Frage von hippokrates,

Merkwürdiges Arbeitszeugnis

Meine Freundin hat ihren Job gekündigt und jetzt ihr Zeugnis erhalten. Das ist auch soweit o. k., nur steht darin, dass ihr (ehemaliger) Arbeitgeber jederzeit bereit ist, zukünftigen Arbeitgebern Auskunft über meine Freundin zu erteilen. Wie ist das denn zu verstehen? Sind solche Bemerkungen in einem Zeugnis überhaupt zulässig?

Hilfreichste Antwort von albwolf,
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sie soll zu der für sie zuständigen gewerkschaft oder (kostet allerdings was!) zu einem anwalt für arbeitsrecht gehen. die sind immer auf dem neuesten stand. ich kenne mich mit zeugnisen auch gut aus, aber die formulierung ist mir neu.

Antwort von althaus,
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Ich wäre gegen diese Bemerkung und würde verlangen diese wieder rauszunehmen. Das höre ich zum ersten Male!

Antwort von Matrix,
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hier kannst du dazu etwas genaueres erfahren:

  1. Die Furcht vor Geheimcodes Bei jedem Stellenwechsel kommt dem Arbeitszeugnis eine zentrale Bedeutung zu. Hierbei ist für viele Arbeitnehmer die Auseinandersetzung mit dem eigenen Zeugnis ein sehr unangenehmes Thema, fühlt man sich doch dem Wohlwollen des Arbeitgebers ausgeliefert. Und da wohl kaum ein beendetes Beschäftigungsverhältnis gänzlich frei von Konflikten war, fürchtet auch so mancher, dass sich versteckte negative Aussagen zwischen den Zeilen befinden könnten, sogenannte „Geheimcodes“. Doch diese sind nach §109 Absatz 2 GewO (Gewerbeordnung) unzulässig, hier heißt es:

weiter unter:http://www.arbeitszeugnis.de/einfuehrung2.php

Antwort von thomas54,
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Das hat in einem Arbeitszeugnis nichts zu suchen. Der ehemalige Arbeitgeber unterliegt gleichsam dem Datenschutz und darf erst nicht einem neuen Arbeitgeber Auskunft geben. Eine Unerhörtheit. Schalte sofort deinen Rechtsanwalt ein; du kannst sofort auf Korrektur bzw. Streichung dieser Passage vor dem Arbeitsgericht klagen!

Antwort von Hasehuepf02,
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Ich denke auch das das nur eine freundliche Floskel ist. Es gibt verschiedene Seiten auf denen erklärt wird was so zwischen den Zeilen steht bei bestimmten Ausdrücken. Dort habe ich aber diesen Vermerk nicht gefunden

Antwort von heli50,
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Es gibt auch noch eine andere Richtung, als die, die demosthenes angibt. Vielleicht hat es irgendwelche Spannungen oder Mißverständnisse zwischen dem AG und Deiner Freundin gegeben, die der AG nicht in das Zeugnis schreiben darf. Daher der Zusatz der persönlichen Auskunft.

Antwort von demosthenes,
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Das ist zwar nicht Standard, aber vermutlich eher freundlich gemeint.

Der AG will sich hier nicht hinter einem formalen Zeugnis verstecken, sondern ist gern bereit, noch etwas dazu zu sagen.

Antwort von hildefeuer,

Eine Auskunft ist doch gar nicht zulässig. Wenn das Zeugnis so angenommen wird, kann man das als Zustimmung auslegen der AG dürfe so verfahren und der AG ist fein raus. Unbedingt reklamieren. Falls es um einen positiven Aspekt geht, Schriftform und Kopie vereinbaren.

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