Frage von Springbutterfly, 34

Mittelbarer Riestervertrag für Ehepartner - Beiträge und Zulagenberechnung?

Liebe Community,

meine Frau und ich haben dieses Jahr geheiratet. Ich bin als "normaler" Angestellter in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, meine Frau ist Ärztin und damit Mitglied in einem berufsständigen Versorgungswerk.

Ich besitze seit einigen Jahren einen Riestervertrag als zusätzliche Altersvorsorge, meine Frau bislang noch nicht, da sie als Ärztin bislang nicht förderberechtigt war. Durch die Heirat ist sie meines Erachtens mittelbar berechtigt geworden, einen eigenen Riestervertrag abzuschließen.

  1. Frage: Stimmt das so?

  2. Frage: Wie werden die Zulagen für sie berechnet? Wird ihr Einkommen hierfür unabhängig von meinem betrachtet (volle Förderung ab 4% Sparrate bzw. 2100 €/Jahr) oder ist mein Einkommen Teil der Bewertungsgrundlage? Wir lassen uns gemeinsam veranlagen.

  3. Frage: Wie sieht es aus, wenn wir Kinder bekommen sollten und meine Frau in einem Jahr z.B. kein Einkommen erzielen sollte? Wie hoch wäre ihre Mindestsparrate, um die volle Förderung zu erhalten?

  4. Frage: Wer bekäme im Falle der Kinder die Kinderzulage? Einer von uns beiden oder wir beide je zur Hälfte oder beide jeweils die volle Kinderzulage?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hanseat, 32

Hallo, zu 1.: Ja zu 2.: Ihr Einkommen und Ihr Eigenbeitrag ist auch für die Förderung Ihrer Frau relevant. Die Zulage Ihrer Frau wird ebenfalls anteilig gekürzt wenn Sie selbst weniger als die berühmten 4 % (minus Zulagen) einzahlen. Das Einkommen Ihrer Frau spielt keine Rolle. zu 2. & 3.: Ihre Frau muss nur die 60,- Euro jährlichen Mindestbeitrag aufbringen, dann gibt es die volle Zulage, egal ob Ihre Frau Einkommen erzielt oder wie hoch dieses ist. zu 4.: Die Kinderzulage folgt dem Kindergeld, kann aber (mit Zustimmung des entsprechenden Ehepartners) auch an den jweils anderen "übertragen" werden.

allg.: Wenn Ihre Frau die o.g. 60,- Euro jährlich einzahlt, erhält sie auch die eigene Zulage (154,- Euro) und die Kinderzulage (300,- Euro) in voller Höhe, vorausgesetzt Sie selbst erhalten Ihre eigene Zulage ebenfalls in voller Höhe. Ihre Frau kann mehr als die genannten 60,- Euro einzahlen, muss aber nicht.

Für die mögliche, zusätzliche steuerliche Förderung (eventuell Sonderausgabenabzug, Günstigerprüfung des Finanzamtes) wird dann natürlich Ihre gemeinsame Veranlagung herangezogen.

VG,

Kommentar von Springbutterfly ,

Vielen Dank! Eine Frage folgt für mich noch daraus: Sie kann mehr einzahlen, muss es aber nicht. Wenn Sie mehr einzahlen würde: Bis zu welcher Beitragshöhe könnten wir - bei gemeinsamer Veranlagung - die zuätzlichen Beiträge steuerlich geltend machen?

Kommentar von Niklaus ,

Jeder bis maximal 2.100 € Gesamtbeitrag. Gesamtbeitrag = Eigenbeitrag+ Zulage + Kinderzulagen

Antwort
von Kevin1905, 23
meine Frau und ich haben dieses Jahr geheiratet.

Mein Beileid.

Frage: Stimmt das so?

Ja.

Wie werden die Zulagen für sie berechnet? Wird ihr Einkommen hierfür unabhängig von meinem betrachtet (volle Förderung ab 4% Sparrate bzw. 2100 €/Jahr) oder ist mein Einkommen Teil der Bewertungsgrundlage? Wir lassen uns gemeinsam veranlagen.

Ihr Einkommen wird nicht betrachtet, deines aber. Sie selbst muss 60,- € Sockelbeitrag pro Jahr einzahlen um vollen Zulagenanspruch zu generieren während du die 4% aufbringen musst um vollen Zulagenanspruch auszulösen. Mehr als diese 60,- € werden auch steuerlich nicht als Sonderausgaben anerkannt. Die 2.100,- € gelten für dich und sind abzugsfähig.

Wie sieht es aus, wenn wir Kinder bekommen sollten und meine Frau in einem Jahr z.B. kein Einkommen erzielen sollte? Wie hoch wäre ihre Mindestsparrate, um die volle Förderung zu erhalten?

Immer noch 60,- € nur gibt es dann eben 300,- € mehr Zulage jedes Jahr. Aber warum soll sie zu Hause bleiben und nicht du?

Wer bekäme im Falle der Kinder die Kinderzulage? Einer von uns beiden oder wir beide je zur Hälfte oder beide jeweils die volle Kinderzulage?

Die Kinderzulage folgt dem Kindergeldanspruch. Wer das Kingergeld bekommt, bekommt die Zulage, kann diese aber auf den Partner überschreiben.

Kommentar von Springbutterfly ,

Zu Deinem Beileid: Du kennst meine Frau nicht!!!
Warum sie zu Hause bleiben sollte: 1. will sie die ersten Monate nach der Geburt daheim bleiben (wer will und kann 6 Wochen nach so einer körperlichen Anstrengung wieder sofort 12 Stunden am Tag im OP stehen und nebenher noch literweise Milch abpumpen?!?), 2. weil ich deutlich mehr verdiene als sie und wir von ihrem popligen Arztgehalt alleine zu zweit kaum leben können - is doch klar!
*zwinker

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