Frage von Eigenerchef,

meine PKV soll um die Hälfte teurer werden- kann das überhaupt rechtens sein?

Knapp die Hälfte des bisherigen Beitrages soll ich ab Januar bezahlen! Das kann doch wohl nicht angehen- sind alle PKVs so extrem im Preisanstieg oder nur meine?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SBerater,

wenn es nur die Hälfte wäre, dann solltest du dich freuen. Du meinst vermutlich: 50% Zuschlag.

Ich kenne das Spiel von meiner Versicherung. Die haben das letztemal um über 40% erhöht, 4 Jahre zuvor um fast 30%.

Nachdem ich nach einigen Tagen mein Beatmungsgerät ablegen und mein Sauerstoffzellt verlassen konnte, wollte auch ich dagegen rebellieren. Keine Chance. Die PKV kann das.

Antwort
von Sobeyda,

Es gibt ein gesetzliches Verfahren, das genau vorschreibt, wie eine PKV die Beitragsanpassung durchzuführen hat. Bis zum Beweis des Gegenteils würde ich davon ausgehen, dass Deine PKV mit ebendiesem Verfahren zu dem Ergebnis gekommen ist, wir müssen den Beitrag von Eigenerchef um 50% erhöhen.

Nach meiner Erfahrung sind 50% aber sehr viel, in der Regel liegen die Erhöhungssätze deutlich darunter. Daher würde es mich interessieren, um was für einen Tarif es sich handelt? Entweder bist Du steinalt, dann können solche Ausreißer vorkommen oder es handelt sich um einen neu kalkulierten Tarif handeln, wo noch kein ausreichendes Datenmaterial vorhanden ist. Ist es etwa ein Billig-Einsteiger-Tarif? Da haben die Versicherungen knapp kalkuliert und sich teilweise hefitg vertan. Wenn sie die Tarife absichtlich unterkalkuliert haben sollten, gibt es Möglichkeiten, gegen diese Beitragsanpassung vorzugehen. Nur müsste der Versicherungsnehmer das nachweisen, was bisher meines Wissens noch kaum jemand geschafft hat.

Das einzige Urteil, das mir hierzu bekannt ist, ist eines vom Landgericht Nürnberg-Fürth vom 25.09.2013 (AZ: 2 O 6315/10). Darin ging es um einen neuen Tarif, der mit Hilfe von sogenannten Stütztarifen kalkuliert wurde, weil die Datenlage so schlecht war. Eine aufgrund dieser Erstkalkulation später notwendig werdende Beitragsanpassung hat das Gericht dann als unwirksam angesehen.

Du hast die Möglichkeit Beschwerde beim Ombudsmann für die PKV und der Aufsichtsbehörde BaFin einzulegen. Und natürlich kannst Du klagen - mit den bekannten Risiken.

Und Du kannst Deine PKV fragen, in welche andere Tarifen Du umstufen kannst.

Kommentar von Sobeyda ,

Hier noch mal ein Link, der Deine Frage beantworten dürfte:

http://www.beitragsanpassung.de/themen/beitragsanpassungen.html

Antwort
von Bankerin,

leider ja, die Pressemeldungen zum Thema kursieren ja schon zB http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article122522898/Privatpatienten-zahlen-...

Antwort
von Privatier59,

Jetzt hast Du mir aber den Nikolaustag vermiest. Wie heißt denn Deine PKV? Meine DeBeka hat sich noch nicht gemeldet und nun zittere ich wie ein Wackelpudding. Und dürfen dürfen die das.

Antwort
von blnsteglitz,

Knapp die Hälfte des bisherigen Beitrages soll ich ab Januar bezahlen

Aber das ist doch schön.......

;-))))

Kommentar von Eigenerchef ,

herrje-was schreib ich denn in der Aufregung, natürlich die Hälfte noch zusätzlich,leider!

Kommentar von blnsteglitz ,

Hab ich ja in der Überschrift gesehen- aber mir saß der Schalk auf der Schulter.....

;-)))

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