Frage von diegaeck, 6

Mieterhöung zulässig

Ergänzung zu meiner Frage "Wie hoch darf die Mieterhöung sein" ?? Zur Zeit zahlt der Mieter 512 Euro Kaltmiete pro Monat (4,92 Euro pro qm) und dies schon 14 Jahre.ohne Erhöung. Ich habe drei Vergleichsmieten erörtert, wobei die geringste 6,45 Euro pro qm beträgt. Dies ist mit Sicherheit für unsere Stadt eine sehr geringe Miete, denn normal sind schon 8 Euro pro qm. Nun habe ich eine Mieterhöung auf 6,45 Euro verlangt. ist dies rechtens oder kann der Mieter dir Erhöung verweigern

Antwort
von wfwbinder, 5

Maßgeblich ist § 558 BGB.

Danach kann an die ortsübliche Vergleichsmiete angepa0ßt werden, wenn seit 15 Monaten nciht angepaßt wurde. ist hier eindeutig der Fall.

Ausserdem gibt es die Kappungsgrenze von 20 % in 3 Jahren. drei Jahre sind auch rum. also 4,92 Euro + 20 % = 0,984 Euro. Somit kann bis auf 5,90 euro pro qm erhöht werden.

In drei Jahren geht es dann weiter.

Kommentar von Kevin1905 ,

Sollte nicht eben dies auf 10 bzw. 15% gekappt werden oder hab ich da etwas falsch mitbekommen in der Berichterstattung zu den Koalitionsverhandlungen?

Frage rein interessehalber.

Kommentar von anitari ,

Kappungsgrenze 15 % ist nur regional seit dem 1.5.13 geregelt.

Zum Beispiel einige Landkreise in Bayern und in Berlin.

Kommentar von Juergen010 ,

Demnach wäre also eine Mieterhöhung von 512 €/Monat auf 613,60 €/Monat durchsetzbar?

Kommentar von wfwbinder ,

614,40 ist genauer

Antwort
von Privatier59, 5

Nun habe ich eine Mieterhöung auf 6,45 Euro verlangt

Ein simpler Taschenrechner hätte Dich belehrt, dass ein Erhöhung im zulässigen Rahmen nur eine neue Kaltmiete von 5,90 Euro erlaubt.

Wenn der Mieter das Gesetz kennt -und da wird der Mieterverein schon für sorgen- dann stimmt er nur im zulässigen Umfange zu und dann bist Du am Zuge und mußt auf Zustimmung klagen. Es wäre schlichtweg Wahnsinn, auf Zustimmung zu 6,45 zu klagen. Die Kappungsgrenze besteht nun einmal und führt dazu, dass Du in jedem Fall den Prozeß teilweise verlierst.

Es ist im übrigen durchaus möglich, dass Dein Mieter noch nicht einmal 5,90 Euro als angemessen ansieht, sondern nur eine geringere Miete. Dann kannst Du eine Erfahrung machen die schon viele Vermieter vor Dir gemacht haben: Deine Vergleichswohnungen spielen auf einmal keine Rolle mehr. Das Gericht wird vielmehr in der Regel einen Sachverständigen beauftragen und sich bei der Urteilsfindung an dessen Gutachten orientieren. Ich habe schon etliche solche Verfahren erlebt und kann Dir versprechen, dass die tollsten Überraschungen auf Dich zukommen können. Es kann durchaus sein, dass ein Sachverständiger Deine Wohnung so nachteilig bewertet, dass von Deiner Mieterhöhung nichts mehr übrig bleibt. Und dann hast Du doppelt verloren: Zum einen diesen Prozeß mit all seinen Kosten und in Zukunft wird Dir jeder Mieter dieses Hauses bei anstehenden Mieterhöhungen das Gutachten unter die Nase halten.

Antwort
von LittleArrow, 3

Lies Dir bitte die Antworten zu Deiner Frage nochmal durch: http://www.finanzfrage.net/frage/wie-hoch-darf-mieterhoeung-sein , um "rechtens" zu beurteilen.

Der Mieter muss übrigens gar nicht reagieren auf Deine Forderung. Du müßtest dann Deine Forderung gerichtlich durchsetzen. Kannst dabei dann noch was lernen;-)

Kommentar von blnsteglitz ,

Kannst dabei dann noch was lernen

z.B: wie Mieterhöhung geschrieben wird.....

Antwort
von billy, 3

Ist rechtens

Kommentar von blnsteglitz ,

Rechne doch mal nach......

Kommentar von Snooopy155 ,

Dieser Rat könnte dem Vermieter teuer zu stehen kommen, denn vor Gericht verliert der Vermieter seine Klage, da die Mieterhöhung höher ist als 20%. Ausserdem wird es dazu führen, dass er bis zur Urteilsverkündung keine rechtskräftige Mieterhöhung ausgesprochen hat und somit erst ab diesem Zeitpunkt dies tun kann. Damit sind viele Monate zur bis zur Wirksamkeit vergangen in der er nur die bisherige Miete bekommt. Ganz zu schweigen von den Klagekosten.

Von Modernisierung, die eine zusätzliche Mieterhöhung auslösen kann war hier nicht die Rede.

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