Frage von RitaR,

Magere Konjunkturerwartungen für 2013 - welche Schlüsse sollten Anleger ziehen?

Die Konjunkturerwartungen für 2013 fallen bescheiden aus. Was muss man daraus als Anleger für Schlüsse ziehen? Welche Anlageformen sind unter diesen Voraussetzungen/Erwartungen sinnvoll?

Antwort
von gandalf94305,

Wenn die Wirtschaftsprognosen für ein Jahr schlechter werden, dann bedeutet dies, daß man sich bei Anleihen und Aktien auf ein höheres Risiko einstellen muss, d.h. gering verschuldete Qualitätswerte mehr an Bedeutung gewinnen. Ebenso werden solche Märkte besser als andere laufen, die eine gewisse Unabhängigkeit von der Weltwirtschaft durch große Binnenmärkte mit wachsender Nachfrage haben. Zykliker und zyklische Rohstoffe sind in Rezessionsgefahr ungünstig, da sie weiter nachgeben werden, aber man kann durchaus auf den Turnaround achten und dann ggf. rechtzeitig im Hinblick auf einen folgenden Aufschwung einkaufen. Befürchtet man Inflation oder Geldabwertung, so ist Aktien der Vorzug gegenüber Anleihen zu geben.

Daraus folgen

  • europäische Aktien globaler Unternehmen, die im Euro-Raum, jedoch auch international ein gutes Geschäfts sehen

  • Falls das Fiscal Cliff aufgefangen wird: US-Aktien, die vom US-Binnenmarkt profitieren.

  • Aktien aus China, Indonesien, Philippinen und Afrika

  • Anleihen aus den Emerging Markets und von Kommunen (Munibonds)

  • Wenn der Zyklus wieder anspringt: Industriemetalle, sowie Aktien von Minenunternehmen

Da die Grunderwebssteuern in praktisch allen Bundesländern steigen, hätte man sich bei entsprechendem Immobilienwunsch noch in 2012 eine solche zulegen und von historisch niedrigen Zinsen profitieren können.

Da man jedoch nicht weiß, wohin die Reise gehen wird, sollte eine Mutmaßung über die Zukunft nicht dazu führen, daß man nun nur in die genannten Bereiche (oder diejenigen, die Du für die Renner in 2013 halten solltest) investiert, sondern eine solide Diversifikation in alle möglichen Assetklassen und -segmente beherzigt, die durch Akzente in den ggf. chancenreicheren Feldern für 2013 ergänzt wird.

Daher sollten sich IMHO die meisten Anleger um den Jahreswechsel in einer ruhigen Stunde eher mal Gedanken um ihre Kerninvestments und deren Performance machen, als zu sehr auf irgendwelche Hypothesen in die Zukunft zu optimieren :-)

Antwort
von robinek,

Würde das geschriebene und in den Medien berichtete für 2013 nicht unbedingt auf die Goldwage legen. Wie oft wurde 2012 daran schon gedreht und geschraubt? Mal nach unten und mal nach oben!

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