Frage von Messerla,

Männer sollen bis 20.12.12 noch Versicherung abschließen, Hintergrund? Bitte Rat wegen Riester.

Lese immer, Männer sollen bis 20.12.12 noch Versicherungen machen, dann würde es teurer. Was ist der Hintergrund? Irgendwas mit Unisex-Tarife. Und stimmt das? Gilt das auch für Riester? Mein Neffe begann Lehre und hat noch keine Riesterrente. Soll er noch schnell was machen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alfalfa,

Nun, bei Riester Produkten ist der Unisex Tarif bereits im Jahr 2006 eingeführt worden. Insofern ist das bei dem Produkt keine Eile angesagt. Jedoch wäre bei einer anderen Sparte, der Berufsunfähigkeitsversicherung Handlungsbedarf. Aber bitte keine Panik, in dem jungen Alter sind die Kostenausworkungen marginal. Da ist es wichtiger und leistungsstarken Tarif zu finden.

Kommentar von Candlejack ,

BUs werden für Jungs ohnehin günstiger, weil die bisher mehr bezahlen. Aber dafür gibts ja die Unisex-Optionen, um im Januar ohne Nachteile zu wechseln ;-)

Kommentar von alfalfa ,

Schmunzelt... Nö, stimmt leider nicht für alle.

Kommentar von Candlejack ,

Die Anbieter, die bei mir auf dem Schirm sind, haben so eine Option.

Kommentar von alfalfa ,

Okay, ich habe andere auf dem Radar ;-)

Antwort
von Kevin1905,

Riester war schon immer Unisex.

Wer was für die Altersvorsorge tun will sollte einen entsprechenden Versicherungsmakler aufsuchen und sich unabhängig beraten lassen, statt schnell mal irgendwas abzuschließen. Im Rentenalter kann man nicht mehr korrigieren, wenn man aufs falsche Pferd gesetzt hat.

Antwort
von Rat2010,

Er sollte ganz sicher keine Versicherung machen!

Es gibt so nette Produkte wie die DWS TopRente, bei denen man nach Kassenlage einzahlen, es aber auch lassen kann, ohne - bis auf 15 € Depotgebühr im Jahr - irgendwas außer der Zulage zu verlieren.

Das ist das Richtige für sehr junge Leute, bei denen das Leben alles mögliche bringen kann. Das so angesparte Geld und die Zulagen vin 154 €/Jahr kann man dann auch für eine Immobilie einsetzen. Am vernünftigsten aber baut man kontinuierlich und wenn in jungen Jahren ordentlich rentabel eine hohe Zusatzrente auf.

Die DWS TopRente ist keine Versicherung und es ist auch keine dabei. Deshalb käme es von daher nicht darauf an, ob er im alten oder im neuen Jahr anfängt. Jemand in der Lehre bekommt nur oft zu den für die 60 € Mindestbeitrag 154 € Förderung, dazu (weil unter 25 Jahre alt) Berufseinsteigerbonus. Wenn er es sich später anders überlegt und doch eine Versicherung will (aber warum sollte er), kann er das Guthaben übertragen.

Die DWS TopRente bekommt man auch mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

Kommentar von Candlejack ,

Eine Versicherung kann, muss aber nicht der richtige Weg sein. Ich weiß ja, dass Du seit jeher von Versicherungen abrätst. Aber solche pauschalen Urteile kann ich nicht unterstützen.

Kommentar von alfalfa ,

Sorry, aber von Riester hast Du keine Ahnung. Das DWS Ding wird mit Beginn des Rentenbezugs der gesamte Wert in eine Versicherung eingezahlt. Dann werden die Verwaltungskosten auf einen Schlag fällig! Denn nur ein Versicherungsprodukt erfüllt die Auflagen des Alterszertifizierungsgesetztes. Insofern ist das fachlicher Schmarrn den Du grade geschrieben hast. Sorry für die klaren Worte.

Kommentar von Rat2010 ,

Im Gegensatz zu dir kenne das Produkt sehr gut. Bis zur Verrentung ist es ein Fondssparplan. Vom Ergebnis kann man sich zum Rentenbeginn 30 % auszahlen lassen und das wird oft mehr als die Eigenleistung nach Zulagen und Steuerersparnis sein.

Bei der Verrentung geht ein Teil in eien Rentenversicherung, die ab 85 Jahren die gleichbleibende lebenslange Rente garantiert. Der Rest wird bis zum 85 ratierlich ausgezahlt. Nur für diese Versicherung fallen dann auch Verwaltungskosten an. Aber natürlich nicht in der gesamten Ansparzeit. Welche Versicherung man nimmt, kann man sich aussuchen.

