Frage von MarcBa119, 438

Wenn ich mit Schwarzgeld Grundstück für ca. 50.000 € kaufe, danach einen Bungalow wieder mit Schwarzgeld für ca 100.000 € bauen lasse, fragt das Finanzamt nach?

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 437

Wer sich mit Schwarzgeld belastet, hat ein Problem.

Natürlich fragt das Finanzamt wie ein Haus finanziert ist. Aber das Problem fängt schon früher an, wenn nämlich der Notar fragt, wie die Zahlung erfolgen soll, das wird nämlich im Grundstückskaufvertrag vermerkt.

Auch bei Bauunternehmen werden größere Summen selten in Bar gezahlt.

Wenn Du Dein Schwarzgeldproblem lösen möchtest, solltest Du Dir was besseres einfallen lassen.

Antwort
von Privatier59, 402

In früheren Zeiten gehörte es zum guten Ton, Schwarzgeld bei Grundstücksgeschäften unter zu bringen. Niemand wäre aber so dumm gewesen, den Kaufpreis komplett schwarz zu bezahlen. Mehr als 10% galt als Risiko und die dann auch nur in bar.

Bei den Baukosten wurde es heikel. Meist hat man Hypotheken aufgenommen und die schwarze Penunze für Sondertilgung verwendet.

Das alles ist Historie. Welcher Verkäufer wäre heute so ungeschickt, sich Schwarzgeld aufhalsen zu lassen. Und den Trick mit der Sondertilgung kennt das Finanzamt schon. Was Du willst, nämlich komplette Zahlung mit unversteuertem Geld, ist russisch Roulette mit 6 Patronen in der Trommel. Das fliegt unweigerlich auf und dann wird es unglaublich teuer.

Kommentar von MarcBa119 ,

Mhm das dachte ich mir schon, dass es so einfach nicht ist. Was wäre, wenn man sich eine Wohnung MIETEN würde die ca. 700€ monatlich kostet. Man selber arbeitet aber garnicht. Fragen die nicht irgendwann nach "Ey Keule woher hast n die Kohl dafür". Die Ausstattung usw. würde man dann natürlich in Bar kaufen. Da gäbe es denn keine Beweise.

Kommentar von Privatier59 ,

"Keule"? Verdienst bar in Bar?

Antwort
von Primus, 351

Ich finde es  schon sehr dreist von Dir, sich in einem Forum wie diesem danach zu erkundigen, wie man Schwarzgeld am Finanzamt vorbeischmuggeln kann.

Kommentar von MarcBa119 ,

Gebe ich dir volkommen recht. Es ist dreist. Aber diese ganze Steuergeschichte hier bei uns in Deutschland ist doch einfach ein riesengroßer Witz. Pure Ausbeute. Wer was anderes sagt hat sich wohl mit dem Thema noch nicht wirklich auseinander gesetzt.

Kommentar von wfwbinder ,

Noch zwei anmerkungen zu dem Thema:

1. Es gibt Leute, die bezeichnen Steuerhinterziehung als Selbverteidigung.

2. Wer der Ansicht unter 1. ist, muss unbedingt das 11. Gebot beachten: "Du sollst Dich nicht erwischen lassen."

Antwort
von EnnoWarMal, 298

Das Finanzamt fragt nicht hinsichtlich des Kaufs und des Baus. Wohl aber nach der Herkunft des Geldes.

Antwort
von BooboohnePo, 344

Die sicherste Schiene ist, eine ordentliche Steuererklärung zu machen und "Nebenverdienste" anzugeben. Wir müssen das schließlich auch alle tun.

Kommentar von MarcBa119 ,

Klar müsste man das eigentlich tun. Aber wie ich schon unten schrieb finde ich das die ganze Steuergeschichte hier in Deutschland eine einzige Ausbeute ist.

Kommentar von BooboohnePo ,

Das kann man finden wie man will. Aber wie die Zustände in Ländern sind, wo es kein funktionierendes Steuersystem gibt, relativieren den Fakt, dass man sich "ausgebeutet" fühlt, nur weil die eigene Gier das Gerechtigkeitsempfinden bestimmt.

Kommentar von MarcBa119 ,

Soll das ein Witz sein? Du findest es in Ordnung so viele Steuern zahlen zu müssen? Auf jeden kleinen Scheiß muss man Stuern zahlen das kotzt mich an. Wäre es ein einmaliger Abzug monatlich vom Einkommen wäre es noch zu verschmerzen aber so wie es momentan ist ist es Ausbeute. Ganz klar.

Kommentar von EnnoWarMal ,

"Du findest es in Ordnung so viele Steuern zahlen zu müssen?"

Also ich schon. Ehrlich gesagt würde ich gern noch mehr Steuern zahlen, am besten für den Anfang dreimal so viel.

Aber wenn du keine Steuern zahlen möchtest, dann gibt es doch nur zwei funktionierende Alternativen:

  1. Nichts oder nur sehr wenig verdienen.
  2. Auswandern in eine Gegend, wo keine Steuern genommen werden. Antarktis beispielsweise.

Man darf nicht vergessen, dass Steuereinnahmen nicht dazu dienen (sollten), dem König die Schatzkammer zu füllen.

Kommentar von NasiGoreng ,

Griechenland wäre da immer noch eine gute Alternative zu Deutschland. Oder Syrien, da sind die Finanzämter weitgehend zerstört.

Antwort
von Fabianbarth, 303

Natürlich. Das Finanzamt fragt nach, woher du das Geld hast.

Antwort
von Angelsiep, 296

Ja, sind wir denn in Griechenland ?

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