Frage von michael1960, 99

Muss ich eigentlich eine Zusammenveranlagung machen, wenn meine Frau eigentlich nur einen 400 € Job hat und keine Steuern zahlt?

Es geht um die Kirchensteuer

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Antwort
von wfwbinder, 75

in der Konstellation keine Zusammenveranlagung zu wählen ist finanzieller Selbstmord.

Vermutlich hast Du Deinen Lohnsteuerabzug nach Steuerklasse III, weil verheiratet.

Wenn Du nun nicht die Zusammenveranlagung wählst, sondern die Einzelveranlagung, dann wirst Du veranlagt wie ein Junggeselle und zahlst einen ziemlichen Patzen nach.

Antwort
von Snooopy155, 79

Was soll der Hinweis auf die Kirchensteuer?  Minijobs sind in der Einkommenssteuererklärung nicht anzugeben. Wenn Du auf die Vorteile des Ehegattensplittings verzichten willst, kannst Du Dich auch getrennt veranlagen lassen. Die Kirchensteuer berechnet sich anhand der Einkommenssteuerschuld.

Antwort
von LittleArrow, 52

Die Kirchensteuer ist ein sehr nachrangiges Problem.

Deine Frau hat mit dem echten Minijob kein Einkommen, was Dich bei einer Zusammenveranlagung belasten würde. Und demzufolge würde auch keinerlei Kirchensteuer anfallen.

Du mußt (aber Du kannst eine) auch keine Zusammenveranlagung machen, aber ohne eine Zusammenveranlagung würdest Du persönlich voraussichtlich mit einer höheren Einkommensteuer belastet werden. Ohne nähere Details kann man aber über die Mehrbelastung mit Einkommensteuer oder gar Kirchenseuer kaum etwas hilfreiches beitragen. Einkommensteuerrecht ist leider etwas kompliziert.

Kommentar von michael1960 ,

Ich bin aus der Kirche ausgetreten und meine Frau soll jetzt ohne Einkommen Kirchensteuer bezahlen nur weil wir eine Zussmmenveranlagung gemacht haben. Ich weiß das das mit dem Ehegattensplitting zu tun hat aber wenn doch kein  Einkommen da ist warum dann doch die Steuer bezahlen ?

Auch austreten scheint die einzige Lösung zu sein. Die Kirche will es anscheinend so.

Kommentar von LittleArrow ,

Danke für Deine Rückmeldung.

Bei einer Zusammenveranlagung würde auf die hälftige Einkommensteuer, die Deiner Frau zugerechnet wird, für sie KiSt anfallen, auch wenn sie ansonsten kein steuerpflichtiges Einkommen beigetragen hat. Ihr habt die Wahl zwischen Einzelveranlagung mit höherer ESt für Dich oder Zusammenveranlagung mit niedriger ESt für Euch, aber etwas KiSt für den Anteil Deiner Frau.

Ihr könnt jährlich Zusammen- oder Einzelveranlagung wählen und damit das Optimum Eurer gemeinsamen Steuerbelastung. Ich könnte mir vorstellen, dass Deine ESt-Einsparung die KiSt-Zahlung erheblich überkompensiert:-)

Antwort
von billy, 37

Niemand wird gezwungen sich einzeln oder zusammen veranlagen zu lassen, diese Entscheidung liegt ganz bei Ihnen. Sinn macht die Überlegung an keiner Stelle. Die vermutete Einsparung von Kirchensteuern sind Peanuts im Vergleich zu der Mehrbelastung der Einzelveranlagung. 

Kommentar von michael1960 ,

Meine Frau muss auch austreten aus der Kirche dann spare ich was.

Antwort
von ASS09, 8

Das Einkommen aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung muss nicht in die Einkommensteuererklärung einfließen.

Antwort
von Angelsiep, 63

Wegen Splitting ist es sinnvoll zusammen zu veranlagen. Oder was ist der Hintergrund der Frage.

Kommentar von michael1960 ,

Der Hintergrund ist das meine Frau ohne Einkommen jetzt noch 400€ Kirchensteuer zahlen soll obwohl ich als Verdiener ausgetreten bin.

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