Frage von endpunkt, 47

Mit 18 Jahren ausziehen - klappt das so wie ich mir das vorstelle?

Ich werde nächstes Jahr 18 und möchte ausziehen, weil es Zuhause seit Jahren nicht gut läuft.

Dennoch schwirren mir ein paar Fragen im Kopf herum:

  • Hat von euch schon jmd Erfahrung gemacht, mit 18 auszuziehen?
  • Worauf muss ich achten?
  • Haut das vom Geld aus hin, wenn ich Brutto als Personaldienstleistungskauffrau 750 € verdiene?
  • Kann ich beim Amt einen Zuschuss beantragen? Wenn ja, welche Forderungen muss ich erfüllen?
Antwort
von ellaluise, 31

Während einer (Erst-)Ausbildung sind in finanzieller Sicht vor allen Dingen die Eltern zuständig.

Was dir u.U. zustehen könnte: Deine Azubi-Vergütung, Unterhalt von mind. der Höhe des Kindergeldes und dann evtl. noch BAB, wobei dort dein Einkommen und das der Eltern geprüft wird.

Deine 750€ Brutto werden ca. 600€ netto sein, plus Kindergeld = 790€.

Sehr viel mehr wird dir als Unterhalt nicht zustehen.


Zur ersten eigenen Wohnung: Google mal "Erste Wohnung" etc., dort wird auch verschiedene Seiten mit Tipps verwiesen.

Ausziehen mit 18 funktioniert, mit Unterstützung der Eltern, viel besser.

Das "Leben" ist teurer als man denkt. Wichtig für dich, habe Ersparnisse.

Wer eine Wohnung anmieten will, hat normalerweise 3 Monatskaltmieten als Kaution zu hinterlegen, eine Wohnung muß eingerichtet werden, aber man kann auch mit ganz wenig auskommen.

Miete + Nebenkosten +Strom/Heizung/Wasser + Versicherung(en) + Telefon/Internet + Rundfunkgebühr + dein Lebensunterhalt (Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente, Schulsachen, Kleidung, Frisör, Fahrkarten).

Auf ein Auto müsstest du verzichten, das wäre nicht zu finanzieren.

WG wäre wahrscheinlich günstiger als Wohnung alleine.

Antwort
von Gaenseliesel, 25

Hallo,

bei knapp 600,- € mtl. Netto( Minijob ?) sieht's reichlich eng aus mit eigener Wohnung !  

Funktionieren würde dein Plan eher mit einem Mindestlohn Vollzeitjob der dann, falls es zum Leben nicht ausreicht, mit Wohngeld oder ergänzende Hartz4 Leistungen kompensiert werden kann.

Da du aber zu den U 25 igern gehörst, wirst du diesbezüglich durch das Jobcenter kaum Unterstützung erwarten können. Ab einem Alter von 25 J. gibt es dann schon weniger Probleme.

Möglich ist ein Auszug zwar in Ausnahmefällen, die Meßlatte um Sozialleistungen zu bekommen ist aber recht hoch gelegt. z.B. ein zusammenleben im Elternhaus wird als unzumutbar nachgewiesen !!!

google mal nach

 * U 25 / Hartz4/ auszug * 

 ......du wirst sehen, du bist mit deinem Wunsch und subjektiven Problemen im Elternhaus nicht allein. Die meisten Probleme sind altersspezifisch. 

Antwort
von battlecat, 6

Erst mal würde ich ausrechnen wie viel Geld du zum Überleben brauchst, aber ich denke, dass du mit einem Zimmer in einer WG über die Runden kommen dürftest.

Vor dem Auszug Rücklagen für den Umzug zu bilden halte ich ebenfalls für eine gute Idee, ansonsten muss man die erste Wohnung oder das erste WG-Zimmer ja nicht gleich mit neuen Möbeln einrichten. Vieles kann man auch günstig gebraucht über Flohmarktseiten, Kleinanzeigen etc kaufen.

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