Frage von suedlaender, 2

Mit welchen Maßnahmen erzieht man heranwachsende Teenager an den Umgang mit Geld und Sparen?

Meine Tochter ist gerade mal 13. Sie bekommt 4,- Euro Taschengeld/Woche. Im Grunde genommen hat sie immer genug, da wir sonst fast alles für sie kaufen wenn was gewünscht wird. Auch habe ich schon Sparpläne und Bausparvertrag für sie abgeschlossen, ohne das sie es weiss. Wann erzähle ich ihr von den Sparverträgen? Sie soll damit mal den Führerschein bezahlen und wenns reicht auch das erste Auto. Auch will ich Ihr ein Teil meines Depots zugute kommen lassen für eine Anzahlung zum Wohnungskauf, wenn sie auch mal verdient und kreditwürdig ist. Wann vermittelt man sowas am besten ohne sie zu erschrecken, denn für sie ist es sehr viel Geld. Wünsche auch, daß das Geld sinnvoll verwendet wird, was ich aber ab 18. nicht mehr unbedingt steuern kann. Am besten erstmal gar nichts darüber erzählen? Sie ist jetzt schon geizig und gibt kaum was aus, daher habe ich noch keine Bedenken. Noch hat sie keine Interesse an Finanzangelegenheiten, hoffe das wird sich ändern.

Antwort
von Julia23,

hier mein Vorschlag:

  • Lege mit Ihr zusammen fest, was Sie alles vom Taschengeld zahlen muss und was Sie weiter bekommt.
  • Lege darauf angepasst Ihr Taschengeld fest (siehe dazu auch: http://www.focus.de/finanzen/banken/taschengeldtabelle-kinder-bekommen-so-viel-t...)
  • richte Ihr ein (Kinder)Girokonto ein und überweise das Taschengeld MONATLICH
  • mit 15 Jahren kann man Ihr sagen, dass es ein Sparkonto für Ihren Führerschein gibt. Nun darf Sie entscheiden, ob Sie das Geld mit 15 oder 16 für den Mofa/Mopet Führerschein einsetzt ODER lieber das Geld für den Autoführerschein haben möchte
  • das mit dem DEPOT wird erst später für's Studium oder Hauskauf relevant. Ist es denn auf Ihren Namen eingerichtet oder läuft es auf den Namen der Eltern? Würde das Geld möglichst so lange sichern, bis es ein sinnvollen Zweck gibt wie Studium oder Hauskauf
Antwort
von trini7, 2

Würde ihr jetzt auch noch nichts erzählen, sondern erst wenn der Führerschein näher rückt und die Frage mit der Finanzierung geklärt werden muss.

Für ihr Taschengeld würde ich in den kommenden Monaten ein Jugendkonto eröffnen auf welches du monatlich einen festen Betrag überweist, die sind kostenlos und können in der Regel nicht überzogen werden. Außerdem solltest du überlegen, ob ihr deiner Tochter nicht etwas mehr Geld monatlich gebt und sie sich dafür aber mehr Sachen z.B. Klamotten eigenständig kauft. Größere Anschaffungen wie Laptop/Handy dann nur mit Zuzahlung/als Geschenk zu Geburtstag oder Weihnachten.

Das gesparte Geld für Studium etc. würde ich bestenfalls nicht auszahlen sondern weiterlaufen lassen, um gute Zinsen zu bekommen. Dafür kannst du ihr ja dann monatlich eine Summe überweisen

Antwort
von hildefeuer,

mit 4€ Taschengeld pro Woche wird sie den Umgang mit Geld nicht lernen, vor allem wenn die Eltern alles andere wunschgemäß kaufen. Besser ist es ab 14, 15 eine Möglichkeit zu schaffen alles eigenverantwortlich zu kaufen und dabei sparen zu können für größere Anschaffungen. Mein Vater hat das damals 69 so gemacht und mir 30DM auf ein extra dazu eingerichtetes Girokonto monatlich überwiesen. Davon habe ich alles außer Kleidung gekauft, also auch das 1. Fahrrad und die Tonbandmaschine und Stereoanlage. Ich habe so damals gelernt eigenverantwortlich mit Geld umzugehen. Natürlich hat das dafür nicht gereicht, aber wenn man etwas dazu verdient hat ging das. Das mit den Sparverträgen etc. sollte Sie zum 18. erfahren. Girokonto auf Guthabenbasis einrichten mit Überzeihungs-Sperre, keinen Kreditkarten.

Antwort
von Meandor,

Warum solltest Du was erzählen?

Jugendliche oder junge Volljährigen neigen, vor allem in Trotzphasen, dazu, die Anlagen als ihr Geld zu betrachten.

Solange Sie mit ihrem Taschengeld auskommt, gibt es keinen Grund ihr etwas zu erzählen. Du hast für sie vorgesorgt, und wenn es soweit ist, dass sie Geld benötigt, bekommt sie etwas aus dem Vermögen.

Wenn Du willst, dass sie damit den Führerschein bezahlt, dann bekommt sie es erst, wenn die Rechnung für den Führerschein da ist.

Von dem Verhalten einer 13jährigen kann man nicht auf das Verhalten der zukünftigen 18jährigen schließen, und je weniger sie weis, desto weniger kann es diesbezüglich Probleme geben.

Im Nachhinein hab ich auch erfahren, dass mein Vater für mich Sparverträge und ähnliches abgeschlossen hat. Fakt war aber, dass mir nie gesagt wurde, dass ich irgendwann mal etwas erhalten würde. Wenn ich etwas wollte, musste ich selbst schauen, wie ich es finanziert bekomme. Wenn es eine sinnvolle Anschaffung war, wie damals Führerschein und Auto, dann gab es elterlichen Zuschuss.

Meines Erachtens ist es wichtig dass die Kinder lernen, dass sie nix geschenkt bekommen.

Kommentar von althaus ,

Doppelt!

Kommentar von althaus ,

Das ist ganz meiner Meinung. D.H.

Kommentar von suedlaender ,

Du hast Recht. Werde es erst erzählen, wenn der Schuh drückt! Sozusagen als Überraschung. Danke.

Kommentar von stella185 ,

Ich habe auch die gleiche Thema, aber für meinen Enkelsohn. Mein Gedanke ist, mit 18 Jahren bekommt er seinen Sparbuch von mir, aber ich habe mir auch gedacht, wenn er mit 18 noch nicht so reif ist, dann erst mit 19 oder dann spätenst mit 20. D.h. ich sage ihm vorher nicht. Mein Sohn weiss aber Bescheid, das ich für seinen Sohn spare.

Kommentar von schwan77 ,

ja, da schließe ich mich an.

Mit einer Ergänzung: Wenn Ihr Kind/Enkel später studiert und Bafög erhalten will, und das Geld auf seinen Namen angelegt ist, kann es ein Problem geben, denn dann würde das Geld ggf. auf das Bafög angerechnet! Wenn Ihr Kind/Enkel nichts von der Anlage weis, das Amt aber recherchiert und fündig wird, kann das sehr unangenehm werden.

Hier ist es besser, das Geld auf eignen Namen anzulegen und später eine Schenkung zu machen.

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