Frage von killer101, 359

Minijob Einmalzahlung

Hallo!

Ich hätte mal eine Frage an die Lohnprofis.

Wie verhält es sich mit Einmalzahlungen bei Minijobs? Mir ist bekannt, dass dort das Zuflussprinzip gilt. Allerdings ist auch immer zu lesen, dass ein schriftlicher Verzicht vorliegen muss.

Folgendes Beispiel:

Die SV pflichtigen Mitarbeiter erhalten eine Jahressonderzahlung. Die Minijobber nicht. Es wird also nichts ausgezahlt. Arbeitsrechtlich bedenklich, die Minijobber haben damit aber kein Problem! Ist diese Verzichtserklärung jetzt trotzdem nötig (aus Sicht des SV Prüfers) oder schaut der wirklich nur danach ob diese gezahlt wurde, unabhänigig von einem Verzicht?

Im § 22 Abs. 1 SGB IV steht das für Einmalzahlungen das Zuflussprinzip gilt. Von einer Erklärung steht da nix. Das hat sich die Minijobzentrale aber in ihre Richtlinien geschrieben. Was denn nun?

Gruß und vielen Dank!

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo killer101,

Schau mal bitte hier:
Minijob gehalt

Antwort
von freelance, 359
die Minijobber haben damit aber kein Problem!

die Minijobber haben dann kein Problem damit, wenn sie durch die Einmalzahlung die jährliche Höchstgrenze iHv. 12*450 Euro überschreiten würden. In so einem Falle wäre es kein Minijob mehr.

Eine Verzichtserklärung hat bei Antritt des Jobs zu erfolgen. Sie ist zu den Unterlagen zu nehmen.

Sozialversicherungssicht? Bei Einmalzahlungen ist die Sicht eine andere. Hier gilt das Zuflussprinzip.

Weitere Infos hier:

http://www.haufe.de/personal/entgelt/minijob-wirkung-nicht-ausgezahlter-einmalza...

Kommentar von killer101 ,

Hallo! Danke für die Antwort.

Soweit ist mir das schon klar ...

Der konkrete Fall ...

Eine Verzichtserklärung wurde nicht erstellt. Die Jahressonderzahlung wird nicht gezahlt. Was sagt der SV-Prüfer?

Genau da ist ja der Konflikt. Was ist wenn es die Verzichtserklärung nicht gibt? Es geht nur um die Sicht der SV! Im Gesetz steht nix von einer Verzichtserklärung, in den Richtlinien schon. Und dann gibt es ja noch die Realität!

Kommentar von freelance ,

jetzt kommen wir in Spitzfindigkeiten, die sich auf den juristischen Bereich ausdehen könnten. Ein Prüfer sieht sich die Lohnabrechnungen an und prüft stichpunktartig Vertragliches. Und nun könnte man mit den Sozialversicherungen ins Gericht gehen und nach der Praxis fragen.

Ich kann nur eine subjektive Meinung abgeben. Für mich sind die Jahresabrechnungen entscheidend.

Willst du eine belastbare Aussage aus der Praxis, müsstest du einen Prüfer fragen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community