Frage von Oldtimerhandel, 81

Muss ich als Oldtimer-Händler, der die Fahrzeuge überwiegend aus den USA importiert, beim Verkauf 7% oder 19% USt. ausweisen?

Hallo,

folgender Sachverhalt: ich importiere mit meinem Unternehmen Oldtimer (Alter >30 Jahre) aus dem Ausland, vorwiegend aus den USA. Die EUSt. beträgt somit 7%.

Fragen dazu:

-wenn ich die EUSt. geltend mache, kann ich beim Verkauf ebenfalls wieder die 7% ausweisen oder müssen es leider die 19% sein?

-kann ich alternativ die Differenzbesteuerung anwenden oder ist dies nur im innereuropäischen Handelsverkehr möglich?

Bei mobile.de gibt es beispielsweise alle drei Versionen, was mich komplett verwirrt. Viele weisen 19% aus, manche 7% und andere gar keine USt. (offensichtlich differenzbesteuert)

Ich wäre extrem dankbar, wenn ich eine fundierte Aussage erhalten könnte...

Antwort
von wfwbinder, 45

Seit dem 01. 01. 2014 sind Fahrzeuge, die die strengen Kriterien erfüllen, dem Zolltarif 9705 zugeordnet. Damit gilt die lfd. Nr. 54 der Anlage 2 zu § 12 Abs. 2 UStG. Somit gilt natrlich der ermäßigte Steuersatz von 7 % nicht nur bei der Einfuhr, sondern auch ganz normal im Handel. Also, wenn für die Fahrzeuge das entsprechende Gutachten vorliegt, ist auch der Verkauf an den Endkunden mit 7 % zu versteuern. Natürlich kann, wenn die Voraussetzungen gem. § 25 aUStG vorliegen, auch die Vorschrift angewandt werden.

Kommentar von Oldtimerhandel ,

Vielen Dank für die Antwort. Der Zolltarif 9705 wurde bisher immer angewendet, richtig. Ich sehe jedoch keinen konkreten Abschnitt im
§ 12 Abs. 2 UStG, in dem die Lieferung, also sprich in meinem Fall der Verkauf, explizit erwähnt ist. Unter Punkt 12. ist nur die Einfuhr beschrieben, unter Punkt 13. wird nicht auf die lfd. Nr 54 verwiesen, die bei mir zutrifft...

Kommentar von Oldtimerhandel ,

Vergessen: unter 1. wird der ermäßigte Steuersatz für die Lieferung explizit u.a. für die lfd. Nr 54 ausgeschlossen, oder sehe ich das falsch?

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