Frage von frauweiss, 3

Muß GKV Behandlung bezahlen die nicht in deren Leistungskatalog steht wenn Arzt das verschreibt?

Wenn der Arzt eine Behandlungsmethode vorsieht, die die Kasse nicht in ihrem Leistungskatalog aufgeführt hat, wie groß ist dann die Chance, daß die Kasse trotzdem bezahlt? Kann man sich hier auf irgendwelche Gesetze berufen???

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blnsteglitz, 3

Kann man sich hier auf irgendwelche Gesetze berufen

NEIN.

Du kannst bei der Kasse nur die KÜ beantragen - muss aber nicht genehmigt werden.

Antwort
von Primus, 3

Gesetze hast Du nicht auf Deiner Seite Du kannst allerdings versuchen, bei der KK eine Einzelfallentscheidung durch Antrag zu erreichen.

Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Antwort
von Rentenfrau, 2

Hallo frauweiss, wenn die Behandlung, die Du vom Arzt bekommst NICHT in deren Leistungskatalog steht, hast Du -meiner Meinung nach - schlechte Karten, die Kosten zu bekommen. Wenn der Arzt, die Behandlung für medizinisch notwendig hält (hier nochmal fragen, ob das sicher so ist), dann würde ich die Krankenkasse trotzdem kontaktieren, um eine Kostenerstattung zu bekommen, versuchen kann man es natürlich immer.

Antwort
von Privatier59, 1

Und nur als Hinweis dazu, dass man sich auch bei der PKV nicht besser steht: Nur allgemein anerkannte Behandlungen werden als medizinisch notwendig angesehen und anstandslos übernommen. Ich selber habe das als PKV-Versicherter mal in Sachen Stoßwellentherapie erfahren, wo ich mich zum Glück vorab erkundigt hatte und die Info bekam, nach 3 Behandlungen müsse der Arzt den Behandlungserfolg nachweisen können ansonsten gäbe es kein Geld mehr. Bei 200,-- EURO Behandlungskosten pro Sitzung war dann bei mir klar, wie viel davon ich in Anspruch nehmen werde.... Mein Tipp daher aowohl für GKV wie auch für PKV: Von Notfällen oder ganz klaren Situationen abgesehen sollte man besser vorab eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme von seiner Versicherung einholen.

Kommentar von alfalfa ,

D.H. das Pendant zu § 12 SGB V ist der § 4 MB / KK. Und natürlich was im Tarif genau hinterlegt ist, ggfs in Kombination mit Beihilfeverordnungen für Beamte. Insofern goldrichtig im Vorfeld nachzufragen - und bitte schriftlich bestätigen lassen. Auch darauf achten, ob Ärzte nicht einfach eine "Honorarvereinbarung" unterschreiben lassen wollen, das ist nämlich so etwas wie ein Blanko Scheck!

Antwort
von alfalfa, 1

Bei der GKV ist der Dreh und Angelpunkt der § 12 SGB V. Diesen Kriterien muss die Behandlung genügen, damit die Leistungen übernommen werden. Das kann durchaus in einer Einzelentscheidung gipfeln. Voraussetzung ist jedoch, dass diese leistung als medizinisch notwendig durch einen Mediziner erachtet wurde.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__12.html

Bei der PKV ist das Pendant der § 4 der MB/KK 2009. Und natürlich was in dem Tarif genau beschrieben ist. bei Beamten sind dann noch die Beihilfeverordnungen zu beachten.

Antwort
von SBerater, 1

vermutlich wird sich die GKV auf Gesetze berufen, um zu beweisen, dass sie nicht zahlen muss.

Arzt und Versicherung wissen, was bezahlt wird. Ein guter Arzt weist dich darauf hin. Und dann solltest du Kontakt mit der GKV aufnehmen.

Nur wenn du grünes Licht bekommst, wird bezahlt, sonst nicht.

Prüfst du erst nach Behandlung, ob die KV zahlt, bleibst du mit einem hohen Risiko auf den Kosten sitzen.

Antwort
von qtbasket, 1

Genau das Gegenteil ist der Fall !!! Was das SGB V und seine interpretierenden Organe, wie der gBA beschießen ist verbindlich. Wenn ein Vertragsarzt anderer Meinung ist, wir er sogar ggf. in Regress genommen.

Du darfst niemals vergessen: die GKV bezahlt nur das Notwendige, und das ist sehr oft sehr wenig.

Antwort
von LittleArrow, 1

Nein, sie muss nicht bezahlen.

Hier ein vorübergehend verfügbarer Link genau zu Deinem Thema: http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/von-den-grenzen-d...

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