Frage von mariakoch,

Mieterhöhung nur bei einem Mieter, nicht aber bei den anderen - zulässig?

Ich kenne eine Dame, gegen die machen gerade Anwälte für den Vermieter eine Mieterhöhung geltend, gegen andere Mitwewohner des Hauses jedoch nicht. Die Dame weiß auch, dass die anderen Mieter mindestens ebenso lang eine Mieterhöhung nicht mehr erhalten haben wie sie. Ist das Mieterhöhungsverlangen des Mieters gerechtfertigt?

Antwort von TopJob,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn eine Mieterhöhung der Sache wegen legal ist (also z. B. Mietsteigerung aufgrund des Mietspiegels, bzw. Vergleichsmiete) darf sie auch durchgeführt werden. Es ist nirgendwo festgehalten, dass dieses dann für alle Mieteinheiten in einem Objekt durchgefürt werden muss. Schießlich muss deine Wohnung ja auch nicht genauso teuer sein, wie eine andere in dem Objekt. Daher wirst du keine Chance haben, auf diesen Weg einer Mieterhöhung aus dem Weg gehen.

Antwort von Honey,

Die Miete ist ein frei verhandelter und vertraglich abgemachter Preis. Ihn zu ändern bedarf es daher rein rechtstechnisch eines eigenen Änderungsvertrages. Während eines laufenden Mietverhältnisses können die Parteien eine Erhöhung der Miete natürlich freiwillig vereinbaren, aber da die durchschnittliche Miete gewöhnlich steigt, wird kaum ein Mieter das freiwillig machen. Der Vermieter hat deswegen ein Recht, die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete zu verlangen, wenn die Miete zu dem Zeitpunkt an dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Innerhalb von 3 Jahren darf sich die Miete nicht um mehr als 20 % erhöhen.

http://www.bmgev.de/mietrecht/tipps/mieterhoehung/index.html

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