Frage von bitterlemon2808, 21

Mahnung ALS KUNDE - Wie korrekt vorgehen

Hallo,

ich habe seit ewigen Wochen Problem mit einem DSL Anbieter. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Da meine Bank fusioniert hat, habe ich eine neue BLZ bekommen und vergessen dies dem DSL Anbieter mitzuteilen. Ich bekam eine Mahnung und sollte meine Bankverbindung online aktualisieren. Zeitgleich sperrten sie die Funktion online zu aktualisieren, wegen der Mahnung (Wiederspruch in Sich). Anruf bei der Hotline: Das Schreiben wäre veraltet, ich soll bitte doch überweisen und zwar auf ein Konto was von dem Konto der Mahnung abweicht. Dies Tat ich.

Trotz mehrerer Anrufe wurde mein Konto nicht entsperrt. Dies müsse ich Fachabteilung manuell machen. Diese meldet sich bei mir, was sie trotz 3 Aufforderungen nicht tat. Im letzten Gespräch sollte ich meine Bankverbindung per E-Mail aktualisieren. Dies tat ich. Sofort wurde erneut abgebucht. Daher haben sie das Geld nun 2 mal. Komischerweise jedoch nur der Rechnungsbetrag OHNE Mahnungsbetrag. Mein Konto wurde wieder freigeschaltet.

Wieder 3 Anrufe, wieder 3 mal sie melden sich. 3 mal keine Antwort. Heute wurde mein Konto wieder gesperrt, weil angeblich wieder eine Mahnung offen sei. Online nachgeschaut: Es geht um keine neue, sondern um die gleiche Monatsrechnung.

Fazit: 1) Ich werde aktuell gemahnt, wegen einer Rechnung die Sie nun 2 mal haben. Einmal überwiesen mit Mahnungsgebühr, und einmal unaufgefordert abgebucht ohne Mahnungsgebühr. 2) Ich habe 2 Anrufe getätigt (habe alle Mitarbeiternahmen) und 4 Internetchats mit der Hotline (inkl. Screenshots) 3) Ich habe eine schriftliche Bestätigung meiner Bank, das meine Überweisung angekommen ist. 4) Habe keine Lust mehr.

Meine Frage: Ich möchte nun eine letzte Aufforderung zur Klärung an die richten, welche formell korrekt ist. Wenn die diesmal nicht reagieren, werde ich das Geld der letzten Abbuchung zurückholen. Ich bin mir sicher, das die dann verrückt spielen werden, weil dort keine denken kann. Worauf muss ich achten?

Ich denke an: 1) Einschreiben 2) Fristsetzung für die Rücküberweisung des doppelten Betrages 3) Kann ich meinen Aufwand nun auch pauschal mit 7,50 Euro (wie der Anbieter) pro Mahnung berechnen?

1000 Dank

Antwort
von Kevin1905, 18
  1. Einschreiben-Einwurf gute Idee
  2. 14 Tage, genaues Datum nennen
  3. Nein. Eine Mahnung kostet maximal 2,50 €, wer mehr fordert hat die Gebühren nachzuweisen. Ich kenne KEIN Gericht in diesem Land, dass einem Gläubiger für einen eingeschriebenen Mahnbrief (!) mehr als diese Pauschale zugestanden hätte.

Auch solltest du ankündigen, was bei Verstreichen der Frist passiert.

Antwort
von EXinkassoMA, 21

Du hast Dir die Antwort selbst gegeben :-)

Schriftlich per Einschreiben eine Frist setzen und bei Nichtzahlung den Lastschriftstorno ankündigen

Abgesehen davon bist Du - wie sich leicht durch Deine hier geschilderte bisherige Vorgehensweise erkennen lässt - den dort arbeitenden Mitarbeitern und Call Agents haushoch überlegen

Man sollte halt nicht vergessen das in diesen Unternehmen oft nur schlechtbezahlte Call Agents sitzen

Habe selbst ein ähnliches Problem mit 02 /Telefonica :-//

Antwort
von Privatier59, 13

1) Einschreiben

Ja.

2) Fristsetzung für die Rücküberweisung des doppelten Betrages

Ja

3) Kann ich meinen Aufwand nun auch pauschal mit 7,50 Euro (wie der Anbieter) pro Mahnung berechnen?

Es gibt kein Gesetz, das es Dir verbietet das zu versuchen.

1000 Dank

Na ja. Hast Du nicht was vergessen? Was machst Du, wenn die nicht zahlen? Komm mir nicht mit: Ich mahn nochmal. Da lachen die sich doch nur ein bis zwei und bei der dritten Mahnung liegen die quietschend vor Vergnügen auf der Auslegware.

Wenn schon-denn schon: Statt nur eine Larifarimahnung loszuschicken, drohst Du gleich Anwaltsbeauftragung zur gerichtlichen Beitreibung an und dann gehst Du gefälligst bei fruchtlosem Fristablauf auch zum Anwalt. Ansonsten.....denk an die Auslegware.

Telekommunikationsanbieter aller Art betrachten ihre Kunden unisono als Doofies mit denen man es ja machen kann. Der Kunde sollte deshalb keine Skrupel haben, zurück zu schlagen. Besonders gefiel mir ein vor einigen Monaten publizierter Fall wo der rosa Riese eine Anwaltskanzlei über Monate hinweg vertröstet hat mit dem Anschluß an Telefon und Internet. Als dann auch einmal ein von dieser Kanzlei im vorläufigen Rechtsschutz erwirkter Gerichtsbeschluß mit Zwangsgeldandrohung in sechsstelliger Höhe eintrudelte, schafften die rosa Schnarchsäcke das an einem einzigen Tag. Lerne draus!

Kommentar von bitterlemon2808 ,

Danke für deine Antwort. Ich glaube ich bin gut aufgestellt. Habe alles Protokolliert, habe ein Schreiben von meiner Bank usw.

Die Mahnung ist mehr ein Gag, ich will eher das die Bluten. Wichtig ist nur, dass ich - als Laie - keinen Formfehler begehe.

Ich gehe davon aus, das die auch auf das Einschreiben nicht reagieren. Dann werde ich zurückbuchen. Dann spinnen deren Computer sicher und die bollern mit Inkasso usw los. Da freu ich mich fast drauf.

Ich möchte gerne das ich mich durch einen Anwalt verteidigen muss, den die nacher bezahlen dürfen. Nur wenn ich jetzt gleich per Anwalt schreibe, zahl ich den und bekomme es nicht wieder. Das schmeckt mir eben nicht.

Danke

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