Frage von BertasM, 1.107

Meine Sparkasse erhöht wieder Kontoführungsgebühren, zahle nun 6 € mtl, würdet Ihr Bank wechseln?

Hallo, meine Sparkasse erhöht in Abständen immer wieder die Kontoführungsgebühren, ich berappe nun 6 Euro im Monat, obwohl ich nur EC-Karte habe, die Kontoauszüge selber am Automaten hole und nicht eine Überweisung abgebe, wenn ich was überweise dann mach ich das am Automaten (sonst wäre es noch teurer), auf der anderen Seite, schätze ich daß ich eine Filiale am Ort habe und daß, falls ich Bedarf hätte, ein Berater zur Verfügung steht und nach 35 Jahren wäre es auch ungewohnt die Bank zu wechseln. Was würdet Ihr mir raten? Habt Ihr schon mal wegen den Gebühren einen Bankwechsel gemacht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von obelix, 1.107

wenn du eine Filialbank bevorzugst, dann gibt es auch hier kostenlose Alternativen. Viele Genossenschaftsbanken bieten Privatkunden ein Stufenmodell bei den Kosten an. Wer online seine Überweisungen tätigt, der kommt meist kostenlos davon. Einschränkung: die Zahl der Überweisungen pro Monat. In deinem Falle müsste es kostenlos gehen.

Die 35 Jahre mögen ein subjektives Argument sein, aber nachdem ich viele Banken als Kunde kenne, wäre die Sparkasse keine Option. Die sind einfach zu teuer. Und deren Leistung gibt keinen Grund dafür.

Was kann mir eine Sparkasse bieten, was andere Banken nicht haben? Rein gar nichts. Wenn ich an das Thema Vermögensaufbau denke, dann ist die Spargasse gar keine Option. Sie verkauft schwache Produkte, die teuer sind und wenig Rendite versprechen. Und wollte ich ein Depot, dann brauche ich nen Goldesel, wenn ich bei der Sparkasse eines eröffnete.

Ich hätte schon längst gewechselt.

Antwort
von gandalf94305, 893

Wenn ich mein Konto bei der Sparkasse hätte, dann wäre das schon ein permanenter Grund, die Bank zu wechseln. Jetzt noch eine Erhöhung der Kontoführungsgebühren sollte Dich dringend zu einer Überprüfung der Leistung der Sparkasse veranlassen, denn was bekommst Du denn für 72 EUR im Jahr, was es bei einer Direktbank mit kostenlosen Giroonten nicht gibt? Was, was es bei einer Sparda-Bank mit zahlreichen Filialen und ebenso kostenfreien Girokonten nicht gibt?

Abgesehen davon, daß ich von den Sparkassenverkäufern (nein, "Berater" nenne ich die nicht) inhaltlich nichts halte, sind auch generell die Konditionen für Darlehen und viele andere Leistungen dort höher als bei VR- und anderen Banken. Sprich: Gebühren sind höher und Darlehenszinsen sind höher. Du dürftest also im Fall der Fälle eher von einer ganz anderen Bank eine Beratung benötigen. Frage Dich aber ernsthaft, wofür Du das in den letzten 35 Jahren wirklich gebraucht hast.

Und sollte der Fall wirklich eintreten, daß Du zur Sparkasse mußt, dann wird diese Dich doch mit offenen Armen wieder aufnehmen und als Wiederkunde begrüßen.

Also: wechseln, ein Signal setzen. Es geht um Deine Finanzen.

Antwort
von orsane, 758

Ich würde die Bank wechseln. Für was genau bezahlst du denn?Dafür, dass du ihnen dein Geld zur Verfügung stellst, um es zu investieren?Geht gar nicht, ich würde wechseln!

Antwort
von Mikkey, 798

Auch bei der Sparkasse (jedenfalls bei meiner) gibt es Kontovarianten, bei denen geringere Gebühren anfallen.

Überweisungen, kann ich nur kostenlos durchführen, wenn ich die online eingebe, am Automaten kostet es etwas.

Deshalb einfach mal nachfragen, ein Nicht-Online.Konto kostet bei meiner SK auch mehr als die jetzigen 2,30/Monat.

Bei einem Wechsel solltest Du berücksichtigen, dass auch die Wege zu weiter entfernten Geldautomaten nicht umsonst sind.

Antwort
von Gaenseliesel, 635

Hallo, ich zahle mtl. 1,-Euro Kontoführung bei meiner Sparkasse und kann damit leben. Mir ist es wichtig einen Ansprechpartner dort zu haben.

Sprich mit deinem/r Kundenberater/in. Mir kommt der Verdacht, die Mitarbeiter dort sind angehalten, ihren Kunden ungefragt diesbezüglich keine Tipps zu geben !

Verständlich ! Kein Mensch sägt an einem Ast auf dem er sitzt, oder ? K.

Kommentar von Privatier59 ,

Kein Mensch sägt an einem Ast auf dem er sitzt

Waldarbeiter ausgenommen!

Antwort
von Rat2010, 653

Wenn man glaubt, eine Bank vor Ort zu brauchen (weil man öfter Geld einzahlt oder Schecks einreicht) und eine Bank mit kostenlosem Konto (wie Sparda, Commerzbank, HVB/Unicredit und andere) zu weit weg ist, bleibt dir nur, entweder mehr zu zahlen oder auf eine andere Bank vor Ort zu wechseln.

