Frage von MoneGoe, 68

Meine KK verweigert mir wegen einer 2. Diagnose meine Krankengeld. Ist das korrekt?

Kann jemand helfen... Bin total verzweifelt.....

Antwort
von MoneGoe, 52

Hallo und Danke für Ihre Antwort! Die erste Krankheit ging aber über die Arbeitslosigkeit hinaus. D. h., ich hatte somit auch nicht Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Die Krankengeldzahlung funktionierte bis zu dem Tag, wo ich ins KH kam. Und die 2. Diagnose bekam. Bis davor war alles klar. (Auch wenn es sehr holprig und schleppend war).

Die GEK (wo ich nachgefragt hatte) versicherte mir, es ist vollkommen egal, ob ich eine oder zwei Diagnosen habe. Ich hätte weiterhin Anspruch. Die Krankschreibung war ja durchgehend. Endete am 29. und begann neu durch neuen Arzt am 30.9.

Antwort
von barmer, 33

Hallo, der Grund ist, wie snoopy schon sagte, nicht die 2.Erkrankung an sich, sondern, dass sie außerhalb des Arbeitsverhältnisses begonnen hat (und auch kein ALG I gezahlt wurde). Daher kommt kein Krankengeld in Betracht.

Kommentar von MoneGoe ,

Danke für die Antwort.... Ich kann es trotzdem nicht nachvollziehen. Das heißt jetzt, wenn jemand, der von der Krankenkasse Geld bezogen hat, weil ich mit "krank" in die Arbeitslosigkeit ging und dann eine neue Diagnose bekam, er keinen Anspruch mehr auf KG hat? Also nehmen wir an, dass ich auf dem Weg zum meinem Arzt gestürzt bin, weil meine Krankschreibung fortgeführt werden sollte, ich aber ins KH kam, weil ich gestürzt bin und dann eine andere Diagnose bekam, somit keinen Anspruch auf Krankengeld mehr habe? Ich kann das alles nicht logisch nachvollziehen..... Das hätte doch meine Ärztin wissen müssen........... Ich bin gerade am Boden zerstört, denn Sozialleistungen vom Sozialamt sollten absolut nie bei mir eintreten. Nach meiner Op war der Plan, wieder arbeiten zu gehen. Es ist auch ein sehr großer finanzieller Aspekt im Spiel. Ich war 4 Jahre im Öffentlichen Dienst beschäftigt und bekam zumindest soviel Krankengeld, dass ich als alleinstehende Mama halbwegs leben konnte. Nun, mit Sozialhilfe, ist das absolut nicht mehr der Fall........

Ich weiß ehrlich gesagt, nicht mehr weiter....

Antwort
von RHWWW, 25

Hallo,

bis zum 29.9. bestand Arbeitsunfähigkeit und Krankengeldanspruch aus der Beschäftigung. Am 30.9. bestand morgens keine Arbeitsunfäghigkeit (also keine ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit). Somit endete am 29.9. die bisherige Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch.

Ab 30.9. hat die Krankenkasse neu zu prüfen, welche Art der Krankenversicherung besteht. Denkbar wäre eine kostenlose Familienversicherung über die Eltern (bis zum 23. Geburtstag), eine freiwillige Krankenversichereung (für ca. 170 Euro Monatsbeitrag) oder eine Krankenversicherung als Bezieher von Arbeitslosengeld II (vom Jobcenter). In allen 3 Fällen besteht aber kein Krankengeldanspruch mehr.

Denkbar wäre auch gewesen, am 30.9. vor der Krankenhausaufnahme bei der Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld zu beantragen (inkl. Krankengeldanspruch). Das ist jetzt aber nicht mehr rückwirkend möglich.

Gruß

RHW

Kommentar von MoneGoe ,

Vielen Dank für die Antwort....

Meine Frage ist jedoch, wie ich am 30.9. noch ALG I hätte beantragen können? Ich war zu 6.00 Uhr im KH bestellt. Meines Erachtens zählt die Liegebescheinigung des KH wie ein Krankenschein....

Ich verstehe irgendwie nicht, wo da ein Zeitfenster gewesen wäre, um ALG I zu beantragen? Die OP war fest geplant. Verstehe auch nicht, dass meine Hausärztin darüber nicht Bescheid wußte...

Kommentar von RHWWW ,

Bei einem Krankenhaustermin um 6 Uhr kann man vorher kein Alg beantragen.

Der Krankenhausaufenthalt zählt tatsächlich wie eine AU-Bescheinigung.

Das Problem sind hier aber die 6 Stunden zu Beginn des 30.9. Wenn für den 30.9. noch die bisherige Arbeitsunfähigkeit vom Arzt attestiert worden wäre, gäbe es jetzt kein Problem. Die 6 Stunden Lücke sind das Problem.

Die Krankenkasse muss am 30.9. um 0 Uhr feststewllen, welche Art der Krankenversicherung besteht. Da um diese Zeit keine AU bestand, bestand auch keine Versicherung mit Krankengeldanspruch. Somit kann für eine AU, die 6 Stunden später eingetreten ist, kein Krankengeld gezahlt werden.

Zwischen den beiden AU-Zeiten besteht eine entscheidende Lücke von 6 Monaten.

Kommentar von RHWWW ,

Korrektur:

Zwischen den beiden AU-Zeiten besteht eine entscheidende Lücke von 6 Stunden!

Antwort
von Gaenseliesel, 38

Jetzt erst weitere Details gelesen ....... 


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