Frage von hubertus62, 183

Zuwenige Arbeitsstunden wegen Krankheit eingetragen - ist das rechtens?

Meine Frau arbeitet 20 Std./Woche in der Drogerie. Dann war sie 2 Wochen krank .Für die zweite Woche wurde sie nur für 4,5 std eingetragen und hat nun Minusstunden?  Muß sie die Minusstd nacharbeiten?

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Antwort
von NatMuel, 97

Es ist vom Arbeitsvertrag abhängig. wer Teilzeit arbeitet, bekommt auch nur im Krankheitsfall für Teilzeit Geld. Wer Vollzeit arbeitet für Vollzeit.

Antwort
von williamsson, 147

So richtig klar wird mir nicht, ob Deine Frau Minusstunden hat oder nicht?

Jedenfalls steht ihr lt. Lohnfortzahlungsgesetz die volle Bezahlung für 20 Stunden zu. Deine Frau wird ja wieder die Arbeit aufnehmen? Also am besten schriftlich die Lohnabrechnung anfechten.

Kommentar von hubertus62 ,

Laut zeitnachweis hat sie 14 minusstd.

Antwort
von ASS09, 64

Der Arbeitgeber macht da eine Milchmädchenrechnung auf, denn wenn deine Frau eine feste Stundenzahl im Arbeitsvertrag vereinbart hat, dann muss sie im Falle einer Krankheit nach dem Lohnausfallprinzip so bezahlt werden, als wenn sie normal gearbeitet hätte.

Antwort
von ASS09, 25

Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz können infolge Krankheit keine Minusstunden entstehen.

Wenn das Arbeitsverhältnis mindestens vier Wochen unterbrochen bestanden hat, muss der Arbeitgeber nach dem angegebenen Gesetz bis max. sechs Wochen so bezahlen, als wenn deine Frau normal gearbeitet hätte.(§ 3 Abs.:1 Entgeltfortzahlungsgesetz.).

Antwort
von Maria67, 68

Wenn deine Frau fest Arbeitstage hat - dann ist ihr dafür auch die Krankmeldung anzurechnen.

Wenn sie z.b. immer Montags bis Donnerstags je 5 Stunden arbeitet - dann hat sich auch ein Recht auf 20 Stunden Bezahlung.

Sollte sie aber flexibel arbeiten (wichtig ist, was im Vertrag steht) - dann wirds schwerer.

Ich würde mal mit dem AG reden, warum er das so gemacht hat.

Antwort
von Primus, 103

Es kommt darauf an, ob Deine Frau flexible  oder feste Stunden arbeitet.

Bei durch den Betrieb geplanten verlängerten oder verkürzten Arbeitszeiten hat also der kranke Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung in Höhe der geplanten Arbeitszeit. 

Bei verlängerter Arbeitszeit erwirbt er dementsprechend auch Zeitguthaben; bei verkürzter Arbeitszeit wird auch im Krankheitsfall Zeitguthaben abgebaut, wenn dies auch bei Gesundheit erfolgt wäre.

Kommentar von hubertus62 ,

es handelt sich laut arbeitsvertrag um feste Stunden ,muß sie die abarbeiten?

Kommentar von Primus ,

Bei festen Stunden hat sie vollen Anspruch auf die Lohnfortzahlung.

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