Frage von Nelli1988, 47

Mein Ehemann wohnt in Frankreich und arbeitet in der Schweiz, ich (und 2 Kinder) wohne in Deutschland und arbeite in der Schweiz - Wie und wo Steuern absetzen?

Hallo zusammen,

unser Sachverhalt ist recht komplex. Mein Ehemann verdient 60% unseres Gesamteinkommens, arbeitet in der Schweiz, wohnt seit Januar 2016 aber in Frankreich- in F steuerpflichtig ? Ich wohne mit unseren 2 gemeinsamen Kindern in Deutschland , arbeite aber auch in der Schweiz 50%.

Wie muss ich mein Einkommen versteuern oder kann ich es zusammen veranlagern? Ist die Höhe der Steuern vom 1. und 2. Wohnsitz meines Mannes abhängig?

Bitte um Rückmeldungen.

Beste Grüsse

Nelli

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Antwort
von EnnoWarMal, 25

Was ist daran komplex?

Dein Mann versteuert in Frankreich und unterwirft sein schweizer Einkommen entweder dem Progressionsvorbehalt oder versteuert es in der Schweiz.

Bei dir ist es dasselbe, nur halt Deutschland statt Frankreich.

Hängt von der Einkunftsart ab.

Ist die Höhe der Steuern vom 1. und 2. Wohnsitz meines Mannes abhängig?

Heißt das, er wohnt außer in Frankreich noch woanders? Wenn, dann wo? Schweit oder Deutschland? Das würde einiges ändern.

Kommentar von Valeskix ,

Grenzgängerregelungen beachten. Zur Prüfung, was am günstigsten ist (ggf. auch aus nichtsteuerlichen Gründen) sollte wohl am besten einen Steuerberater mit Spezialisierung auf Grenzgänger/DBA aufsuchen bzw. sich ein Gutachten ausstellen lassen.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Danke für den Hinweis.

Richtig, eine mögliche Grenzgängersituation wäre hier zu beachten.

Ein Gutchten dürfte hier aber wohl er nicht notwendig sein. Und ein Steuerberater, der das nicht kann, ist wie ein Zimmermann, der nicht weiß, auf welcher Seite man einen Hammer anfassen muss.

Kommentar von Valeskix ,

Das hängt auch von den Finanzämtern ab. Ich hatte schon Fälle, in denen die Leute sich noch bei diesem erkundigt haben und naja... der Fiskus ist ja der Meinung, dass er erstmal alles bekommt.

Auch bei anderen Fällen, z.B. der Mann arbeitet als US-Soldat und ist mit einer deutschen verheiratet meinte man dort, durch die Heirat müsse er hier alles versteuern - und einen Grundfreibetrag oder Sonderausgaben hat man ihm nicht gewährt. In den USA hat er natürlich auch nochmal zahlen müssen. Man glaubt's kaum, aber manchmal ist das so, dass die alles begründet und begutachtet haben wollen.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Es hängt eben NICHT vom Finanzamt ab. Denn das "Finanzamt" in der Weise, wie du es meinst, gibt es nicht. Es sind alles Menschen, die ihre Arbeit erledigen. Manche machen es gut, andere haben keine Ahnung. Wieder andere haben Ahnung, möchten sich aber profilieren.

Es ist eben eine Frage dessen, wie man sich selber im Kontrast zum jeweiligen Sachbearbeiter sieht. Wäre es anders, würde es keine Arbeit für die Richter am FG oder BFH geben.

Was richtig ist, ist in der Praxis eine Mischung zwischen Sachverstand und Durchsetzungsvermögen.

Kommentar von Petz1900 ,

Manche machen es gut, andere haben keine Ahnung. Wieder andere haben Ahnung, möchten sich aber profilieren.

Genau wie bei Steuerberatern und Rechtsanwälten auch....

Kommentar von Petz1900 ,

Dein Mann versteuert in Frankreich und unterwirft sein schweizer
Einkommen entweder dem Progressionsvorbehalt oder versteuert es in der
Schweiz.

Bei dir ist es dasselbe, nur halt Deutschland statt Frankreich.

Schon mal über die Möglichkeit von Zusammen- bzw. Einzelveranlagung nachgedacht ?
Anscheinend nicht.....
Auch das sollte bei der steuerlichen Betrachtung nicht außer acht gelassen werden....

Kommentar von EnnoWarMal ,

Die Zusammenveranlagung spielt hier keine Rolle, da zunächst die Einkünfte ermittelt werden, siehe Wortlaut § 26b EStG, insbesondere letzter Halbsatz.

Und für die Zuweisung des Besteuerungsrechtes an einen bestimmten Staat ist es ohnehin belanglos.

Ob überhaupt eine Zusammenveranlagung möglich ist, ist hier im Übrigen noch gar nicht sicher, deshalb der letzte Absatz in meiner Antwort.

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