Frage von pippa, 70

Mit Ende 30 noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Ist das sinnvoll?

Ist es sinnvoll mit Ende 30 noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen oder ist der Zeitpunkt dann schon zu spät?

Antwort
von Primus, 70

Du solltest nicht mehr lange überlegen, denn Du musst im Versicherungsantrag sogenannte Gesundheitsfragen beantworten.

Je weniger Vorerkrankungen anzugeben sind, ( die kommen ganz einfach mit dem Alter :-) um so besser.

Sonst kann es sein, dass Du entweder einen Risikozuschlag zahlen musst, Teilrisiken vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden oder Dir sogar überhaupt kein Versicherungsschutz angeboten wird.

Tipp: Lass Sie sich nicht von Anfängern zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung beraten - sondern vom neutralen Versicherungsmakler

Antwort
von Claudie, 70

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen ist schon sinnvoll, grade wenn man Familie zu versorgen hat und auf die Einnahmen aus der Arbeit angewiesen ist. Kannst es auch so sehen, bisher ist es gut gelaufen (nehme ich an) und Du hast noch die Gesundheit Deinen Beruf auszuüben, hast Dir die Beiträge bisher gespart, es ist sicher ein gutes Gefühl, wenn man seine Arbeitskraft abgesichert hat.

Antwort
von Niklaus, 52

Mit Ende 30 bist du höchsten 39 Jahre alt. D.h. du musst noch 28 Jahre arbeiten. Ergo ist es sinnvoll seine Arbeitskraft mit einer BU-Versicherung abzusichern.

Beim Abschluss einer BU gibt es leider viele Fallstricke zu beachten. Wichtige Kriterien für die BU sind die Prozessquote der Anerkennung sowie Ausschluss der abstrakten und ggf. der konkreten Verweisung und noch vieles mehr. Ein Laie findet hier nicht durch und geht hier die Gefahr ein große Fehler zu machen oder bei der falsche Versicherung abzuschließen. Deshalb BU- Versicherung nie ohne Versicherungsmakler. Es geht um sehr viel Geld. Was nutzt ein günstiger Beitrag, wenn es an bestimmten Leistungen der Versicherung fehlt. Dann ist Geiz nicht mehr g.e.i.l sondern dumm.

Kommentar von GAFIB ,

Ja, auch End-Dreißiger benötigen noch eine BUV, es sei denn, sie sind auch ohne Berufstätigkeit ausreichend abgesichert, z.B. durch Vermögen.

vgl. auch hier: http://www.franke-bornberg.de/wissen/fuer-verbraucher/verbraucher-tipps/bu/

Antwort
von althaus, 47

Wenn Du bereits mit Deinen Ersparnissen die nächsten 20 Jahre, im Falle einer Berufsunfähigkeit, Deine Ausgaben decken kannst, dann brauchst Du keine BU mehr.

Kommentar von Candlejack ,

Dann stellt sich nur noch die kaufmännische Frage, ob ich dafür auch all meine Ersparnisse (20 x 12 x 1.500 = 360.000 ?) opfern möchte oder lieber einen Bruchteil. Ich z.B. habe die Hausrat, weil mir 40 EUR p.a. lieber sind, als meine kompletten Ersparnisse aufzulösen, wenn die Bude abbrennt.

Antwort
von habub, 43

Mach auf jeden Fall Sinn, zumindest für manche Risikojobs.

Kommentar von Candlejack ,

macht auch Sinn für Bürohengste, sehen aber die wenigsten ein ;-)

Antwort
von SimonuCarolaR, 40

Stell dir einfach vor, du könntest ab nächster Woche nicht mehr arbeiten.

Könntest du von deinem aktuellen Vermögen bis an dein voraussichtliches Lebensende bei durchschnittlicher Lebenserwartung ohne Probleme leben?

Die meisten Leute beantworten diese Frage mit Nein.

Wenn das bei dir auch so ist, dann hast du dir die Frage quasi selbst beantwortet.

Ja, es gibt zwar noch eine staatliche Hilfe, wenn du arbeitsunfäig bist.

Das ist allerdings zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.

Antwort
von nicolasstelter, 40

Das ist sinnvoll, wenn die Beiträge bezahlbar sind. Eine BU ist im Alter umso wichtiger.

Ungünstig sind z. B. Vorerkrankungen und bestimmte Berufe.

Andernfalls gibt es auch andere Versicherungen, um das Einkommen absichern (z.B. Unfallversicherung, Dread Disease).

Gruß
Nicolas Stelter
XXX

Kommentar von Niklaus ,

UV ist nur bedingt geeignet. Denn die zahlt nur bei Unfällen.

Kommentar von Underfrange ,

Es gibt aber auch Produkte die nicht nur Unfall sondern z.B. auch Pflegebedürftigkeit oder Verlust von Grundfähigkeiten versichern. Die sind dann zar kein Ersatz für eine BU, stellen aber die bestmögliche Annäherung dar wenn eine BU aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund eines zu hohen Beitrages zur BU nicht möglich ist. Natürlich muss eine solche Absicherung genau abgegrenzt werden und darf nicht als BU-Ersatz verkauft werden...das ist sie nämlich nicht. Grundsätzlich aber ein absolutes "JA" an den Fragesteller. Eine BU macht gerade in diesem Alter Sinn. Die meisten BU-Fälle entstehen in der zweiten Lebenshälfe. Deshalb sind auch Verträge mit Absicherung über das 60 Lj. hinaus relativ teuer. Trotzdem sollte jeder der eine BU abschließt die Versicherungsdauer so lange wie möglich wählen. Mehr Informationen sollte sich der Fragesteller bitte bei einem Kollegen Versicherungsmakler holen oder bei einem Versicherungsberater. Beide vergleichen die Angebote des Marktes und sind nicht wie Vertreter oder Angestellte auf einen Arbeitgeber angewiesen. Schau mal im Internet unter "Versicherungsmakler in deinem Ort"... Viel Erfolg

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