Frage von Possalski, 242

Mietkaution - Steuererklärung

Hallo,

muss ein Untervermieter in der eigenen Steuererklärung das Geld aus einer Mietkaution angeben? Dieses gehört ihm ja eh nicht und darf nicht auf dem Konto, auf dem das Vermögen des Vermieters liegt, sein...

(Nebenfrage: Muss ein Mietskautionskonto immer eröffnet werden oder kann das Geld auch bar gegeben & gelagert werden?)

DANKE

Antwort
von Kevin1905, 234
muss ein Untervermieter in der eigenen Steuererklärung das Geld aus einer Mietkaution angeben?

Nein.

(Nebenfrage: Muss ein Mietskautionskonto immer eröffnet werden oder kann das Geld auch bar gegeben & gelagert werden?)

Der Mieter kann die Zahlung der Kaution von der Nennung eines involvenzgeschützten Kautionskontos abhängig machen. Nennst du keins, hast du auch keinen Anspruch auf die Kaution. BGH Rechtsprechung übrigens.

Antwort
von wfwbinder, 187
  1. Es könnte natürlich in Bar gegeben und gelagert werden, wenn sich die Parteien einig sind. Ist aber nicht zu empfehlen.

  2. Die Kaution ist ja weiterhin Eigentum des Mieters udn nur bedingt abgetreten, nämlich für den Fall, dass beim Auszug Kosten nachbleiben. Daher stehen die Zinsen dem Mieter zu, der die ggf. auch zu versteuern hat.

  3. In die Steuererklärung gehören die Nur, wenn man die Günstigerprüfung möchte, oder zuviele Freistellungsaufträge erteilt wurden.

Kommentar von blackleather ,
könnte natürlich in Bar ... gelagert werden

Könnte natürlich Probleme geben:

§ 551 Abs. 3 Sätze 1 und 2 BGB: "Der Vermieter hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Die Vertragsparteien können eine andere Anlageform vereinbaren."

Selbst wenn die Parteien sich über die Barzahlung einig sind - von "Anlage" könnte wohl kaum noch die Rede sein, wenn das Geld bar gelagert wird. Allenfalls wenn es dennoch verzinst wird - aber welcher Vermieter wäre so blöd, für Geld Zinsen zahlen zu müssen, das er bar zu Hause rumliegen hat?

Kommentar von wfwbinder ,

Vollkommen richtig. Aber ich habe in mehr als 40 Jahren Berufstätigkeit soviel Schwachsinn gesehen, das dies noch nicht das Schlimmste wäre.

Auch wäre es für mich aus Sicht des Mieters absolut "gaga."

Kommentar von blackleather ,
Aber ich habe in mehr als 40 Jahren Berufstätigkeit soviel Schwachsinn gesehen, das dies noch nicht das Schlimmste wäre.

Deswegen will ich nach 39 Jahren aufhören. :)

Kommentar von wfwbinder ,

Gute Idee, habe ich verpaßt. ;-)

Antwort
von billy, 132

Gehört nicht in die Steuererklärung des Vermieters, ist ja nicht sein Geld sondern des Mieters. Kautionen sind vom Vermieter n. M. verzinslich auf einem Kautionskonto anzulegen.

Antwort
von Privatier59, 111

bar gegeben & gelagert werden?

Wie der Vermieter die Kaution kassiert, steht ihm frei.

Mietrechtlich verpflichtet ist er aber, es auf ein Treuhandkonto einzuzahlen. Wie das bei einer Aufbewahrung in bar geschehen soll, erschließt sich mir nicht. Allerdings ist das kein steuerliches Problem.

Wer als Vermieter die Kaution auf ein Treuhandkonto zu Gunsten des Mieters anlegt, hat mit den Zinseinkünften daraus ohnehin nichts zu tun. Die stehen dem Mieter zu. In den heutigen Zeiten wird der ohnehin nicht mehr gefragt, ob er darauf Steuern zahlen will.

Antwort
von vulkanismus, 89

Besitz von Geld ist keine Einkunftsart, hat also in der Einkommensteuer-Erklärung nichts zu suchen.

Kommentar von EnnoBecker ,
Besitz von Geld

...ist nicht mal Eigentum an Geld.

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