In der Stadt oder wenn man online unterwegs ist, zahlt man nichts. Ich zähle zu den Leuten.

Kommentar von Mikkey ,

Wenn man glaubt, eine Bank vor Ort zu brauchen...

Mich würde ja interessieren, welchen Weg Du siehst, solche Dinge anders zu regeln

Kommentar von Rat2010 ,

Schecks kann man mit der Post versenden oder je nachdem jemand anders zum einreichen geben, wenn man so jemanden hat. Geld kann man auch irgendwo auf sein Konto einzahlen.

Für Kaufleute, die jeden Tag Schecks einreichen und Geld einzahlen ist das wenig praktikabel. Wenn es wie bei mir alle paar Jahre vorkommt aber sicher billiger als wenn man Kontoführungsgebühren zahlt.

Kommentar von Mikkey ,

je nachdem jemand anders zum einreichen geben

Käme mir jemand mit so einem Anliegen (wenn er mich vorher für "dumm" erklärt hat, weil ich für mein Konto zahle), würde ich ihn zum Teufel schicken

Geld kann man auch irgendwo auf sein Konto einzahlen

Also hättest Du dafür auch keine Lösung...

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Antwort
von Privatier59, 556

Habt Ihr schon mal wegen den Gebühren einen Bankwechsel gemacht?

Ja und nein zugleich: Ich habe auch ein Girokonto bei der Sparkasse und zahle dafür auch Gebühren, sogar Postengebühren. Allerdings aufgeben will ich das Konto nicht, denn nicht nur Beratung braucht man ja von Zeit zu Zeit, sondern auch Serviceleistungen wie ein Bankschließfach oder die Möglichkeit, Mietkautionsbücher anzulegen. Ich habe zur Kostenreduzierung ganz einfach anderenorts zusätzliche Girokonten eröffnet und lasse einen größeren Teil der Umsätze über diese -kostenfrei geführten- Konten laufen.

Auf etwas, was Dir nicht bewußt ist, muß ich allerdings hinweisen: Es gibt den Unterschied zwischen Privatgirokonten und Geschäftsgirokonten, wobei die Grenzziehung manchmal sehr überraschend ist: Für meine Sparkasse gelte ich als Geschäftskunde schon deswegen weil auch Mieteinkünfte über mein Girokonto laufen. Deshalb wird es für mich teurer als für Privatkunden. Die meisten Filialbanken dürften das auch so machen. Darüber, wie die Handhabung bei den Direktbanken ist, kann ich marktübergreifend nichts sagen. Der Anbieter bei dem ich bin, stört sich daran nicht und führt mich als Privatkunde. Andere könnten das anders sehen. Dann ist man entweder garnicht willkommen oder aber, man muß die teure Geschäftskontovariante nehmen.

Antwort
von robinek, 542

Bankwechsel? Kommt auf den Umsatz/Anlagen usw. an den Du bei Deiner Bank hast. Mit meiner Bank konnte ich über Gebühren sogar verhandeln und bekam bei dem Gespräch sogar sehr gute Tipps. Geh zu Deiner Bank und sprich darüber

Antwort
von billy, 445

Ganz einfach, die Bank wechseln und gut.

Antwort
von volksbanker, 530

Bei jeder Bank gibt es mehrere Kontomodelle - u.a. auch ein Online-Kontomodell das günstig bzw. sogar kostenfrei sein kann. Lass dich von deiner Sparkasse über die verschiedenen Kontomodelle beraten - sechs Euro sind in der Tat nicht günstig. Da gibt es sicher ein günstiges Kontomodell das zu dir passt.

Allerdings musst du eben auch sehen, dass Service und Filialpräsenz Geld kosten und Kontoführungsgebühren absolut legitim sind. Wechselst du zu einer Onlinebank, bei der alles kostenlos ist, dann wirst du schnell merken was dir fehlt - Einzahlungen sind nicht mehr möglich, Geldwechsel auch nicht, eine kurze Auskunft zu einer Frage wirst du nicht mehr bekommen sondern stattdessen in einem Call-Center landen.

Auch wenn hier immer fast alle User die Regionalbanken wie Sparkassen und Volksbanken schlecht reden - bilde dir deine eigene Meinung und überlege dir, was dir beim Banking wichtig ist.

Antwort
von qtbasket, 407

Mein Rat : Weg von den Sparkassen bei allen Finanzgeschäften , zu teuer!!!

Das sind 72 € im Jahr zuviel, die du bezahlst - bei den Filialbanken ist die SPARDA ohne Kontoführungsgebühren, und bei den online Banken ist meine Nummer Eins zurzeit die ING DIBA.

Nachteil: du hast eben keine Filiale mehr um die Ecke !!!

Antwort
von Brechstange, 478

Du zahlst 72 Euro KontoFÜHRUNGSgebühr. Dafür, dass du der Bank DEIN Geld anvertraust?

Junge, ich geb dir den ernsthaften Tipp und schick direkt eine KÜndigung an die Bank und wechsle. Das ist ja echt dreist, dass solche Gebühren heute noch erlaubt sind.

Gerade die Sparkasse ist ja bekannt dafür, mit dem Geld noch recht lange zu "arbeiten". Tchnisch wären nämlich Überweisungen in Sekunden realisierbar.

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