Frage von Mondpilotin, 50

Stimmt das dass man bei Altersrente mit Grundsicherung zweimal im Jahr mehr als üblich bei einem Minijob selber behalten darf?

Antwort
von Gaenseliesel, 32

Hallo Mondpilotin,

ich wollte dir gern helfen und deshalb nochmals im Netz nach etwas Brauchbarem für dich gesucht. Der monatl. Zuverdienst bei Grusi ist somit klar geregelt, und zwar darf man wie beim Arbeitslosengeld II nur einen kleinen Teil behalten, z.B. bei einem 450 Euro-Job z.B. 170 Euro, 

( Man darf die ersten 100 Euro behalten, vom darüber hinausgehenden Verdienst bis 1.000 Euro dann 20% )

Das heißt, dass du mehr verdienen kannst aber eben vom darüber hinausgehenden Betrag jeweils nur die 20% zusätzlich behalten ! 

Um ganz sicher zu gehen, denn du bist Altersrentner, würde ich dir raten dich dennoch im Sozialamt (Grundsicherungsamt) genauer beraten zu lassen. 

Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben und deinem Sohn Erfolg beim Endspurt seines Studiums !



Kommentar von Brigi123 ,

ich glaube, dass das nicht stimmt (SGB XII §82 Abs. 3 und 4)

Kommentar von Gaenseliesel ,

ja, hier magst du recht haben, solange " Grundsicherung im Alter  und  Erwerbsminderung und Grundsicherung " gleichgestellt werden 

Da Regelaltersrentner in Verbindung mit Grundsicherung, meist schlechter gestellt werden wie übrige Hilfebedürftige, 

bin ich mir nicht so  g a n z  sicher   :-( 

könnte aber durchaus sein und wäre der Fragestellerin nur zu gönnen ! 

Deshalb, genaueres sollte sie vorsichtshalber im Grundsicherungsamt in Erfahrung bringen.

Vielleicht teilt sie uns dann später das Ergebnis mit, wäre schön. 

Gruß ! 

Kommentar von cyracus ,

@Gaenseliesel, den Freibetrag der "Hartzis" hast Du richtig beziffert. Für "GruSis" (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbslosigkeit) trifft der hier schon genannte § 82 Abs. 3 SGB XII zu.

Ist eine Sauerei - denn beide Gruppen sind finanziell arm, beide verdienen etwas dazu, und es gibt für mich keine nachvollziehbare Begründung, warum beide Gruppen unterschiedlich behandelt werden sollen.

Es gab *ne Bundestags-Petition zum Thema Freibetrag bei Zuverdienst und Vermögensfreibetrag für GruSis. Wurde abgeschmettert - siehe hier rechts "Votum und Begründung":

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2010/_11/_04/Petition_14909.html

Kommentar von Gaenseliesel ,

Danke für deine nette Nach(H)hilfe, cyracus  !  ;-)  betr. Link.....wie immer, interessant u. gut zu wissen !

Antwort
von cyracus, 14

Da hat man Dir (leider) einen "Floh ins Ohr gesetzt". - Siehe meine ausführliche Antwort auf Deine andere Frage:

Rentnerin (67) mit Grundsicherung möchte 2016 einmalig im Dezember 450 € dazuverdienen für Sohn (Student) und eine Matratze. Ist das ohne Abzug erlaubt?

https://www.finanzfrage.net/frage/rentnerin-67-mit-grundsicherung-moechte-2016-e...

Antwort
von Brigi123, 21

Gänseliesel, gilt denn der §82 SGB XII, Abs. 3 und Abs. 4 nicht mehr? Abs. 3: Demnach würden normalerweise 30% anrechnungsfrei bleiben, maximal 50% vom Regelsatz. Abs. 4: Einmaliges Einkommen kann u.U. auf 6 Monate verteilt werden. Das meinte die Fragestellerin wohl. Sie sollte tatsächlich mal beim Sozialamt anrufen. Vielleicht stellt mal jemand einen link zum paragraf 82 hier ein

Kommentar von cyracus ,

Link reingeben ist doch leicht: Googeln mit 82 sgb 12, dann Link kopieren und hier einfügen. - Naja, hier ist er.

https://dejure.org/gesetze/SGB_XII/82.html

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