Frage von samur, 36

Mahnwesen Kleinunternehmer?

Was empfehlt ihr einem Kleinunternehmer, der offene Rechnungen hat. Selber mahnen? Kann man etwas falsch machen dabei? Worauf ist zu achten. Es geht um eine Rechnung über 2.400 Euro.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mikkey, 36

Es geht um eine Firma?

  1. Persönlich oder telefonisch mit dem zuständigen Menschen sprechen
  2. Schriftliche Mahnung mit Fristsetzung per Einschreiben
  3. Mahnbescheid
  4. Klage bzw. Gerichtsvollzieher je nach Resultat aus dem Mahnbescheid.

Eine Firma, die Aufträge an Einzelunternehmer vergibt und dann grundlos (davon gehe ich auch aus) die Zahlung herauszögert, verdient keine andere Behandlung.

Nein, falsch kannst Du kaum etwas machen. Wenn die Inverzugsetzung nicht korrekt war, musst Du u.U. die Kosten des Mahnbescheids selbst tragen, aber verglichen mit der Rechnungshöhe sind das Erdnüsse.

Kommentar von EnnoBecker ,

Aber warum Kleinunternehmer? Was ist da anders als bei einem Regelunternehmer?

Ich sehe hier gar keinen Umsatzsteuer-Bezug....

Kommentar von Mikkey ,

Gemeint ist eher "kleines Unternehmen", was ich als "Einzelunternehmer" verstanden habe.

P.S.

Früher hatte die Bestimmung im UStG noch keinen oder einen anderen Namen, obwohl es auch schon lange vorher Kleinunternehmer gab.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wann war denn "früher"?

Kommentar von Mikkey ,

Irgendwann Anfang der Neunziger gab es eine Harmonisierung der Umsatzsteuer bei allen EU-Staaten.

Als ich mich in den Achzigern selbständig gemacht habe, hätte ich auch schon so eine Regelung am Anfang wahrnehmen können, war mit nur Firmenkunden damals schon sinnlos. Damals wurde das eher als "Starthilfe" gesehen, von "Kleinunternehmertum" war keine Rede

Kommentar von EnnoBecker ,

Also ich mache diesen Steuerquatsch ja jetzt seit 1993 - und da gabs die KU-Regelung schon.

Wäre aber mal interessant, ein UStG aus den 80ern anzusehen.

Kommentar von Mikkey ,

Das Exemplar, das ich noch im Keller habe, ist die "Erstausgabe" nach der Harmonisierung, weil ich auf dessen Grundlage Faktura-Programme anpassen musste. Im EU-Geschäftsverkehr war das damals ja für alle neu.

Aber wie gesagt, die Regelung gab es schon länger, nur der Name ist neu.

Antwort
von freelance, 22

das ist wie bei jedem, der Forderungen eintreiben muss. Es geht um eine offene Rechnung iHv. 2.400 Euro? Ich würde

  • eine Erinnerung schicken (mit Zahlungstermin)
  • dann eine Mahnung (mit Termin)
  • anrufen
  • einen Rechtsanwalt einschalten oder einen Mahnbescheid (über Amtsgericht) zustellen
  • ggf. verklagen
  • Mahnverfahren einleiten

Im ersten Schritt würde ich nett und persönlich agieren, denn der Ton macht auch hier die Musik. Wird immer noch nicht bezahlt, dann klar und bestimmt seine Forderung mit steigendem Druck eintreiben.

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