Frage von Neurentnerin 17.12.2013

Mütter mit Kindern vor 1992, sollen höhere Mütterrente kriegen; aber nicht 3 Jahre, warum nicht?

  • Antwort von Rentenfrau 17.12.2013
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Neurentnerin, da hast Du ganz recht, eigentlich sollte die neue Regierung die Kindererziehungszeiten für die vor 1992 geborenen Kindern auch auf 3 Jahre anheben, eben so wie es auch für die jüngeren Kindern gilt. ABER wie so oft, sind es (meiner Meinung nach) finanzielle Gründe, die die Regierung daran hindern, die volle Gleichstellung bei den Kindererziehungszeiten herbeizuführen. Aber zum Trost bzw. zur Hoffnung: ich hab auch gelesen, daß in einem "ersten Schritt" nun erst mal 2 Jahre für die älteren Mütter pro Kind angerechnet werden sollen, mal sehen, wann dann die 3 Jahre kommen. Da früher viel mehr Kinder geboren wurden (oft gibt es ältere Mütter mit 4, 5, 6 und noch mehr Kindern) und da kommt die Neuregelung natürlich teuer. Du wirst nächstes Jahr einen neuen Bescheid mit den höheren Kinderzeiten bekommen, dann kannst Du dagegen ja Widerspruch einlegen und 3 Babyjahre fordern. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen.

  • Antwort von Primus 17.12.2013
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
    wieder keine Gleichbehandlung

    Ich gebe Dir voll und ganz Recht, denn die jüngeren Mütter haben auch noch zusätzliche Vorteile wie Elterngeld, Erziehungsgeld, Kinderkrippen, Kindergeld usw.

    Davon konnten wir "ältere" Mütter nur träumen. Uns wurde die Kindererziehung nicht so erleichtert und zum Dank dafür bekommen wir auch noch weniger Rente als die jüngeren Frauen.

    Ich finde den Vorschlag von Rentenfrau gut.

    Wenn alle älteren Mütter gegen den neuen Bescheid Widerspruch einlegen, rütteln wir die Verantwortlichen eventuell wach!

  • Antwort von blnsteglitz 17.12.2013
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    warum nicht ?

    weil das die Herren und Damen Politiker so beschlossen haben.....

    :-(((((

    schau ob du einen Rechtsanwalt findest der bereit ist dein Mandat zu übernehmen und zu klagen......

    (PS: Ich finde das auch ungerecht- obwohl ich davon nicht betroffen bin)

  • Antwort von betroffen 17.12.2013
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Neurentnerin

    denke daran, dass Mütterrente ein irreführender volkstümlicher Begriff ist, den Politiker erfunden haben. Richtig müsste es "rentenrelevante Kindererziehungszeiten" heißen. Die gelten übrigens für Mütter und /oder Väter (Gleichberechtigung)

    Der Begriff ältere Mütter ist genauso Quatsch. Es geht um das Geburtsjahr des Kindes. Eltern können durchaus Kinder von vor als auch nach 1992 haben. Deshalb sind diese Eltern aber nicht jünger oder älter.

    Ich vermute den Unterschied in der finanziellen Anerkennung darin, dass schliesslich die Renten immer mehr besteuert werden. Die nachgelagerte Besteuerung von Renten klettert von 50% (Rentenbeginn 2005) auf 100% (Rentenbeginn 2040).

    Eltern die ab 2040 in Rente gehen besteuern bis auf den Freibetrag 100% ihrer Rente. Eltern die bereits 2005 in Rente waren lediglich 50%. Dazwischen sind Abstufungen zwischen 1 und 2 Jahren. Wenn man da Unterschiede bei den Rentenpunkten macht, birgt das eine gewisse Gerechtigkeit - wenn auch nicht auf den Cent gerechnet...

    Die nächste Frage wäre: "Hat das schonmal ein Politiker erwähnt?" -Ach nee, die kriegen ja statt Rente die 5-fache Pension.

  • Antwort von Kalli77 17.12.2013

    Da sieht man mal wie die Politik im Wahlkampf selbst ungerechte Ideen als super Sache verkaufen. Ich meine 2 Jahre ist besser als nichts, aber immernoch unfair gegenüber den besser gestellten Müttern, die nach 1992 Kinder bekommen haben, die noch dazu von der Subventionierung des Kinderkriegens profitiert haben.

    Du kannst natürlich versuchen, einen Anwalt zu finden, der mit Dir zur Not bis vors Verfassungsgericht geht, wenn Du aber verlierst, kann das teuer für Dich werden. Eine Rechtsschutzversicherung würde sowas soweit ich weiß auch nicht übernehmen...

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