Frage von cuby1, 569

Muss eine Steuererklärung bei einem Paar mit den Steuerklassen 4/4 abgegeben werden, falls nein, wäre es trotzdem sinnvoll?

Kann man davon ausgehen, dass bei den Steuerklassen 4/4 ohne Faktor nie nachzahlen muss? Und wenn man einmal eine Steuererklärung macht, muss die zwangsläufig in Zukunft auch jährlich gemacht werden? Danke im Voraus!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo cuby1,

Schau mal bitte hier:
Steuern Steuererklärung

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mikkey, 522

Ja, davon kannst Du ausgehen.

Nein, die Abgabe bleibt freiwillig - die Steuerklasse 4 ist nicht nur bei der Höhe des Steuerabzugs mit der 1 vergleichbar.

Kommentar von cuby1 ,

Sollte man einen Lohnsteuerhilfeverein in Betracht ziehen oder kann man das auch einfach selbst machen? Letztes Jahr wurden von beiden knapp über 3000 Euro an Lohnsteuer gezahlt. Was noch erwähnenswert ist, dass einer der Ehepartner ein Master Studium absolviert hat. Ich habe vor kurzem gelesen, dass das einen hohen Steuervorteil bringt.

Andere Einkünfte als das Haupteinkommen selbst gibt es nicht. Ausgaben wie Fahrtweg, Krankenhausaufenthalt, Studienzeit, etc. wurden mit Belegen zum größten Teil gesammelt. 

Also gerade deswegen zum Lohnsteuerhilfeverein, Steuerberater oder doch selbst?


Kommentar von Mikkey ,

Es kommt darauf an, ob Du meinst, dass so ein Verein (oder ein Steuerberater - bei uns ist der auch nicht viel teurer) Dir eine entsprechend hohe Erstattung verschaffen kann.

Die Erstattung aus dem ungleichmäßigen Verdienst wirst du ohnehin bekommen, da kannst Du selbst nichts verderben. Möglicherweise lohnt sich die Ausgabe aber allein deshalb, weil Du dabei siehst, wie man's macht.

Antwort
von wfwbinder, 446

Gehe entweder in www.elster.de oder in smartsteuer.de.

Beides bringt Dich zum Erfolg, das zweite kosten 10,- Euro.

Eigentlich kannst Du nichts falsch machen. Zwei Anlagen "N", in einer die studienkosten.

Antwort
von LittleArrow, 432

 Was noch erwähnenswert ist, dass einer der Ehepartner ein Master
Studium absolviert hat. Ich habe vor kurzem gelesen, dass das einen
hohen Steuervorteil bringt.

Warum sollte dies einen Steuervorteil bringen, frage ich mich. Wann wurde das Master-Studium absolviert? Wurden die Kosten für das Studium schon im jeweiligen Anfalljahr steuerlich geltend gemacht als Werbungskosten?

Guck mal hier für nähere Details: https://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/A/Ausbildungskosten.html


Kommentar von cuby1 ,

Nein, es wurde noch nie eine gemacht. Soweit ich es verstanden habe, kann man Steuerklärungen für die letzten 4 Jahre abgeben. Das Studium wurde letztes Jahr absolviert.

Kommentar von LittleArrow ,

Du mußt für jedes Ausbildungsjahr eine eigene Erklärung abgeben auf dem üblichen Mantelbogen der Steuererklärung (und Anlage N mit den entsprechenden Studienkosten als Werbungskosten). Allerdings kreuzt Du in den Jahren ohne Arbeitseinkommen nicht in Zeile 1 Einkommensteuererklärung an, sondern in Zeile 2 Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages

Für Dich ist auch noch die Beantwortung dieser Frage interessant:

https://www.finanzfrage.net/frage/verrechnung-verlustvortrag-werbungskosten?

Antwort
von Gaenseliesel, 323

ist eine Veranlagung sinnvoll ?

ich würde eine Steuererklärung anfertigen, in den meisten Fällen kommt doch etwas Taschengeld heraus,

es sei denn ihr habt in etwa das gleiche Einkommen, beide Werbungskosten unterhalb des Pauschbetrages habt, die Sonderausgaben weniger als 72,- Euro (für euch beide) betragen und die Summe aus Pflege- und Krankenversicherungbeiträgen über 3.800€ liegen, dann lohnt sich die Abgabe nicht.

Kommentar von cuby1 ,

Der Verdienst ist fast gleich. Bei beiden bestehen hohe Werbungskosten, ca. 35 km einfache Fahrt pro Person. Des Weiteren kommen noch Krankenhausaufenthalte von knapp 300 Euro, Medikamente, Brillen.

Kommentar von betroffen ,

Je gleicher der Verdienst ist, desto weniger Steuern werdet Ihr zurückerstattet bekommen. (Bei uns ist das Verhältnis 65 zu 100 und wir bekamen mehrmals 1/10 der gezahlten Steuern zurück).

Bezüglich der außergewöhnlichen Belastungen beachtet bitte, dass die Grenze zu zumutbaren Belastungen, also das was Ihr ausgeben dürft ohne das es anerkannt wird, sehr hoch ist. Informiert Euch!

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