Frage von LuiseVarn,

Müssen Verträge eines Verstorbenen vom Erben gekündigt werden?

Hallo zusammen, wie ist es wenn man ein Erbe antritt und der Verstorbene noch Verträge auf seinen Namen hat? Also Verträge wie Telefon, Vereinsmitgliedschaften und was man eben so hat als durchschnittlicher Bürger.

Oder würde das mit dem Tod des Vertragspartner automatisch erlöschen? Es macht ja wirklich keinen Sinn, wenn man sich hierbei noch an 3-monatige Kündigungsfristen halten muss... oder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Erlöschen werden nur höchstpersönliche Verpflichtungen. Vereinsmitgliedschaften gehören dazu. Alles andere muß vom Erben oder einer anderen für den Nachlaß verantwortlichen Person gekündigt werden. Woher Du allerdings die Frist von 3 Monaten nimmst, weiß ich nicht. Das gilt für Wohnungsmietverträge. Fristen anderer Verträge können kürzer oder auch länger sein.

Kommentar von LittleArrow ,

Ergänzung:

Bzgl. Wohnmietvertrag: § 564 BGB: beiderseits ist eine a.o. Kündigung mit gesetzlicher Frist möglich. Diese a.o. Kündigung gilt also auch, wenn es sich um einen Zeitmietvertrag handelt oder auf das Kündigungsrecht (für max. 48 Monate) verzichtet wurde.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__564.html

Antwort
von anitari,

Müssen Verträge eines Verstorbenen vom Erben gekündigt werden?

Verträge erlöschen nicht mit dem Tod eines Vertragspartners, sie werden, ebenso wie das übrige Vermögen, vererbt.

Oder würde das mit dem Tod des Vertragspartner automatisch erlöschen?

Stell Dir mal vor z. B. Dein Vermieter stirbt und der Vertrag würde automatisch erlöschen ...

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