Frage von Paulinus71,

mein vater hatte vordem krieg volkswagenaktien gekauft.WIE KANN ICH ERFAHREN WAS DARAUS GEWORDEN IST

Hallo! Mein Vater hatte vor dem Krieg,etwa 1943, Volkswagenaktien gekauft.D.h.er hatte auf ein Auto gespart.Darüber gab es eine Einzahlungsquittung. Leider weiß ich nicht,welche Aktien bei welcher Bank gekauft worden sind. Gibt es eine Chance,einen Weg, an diese Kapital als Erbe heranzukommen? Was könnte ich sinnvoller Weise tun? Würde mich über eine Auskunft sehr freuen. Paulinus

Antwort
von RobinsonCruzo,

Wahrscheinlich verstauben die Aktien gerade irgendwo in einer Kiste im Dachoben und werden zukünftigen Generationen ein kleines Vermögen bringen wenn man sie beim Umzug findet, aber das du die gezielt suchen könntest halte ich für sehr zeitaufwändig. Wenn die als Originale irgendwo liegen, dann gibt es da keine Verzeichnisse oder ähnliches...

Antwort
von Privatier59,

Der Vater soll 1943 VolkswagenAKTIEN gekauft haben? Das ist unmöglich da die VW AG erst 1960 gegründet wurde:

http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswagen_AG

Ebenfalls aus Wikipedia ist folgender Beitrag über das Schicksal der Kdf-Sparer auf den VW-Käfer:

"Ursprünglich sollte das Auto für 990 Reichsmark (RM) erhältlich sein (heute ca. 4.000 Euro).[2] Eine Barzahlung war nicht vorgesehen, sondern die Interessenten konnten Wertmarken in nicht begrenzter Zahl zu je 5 RM kaufen und diese auf „KdF-Wagen-Sparkarten“ kleben. Die erste Sparkarte (Grundkarte) diente gleichzeitig als Kaufantrag. Der Zweite Weltkrieg verhinderte die Auslieferung der so bestellten Wagen; zu einer Serienfertigung kam es nicht mehr.[18] Weil im VW-Werk ab 1939 ausschließlich für den Kriegsbedarf produziert wurde, bekam keiner der über 330.000 „KdF-Sparer“ einen Wagen. Bis zum Kriegsbeginn waren 278 Millionen RM auf einem Konto der Bank der Deutschen Arbeit verbucht; sehr viele Sparer hatten ihre Sparkarten vollgeklebt und damit einen Anspruch auf ein Fahrzeug. In den Kriegsjahren wurden jedoch statt der versprochenen zivilen KdF-Wagen etwa 65.000 Kübel- und Schwimmwagen und verschiedene andere Rüstungsgüter für die Wehrmacht produziert. 1961 schloss das Werk einen Vergleich mit den ehemaligen KdF-Sparern. VW räumte Sparern mit vollgeklebtem KdF-Sparbuch einen Rabatt von 600 D-Mark auf einen Neuwagen ein, knapp ein Sechstel des Neupreises der preiswertesten Version. Wer sich mit Bargeld abfinden lassen wollte, erhielt stattdessen lediglich 100 DM."

Du kommst mit Deinen Ansprüchen mithin 52 Jahre zu spät und mehr als umgerechnet 50 Euro hätte es auch damals nicht in bar gegeben.

Antwort
von frauweiss,

bei Tod wird ja gewöhnlich von den Banken eine Meldung ans FInanzamt gemacht über Konten/Guthaben. Wenn da nichts auftrauchte, wirds schwierig sein, evtl. hatte er die Aktien nicht im Depot sondern zu Hause verwahrt? Sehe wenig Chancen, diese zu finden.

Kommentar von Paulinus71 ,

Da mein Vater in der ehemaligen DDR lebte und dort auch verstarb,gibt es keinerlei Hinweise mehr die weiterführen könnten. Kann man nicht über den Namen und die Adresse das alte Guthaben aufspüren? Gibt es nicht ,,Gelddetektive'',die es professionel machen? Sorry,ich habe keine Ahnung aber ganz wenig Hoffnung. Paulinus71

Kommentar von althaus ,

Gelddetektive? Mit wenig Hoffnung? Na dann mach mal. Der Detektiv wird sich über den Auftrag freuen.

Antwort
von gandalf94305,

Vorkriegsgeschäfte waren womöglich effektive Stücke, d.h. die Aktien lagerten irgendwo bei Deinem Vater. Depots für harmlose Privatkunden waren da sehr unüblich. Wenn Du diese Aktien also nicht mehr finden kannst, dürfte es keine Chance geben, einen Anspruch darauf zu erheben.

Da es sich nicht um Namensaktien handelt, gibt es auch kein Aktionärsregister, über das man den Besitz und ggf. Verbleib klären könnte.

Kommentar von Paulinus71 ,

Ich bin mir nicht sicher,ob die Aktien nicht doch namentlich registriert wurden.Ich war damals,noch ein Kind und habe nicht verstanden,was Aktien bedeuten.Als Vater später starb,habe ich in der Erbmasse hinweise von einer Sparkasse und der Dresdner Bank gefunden. Ich erinnere mich nur noch daran,dass mein Vater von einem großen Auto sprach,das bereits bezahlt war. Wie bekommt man heraus,ob Vater im Aktionärsregister steht.Macht es überhaupt Sinn hier weiter zu forschen? Danke für die bisherigen Antworten!

Kommentar von gandalf94305 ,

Wie Privatier59 schreibt, gab es damals keine Aktien von Volkswagen. Also kann er auch keine gekauft haben.

Ein Sparkonto wäre eine Schuldverschreibung, d.h. Zuge der Vermögensbereinigungen nach dem zweiten Weltkrieg wohl in der allgemeinen Konsolidierung aufgegangen.

Ich glaube nicht, daß es sich lohnt, hier nachzuforschen.

Antwort
von NasiGoreng,

Eine AG mit privaten Aktionären wurde VW erst lange nach dem Krieg.

Gefunden bei Wikipedia:

Ursprünglich sollte das Auto für 990 Reichsmark (RM) erhältlich sein (heute ca. 4.000 Euro).[2] Eine Barzahlung war nicht vorgesehen, sondern die Interessenten konnten Wertmarken in nicht begrenzter Zahl zu je 5 RM kaufen und diese auf „KdF-Wagen-Sparkarten“ kleben. Die erste Sparkarte (Grundkarte) diente gleichzeitig als Kaufantrag. Der Zweite Weltkrieg verhinderte die Auslieferung der so bestellten Wagen; zu einer Serienfertigung kam es nicht mehr.[19] Weil im VW-Werk ab 1939 ausschließlich für den Kriegsbedarf produziert wurde, bekam keiner der über 330.000 „KdF-Sparer“ einen Wagen. Bis zum Kriegsbeginn waren 278 Millionen RM auf einem Konto der Bank der Deutschen Arbeit verbucht; sehr viele Sparer hatten ihre Sparkarten vollgeklebt und damit einen Anspruch auf ein Fahrzeug. In den Kriegsjahren wurden jedoch statt der versprochenen zivilen KdF-Wagen etwa 65.000 Kübel- und Schwimmwagen und verschiedene andere Rüstungsgüter für die Wehrmacht produziert. 1961 schloss das Werk einen Vergleich mit den ehemaligen KdF-Sparern. VW räumte Sparern mit vollgeklebtem KdF-Sparbuch einen Rabatt von 600 D-Mark auf einen Neuwagen ein, knapp ein Sechstel des Neupreises der preiswertesten Version. Wer sich mit Bargeld abfinden lassen wollte, erhielt stattdessen lediglich 100 DM.

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