich von meinem 400,00€ Job auf dem Weg nach Hause war. Die ambulante Reha läuft bis Ende Oktober 2016, dann ist eine Wiedervorstellung vorgesehen. Im Augenblick bin ich ungekündigt und erhalte Verletztengeld. Mein Job ist natürlich neu besetzt worden und die Dame (Mutter von 2 Kindern) hat sich inzwischen gut eingearbeitet, so dass ich davon ausgehen muß, dort nicht wieder arbeiten zu können. Mitte November sind 78 Wochen um. Was kommt dann? Muß ich einen Antrag auf Rente bei der BG stellen, oder geht das automatisch? Im Augenblick habe ich eine MdE von 100%. Außer dem Minijob habe ich noch die große BG Witwenrente. Wie hoch werden meine Ansprüche bei 100% sein und wird mir das von der Witwenrente abgezogen? Muß ich mich ggf. arbeitslos melden, obwohl ich demnächst 61 werde und ich mich körperlich nicht mehr fit genug fühle um als Galerieassistentin arbeiten zu können. Das sind viele Fragen, aber vielleicht kennt sich ja Jemand damit aus. Gruß Martina

Antwort
von billy, 28

Hallo Martina, 

Wenn ich die Fragestellung richtig verstehe bist Du jetzt nach dem Unfall 15 Monate arbeitsunfähig krank geschrieben und beziehst Krankengeld von der Krankenkasse, richtig? Was ist mit dem Kürzel MdE gemeint (kenne den GdB)?

Die Beschreibung „Wegeunfall“ und „Rente bei der BG“ setzt voraus das der Unfall als Wegeunfall aufgenommen und vom Arbeitgeber an die BG übermittelt wurde. Normalerweise hättest Du in Absprache mit dem behandelnden Arzt eine medizinische Rehamaßnahme mit dem Ziel der beruflichen Wiedereingliederung antreten sollen. (Wenn das alles nicht aus persönlichen Gründen abgelehnt wurde)

Arbeitgeber deshalb, weil jeder Wegeunfall wie ein Arbeitsunfall gewertet wird, dies wiederum wirkt sich auf die Höhe des Krankengeldes und der späteren Rente aus. 

Wenn das so nicht erfolgte, was ich vermute, da sich sonst die BG und der Arbeitgeber schon vor längerem bei Dir gemeldet hätten, wirst Du in den nächsten Wochen von der Krankenkasse aufgefordert werden bei der DRV einen Antrag auf EU - Rente zu stellen. 

Eine EU-Rente oder BG-Rente wird nicht auf die Witwenrente angerechnet. 

Arbeitslos melden (heute sagt man arbeitssuchend) bräuchtest Du Dich nur, wenn Du gesundheitlich wieder hergestellt und auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar bist. Das allein ist heutzutage mit 60 plus schon schwierig genug. Alle guten Wünsche und Gesundheit …

Kommentar von TinschiH ,

Hm, wie ich geschrieben habe... Wegeunfall....BG Verletztengeld... anfangs Krankenhaus, dann stationäre REHA, jetzt ambulante REHA, also JA, das ganze ist als Wegeunfall gemeldet... ich bekomme über die BG ALLES was medizinisch notwendig ist und natürlich auch das Verletztengeld, welches 80% meines Gehaltes sind.

Meine Frage: da ich höchstwahrscheinlich nicht wieder voll berufstätig sein werde (ich habe bei der letzten Begutachtung eine MdE= Minderung der Erwerbstätigkeit, von 100% gehabt möchte ich wissen, ob man einen Antrag bei seiner BG für eine Berufsunfähigkeitsrente stellen muß, oder ob die Begutachtung automatisch von der BG veranlaßt wird?

Die Krankenkasse hat damit nichts zu tun, aber Danke für die Antwort.

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