Frage von Fions, 26

Minijob plus Sofortrente = Verlust der Familienversicherung ? Was nun?

1,5 Jahre nachdem meine Tochter geboren wurde, begann ich wieder in meinem alten Job zu arbeiten. Um keine großen Abzüge zu bekommen, habe ich immer nur das Maximum des Minijobs ausgeschöpft, d.h, zuerst 400.-€ und dann 450.-€ Von meiner verstorbenen Mutter habe ich vor Jahren eine Rente "geerbt". Sie beträgt monatlich 280.-€ und wird noch bis Mitte 2017 an mich ausgezahlt. Das Geld für diese Rente wurde damals bar eingezahlt ( es war also bereits 1x versteuert). Der Vertrag wurde vor 2004 geschlossen. Meine Krankenkasse hat mich nun angeschrieben das ich rückwirkend und aktuell kein Recht auf die Familienversicherung habe. Das ganze befindet sich z.zt. in Prüfung. Was kann ich nun tun? Welche Kosten kommen da auf mich zu? Wie errechnet die Krankenkasse meinen Beitrag? Werde ich auf diese Weise von Minijobber zum Midijobber (sozialversicherungspflichtig)? Wieviel weniger muss ich verdienen, damit ich keine Abzüge durch die Krankenkasse habe? Vielen Dank im voraus für hoffentlich hilfreiche Antworten.

Antwort
von Kevin1905, 26
Welche Kosten kommen da auf mich zu?

Fiktives Einkommen von 921,67 € wird der Beitragsbemessung zugrunde gelegt.

Werde ich auf diese Weise von Minijobber zum Midijobber (sozialversicherungspflichtig)?

Nein, deine Einkünfte aus nicht-selbständiger Arbeit sind weiterhin im GV-Bereich.

Wieviel weniger muss ich verdienen, damit ich keine Abzüge durch die Krankenkasse habe?

Hochrechnen:

  • 450,- € x 12 = 5.400,- €
  • 280,- € x 12 = 3.360,- €
  • abzgl. Werbungskosten -102,- € => 3.258,- €
  • Um diese Summe müssen deine Einkünte aus dem Minijob sinken. Wären im Monat 178,50 €.
Kommentar von ellaluise ,

Darf ich bei der Gelegenheit noch eine Frage hinterher schieben?

Was wäre wenn die Fragestellerin im Midijob-Bereich arbeiten würde, also >450€, eigene Beitrage zur KV ( PV, RV, AV) zahlt? Würde diese "Rente" zu weiteren Beiträgen in der KV führen?

Kommentar von Kevin1905 ,

Nein, da in dem Fall Versicherungspflicht in der GKV eintritt und Pflichtversicherte zahlen ihre Beiträge nur auf Arbeitseinkommen.

Ausnahme: Handelt es sich bei der Rente um eine Leistung aus einer betrieblichen Altersvorsorge, wäre diese auch beitragspflichtig.

Antwort
von barmer, 23

Hallo, wenn die Krankenkasse zu dem Schluss kommt, dass die 280 EUR Einkommen sind, werden für jeden Monat ab Minijobbeginn ca. 145 EUR nachgefordert.

Ein Midijob wäre da besser gewesen. Auch für den Arbeitgeber.

Mit Steuern hat das nichts zu tun.

Gruss

Barmer

Antwort
von EnnoBecker, 18
Um keine großen Abzüge zu bekommen, habe ich immer nur das Maximum des Minijobs ausgeschöpft, d.h, zuerst 400.-€ und dann 450.-€

Ich kann dir zwar die Frage nicht beantworten, aber ich danke ddir für diesen Tip. Ich Esel hab das die ganzen Jahre falsch gemacht. Hab in meiner letzten Arbeitnehmerstelle beispielsweise 6.000 brutto pro Monat verdient und dadurch natürlich hohe Abzüge gehabt, mehr als 2.000 Euro pro Monat.

Hätte ich es doch bloß so gemacht wie du, dann hätte ich keine großen Abzüge gehabt!

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