Frage von Jasminchen,

Maklerprovision, wenn Makler gleichzeitig Vermieter?

Meine Freundin ist auf Wohnungssuche. Sie hat auch schon eine ganz tolle Wohnung in Aussicht. Das Komische ist nur, dass sie eine Maklerprovision zahlen soll, obwohl der Makler gleichzeitig der Vermieter und Eigentümer ist. Das kann doch wohl nicht sein, oder?

Hilfreichste Antwort von Honey,
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Die Provision ist stets erfolgsabhängig, das heißt, der Makler darf seine Provision nur verlangen, wenn der Mietvertrag zwischen Mieter und Vermieter auch wirksam zu Stande gekommen ist.

Lehnt der Wohnungssuchende sofort und ausdrücklich das Provisionsverlangen des Maklers ab, darf dieser später vom Wohnungssuchenden keine Provision verlangen, auch wenn ein Mietvertrag über eine vom Makler nachgewiesene oder vermittelte Wohnung zu Stande kommt. Freilich wird ein geübter Makler sein Objekt erst gar nicht bekanntgeben.

Der Makler darf vom Wohnungssuchenden keine Provision verlangen, wenn er öffentlich geförderten oder sonstigen preisgebundenen Wohnraum nachweist oder vermittelt, § 2 Abs. 2 WoVermG.

Der Makler erhält auch dann keine Provision, wenn er selbst Eigentümer, Mieter, Vermieter oder Verwalter der Wohnung ist, oder an einer Firma rechtlich oder wirtschaftlich beteiligt ist, die Eigentümerin, Mieterin oder Vermieterin, bzw. Verwalterin der Wohnung ist, § 2 Abs. 3 WoVermG.

Antwort von qtbasket,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das Wohnungsvermittlungsgesetz ist ein Schutzgesetz zugunsten des Mieters und verbietet es einem Makler, Entgelt (Provision, Courtage) für die Vermittlung einer Wohnung zu nehmen, sofern eine echte Vermittlungstätigkeit nicht vorliegt.

An einer echten Vermittlungstätigkeit fehlt es immer dann, wenn der Makler entweder der Eigentümer, Verwalter, Mieter oder der Vermieter der vermittelten Wohnung ist.

Antwort von Snooopy155,
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Wenn der Makler auch Eigentümer ist, darf er keine Maklergebühr in Rechnung stellen. Das sollte er als Makler aber auch wissen und tunlichst nicht versuchen. Siehe auch §§ 652-654 BGB.

Antwort von Bernd2009,
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...das ist unzulässig, aber immer wieder gerne versucht. Wer die unberechtigte Maklerprovision ablehnt, muss damit rechnen, dass er dann auch die Wohnung nicht bekommt...

Antwort von Matrix,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich denke mal das ein makler es damit übertreibt.

eer sollte die kirche mal im dorf lassen.wie gfbasket schon erwähnt liegt hier KEINE vermittlungstätigkeit vor. im namen anderer ok aber nicht seine eigene das geht zu weit in meinen augen.

Antwort von Spezi,
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Der Makler mag verlangen was er will. Wenn Du Deinen Mietvertrag hast und er die Rechnung schreibt verweigerst Du die Zahlung. Sogar ein Anwalt müsste ihm raten das zu unterlassen - er wird verlieren auch wenn Du scheinbar auf sein verlangen ein gehst.

Antwort von billy,
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Ein plumper Versuch Kasse zu machen, ich würde es ablehnen eine Maklercourtage zu zahlen.

Antwort von tina2804,

Ist der Makler gleichzeitig Vermieter / Verwalter eines Mietobjektes darf er keine Maklerprovision verlangen. Das ist gesetzlich geregelt. Ich würde mir hier schon zweimal überlegen, ob ich bei einem solchen "Immobilien-Hai" einziehen möchte. Dies sind genau die Leute, die die ganze Immobilien-Branche in Verruf bringen.

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