Frage von HerrNeumann,

Muss für die Inanspruchnahme einer Umkehrhypothek die Immobilie vollständig abbezahlt sein?

Muss für die Inanspruchnahme einer Umkehrhypothek die Immobilie vollständig abbezahlt sein oder kann man auch dann schon eine Umkehrhypothek aufnehmen, wenn die Immobilie selber noch zum Teil finanziert, bzw. durch einen Eintrag im Grundschuldbuch beliehen ist?

Hilfreichste Antwort von Lartin,
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Hallo Herr Neumann,

die Immobilie muss nicht komplett schuldenfrei sein. Aber: eine Umkehrhypothek wird immer an erster Rangstelle im Grundbuch in Höhe des Immobilienwertes (schließlich kann der Darlehenswert ja bis dahin und auch darüber hinaus ansteigen) eingetragen. D.h. entweder muss ein bestehendes Darlehen hinter die Umkehrhypothek zurücktreten (was im Normalfall nie passieren wird) oder mittels der Umkehrhypothek wird das bestehende Darlehen abgelöst. Dafür sollte dann die bestehende Darlehensschuld niedriger sein, als das mögliche Umkehrdarlehen und es muss geklärt sein, ob die bis dahin finanzierdende Bank das Derlehen auch zur Ablösung freigibt. Bei Bedarf beantworte ich weitere Fragen auch gerne telefonisch.

Antwort von Matrix,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

wenn du KEINE schulden mehr darauf hättest,könnte man die immobilie auch direkt verkaufen oder?

bei einer umkehrhypothek wird dir nähmlich nicht der komplette wert des hauses ausbezahlt,sondern nur der betrag,der nach abzug Deines verbleibenden wohnrechtes übrig bleibt. soll heissen: wert des hauses 200000 euro. abzug wohnrecht auf x jahre sind 100000 euro. nach ablauf hast du dann nur 100000 euro für dein haus bekommen und stehst nach ablauf der zeit OHNE haus da. das sollte man dabei bedenken.

wenn sich noch schulden darauf befinden,werden diese nicht abgezogen,sondern DU mmusst diese weiter abzahlen.

http://www.test.de/themen/bauen-finanzieren/test/Immobilienrente-Umkehrhypothek-...

Antwort von hypokontor,
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Die Immobilie muß nicht vollständig bezahlt sein, aber das bestehende Darlehen muß durch die Umkehrhypothek abegelöst werden.

Es darf bei einer Umkehrhypothek nur die Grundschuld für die Umkehrhypothek im Grundbuch stehen. Der Grund ist sehr einfach erklärt:

Bei der Umkehrhypothek muß der Kreditnehmer zu Lebzeiten keine Zinsen und Tilgungsbeiträge zahlen. Die aufgelaufenen Zinsen werden angesammelt und erhöhen so die Darlehensschuld. Der Darlehensbetrag wächst so Jahr für Jahr kontinuierlich an. Deshalb wird eine Grundschuld in Höhe des Objektwertes eingetragen. Damit stellt die Immobilie für andere Banken dann auch keine Sicherheit mehr dar, weil die erstrangige Grundschuld schon den gesamten Wert der Immobilie ausmacht.

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