Frage von KryptoMan,

Muss eine Spendenquittung sofort und unaufgefordert beim Finanzamt eingereicht werden?

Müssen Spendenquittungen sofort mit der Einkommenssteuererklärung mit eingereicht werden oder verlangt das Finanzamt diese erst nach expliziter Aufforderung?

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Antwort
von Lissa,

Wenn ich meine Steuererklärung endlich mache, trage ich alles ein, wofür ich Belege habe.

Da ich diese dann sowieso in der Hand halte, muss ich sie dem Finanzamt dann doch nicht extra vorenthalten und schicke sie mit.

Antwort
von Privatier59,

Wer mag schon gerne Post vom FA kriegen. Reich die Belege gleich mit ein, das hält Deinen Finanzbeamten bei Laune.

Kommentar von FREDL2 ,

@P59

Reich die Belege gleich mit ein

Genau so ist es. Je mehr Geraffel der Erklärung beiliegt, desto weniger wird (genau) angesehen. Langjährige Erfahrung!

Kommentar von EnnoBecker ,

Ah, danke für den Tip.

Ich bin dann mal weg, Belege zusammensuchen wie verrückt.

Antwort
von mig112,

Bis 200 EUR brauchst du gar keine...!

Kommentar von FREDL2 ,

@mig112: So kann man das nicht sagen.

Es kann durchaus sein, dass man Dir die "bis 200,00" einfach rausstreicht. Für den folgenden Einspruch brauchst Du dann durchaus Belege.

Kommentar von mig112 ,

Einen Kontoauszug vielleicht, aber eine Spendenquittung -und nach der war gefragt- ist nicht erforderlich!

Kommentar von EnnoBecker ,

Woraus entnimmst du das?

Antwort
von schlaudachs,

Um zu vermeiden, dass das Finanzamt deine Spendenbeträge streicht, da ihm die Belege fehlen ist es am sinnvollsten sie gleich mit einzureichen. So ersparst du dir ein langwieriges Prozedere wenn du Einspruch einlegen musst.

Kommentar von blackleather ,

Das Finanzamt hat keinerlei Recht, erklärte Spendenbeträge einfach sofort zu streichen, nur weil dazu kein Beleg eingereicht wurde. Vielmehr ist es gesetzlich verpflichtet, die Streichung erst anzudrohen und die Bescheinigung anzufordern (§ 91 Abs. 1 Satz 2 AO). Finanzämter, die sich über diese Bestimmung hinwegsetzen, haften für die Kosten des Steuerberaters, der dann für den Einspruch gegen den Steuerbescheid in Anspruch genommen werden muss (§ 839 Abs. 1 BGB).

Kommentar von FREDL2 ,

@BL

Vielmehr ist es gesetzlich verpflichtet, die Streichung erst anzudrohen und die Bescheinigung anzufordern

Soweit die Theorie. Für die Praxis könnte ich mühelos Beweise liefern. Aber gesetzwidrig streichen sie eben nur, wenn sie sehen, dass kein Berater im Spiel ist.

Die Welt ist schlecht.

Übrigens, guten Rutsch und was ist aus Deiner Leiche geworden?

Kommentar von EnnoBecker ,

Die ist jetzt beschränkt steuerpflichtig.

Kommentar von blackleather ,

Soweit die Theorie. Für die Praxis könnte ich mühelos Beweise liefern.

Musst du nicht. Ich kenne die Praxis. Und ich lebe ein Stück weit von Amtshaftungsfällen.

Die Leiche ist in die ewigen Jagdgründe eingegangen und sucht dort nach einem DBA, denn:

Die Welt ist schlecht.

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