Waurm sollte bei Einmalbetrag, der verrentet wird, für die 40 Jahre davor Verwaltungskosten anfallen??? Das ist natürlich nicht der Fall. Die hat man sich ebenso wie die Risikobeiträge bis dahin gespart.

Klare Worte gegen klare Worte: wenn man von etwas keine Ahnung hat - wie du vermutlich von Fonds, jedenfalls von der DWS TopRente - dann sollte man ganz einfach nichts schreiben!

https://www.dws.de/Produkte/Altersvorsorge/Riester-Sparer/DWS-TopRente/FAQs

Kommentar von alfalfa ,

Das Produkt ist natürlich bekannt. Ich denke im Ergebnis ist die Rendite nach TER entscheidend. Und wie Du selbst schreibst, wandert ein guter Betrag in einen Versicherungsmantel. Eben Alterszertifizierungsgesetz. Nichts anderes waren meine Einwände. Und genau weil ich die Riester Thematok - egalö ob Fonds oder Versicherungsmantel für eine schöne Black Box halte - denn es sind ja betriebswirtschaftlich für eine Renditeberechnung auch Parameter wie Kick Backs etc zu berücksichtigen, ist eine klassische Renditerechnung kaum möglich. Und wird im Endergebnis nur Äpfel mit Birnen vergleichen.

Antwort
von finanzer23,

Wie man sieht, ist am 21.12. weder die Welt untergegangen noch ist die Riesterrente teurer geworden ;-)

Zum Thema DWS: Dies ist nach Abschlusskosten eine der teuersten Riesterrenten. Auf www.riester.tv konnte man dazu die Testberichte vergleichen. Die Kosten waren dabei immer mit ein Kriterium gewesen.

Antwort
von Rentenfrau,

Der Termin sollte der 21.12. sein, denn dann sollen die Unisex-Tarife Pflicht sein, demnach die Frauen bei den Versicherungen (wie Rentenversicherungen etc), nicht schlechter gestellt werden dürfen. Bisher kamen/kommen die Frauen schlechter weg, weil sie länger leben. Aber eine Versicherung und grade auch eine Riester-Versicherung sollt sehr sehr gut überlegt sein, da würde ich mich von dem Termin nicht unter Druck setzen lassen, jetzt, 31.12. wäre es eh zu spät.

Antwort
von Privatier59,

Für Riesterverträge ist Unisex ohnehin schon immer vorgeschrieben und ganz allgemein sei doch mal die Frage gestattet, wie man das denn noch bis zum 20.12. hinbekommen soll mit dem Versicherungsabschluß? Soll man da beim erstbesten Angebot zuschlagen? Solche Dinge hätte man schon vor Monaten angehen und erledigen müssen!

Antwort
von Candlejack,

Das ist aber arg spät für die Frage :-)

In zwei Tagen ist Schicht im Schacht und da kriegste Dich auch nicht mehr entschieden bzw. hast keine ordentliche Zeit für eine Entscheidungsfindung mehr.

Unabhängig davon ist Riester schon auf Unisex umgestellt, bringt also diese Hektik erst recht nichts mehr...

Antwort
von Juergen010,

Ohne den Vorantwortern zu widersprechen ....

Den Termin 20.12.2012 kannst Du getrost in die Tonne kloppen!!

Da der Bundesrat die Gesetzesänderung dbzgl. gestoppt hat muss jetzt erst Mal der Vermittlungsausschuß ran. Das wird wohl ein paar Monate dauern. Die Einheitstarife können demnach also bis zum 21.12.2012 nicht in Kraft treten.

Von daher können Kunden deshalb weiter die je nach Geschlecht günstigeren alten Tarife verlangen.

Quelle: Bund der Versicherten

Kommentar von Privatier59 ,

Wenn alles schläft und einer spricht, so nennt man dieses Unterricht. Da habe ich noch was gelernt!

Kommentar von alfalfa ,

Schönes Beispiel, das der Bund der Versicherten endlich mal eine Sachkundeprüfung machen sollte. Am 14.12 wurde die SEPA Richtlinie nicht im Bundesrat ratifiziert. Sprich ab dem Zeitpunkt geltendes EU Recht nicht ratifiziert. Trotzdem gilt nach § 288 EU VerfG dieses Recht. Fazit: Ab 21.12 ist Unisex Time. Auch wenn die ehrenamtlichen Helfer des Bundes der Versicherten ganz gerne anders hätten. Also: bitte Sachlundeprüfung auch für diese Herrschaften!

Kommentar von alfalfa ,

PS. VU können jederzeit neue Tariflinien aufsetzten. Das bedarf der Gehnehmigung der Bafin. Und die liegt vor. Einzig strittiger Punkt ist, ob § 12a VAG geändert wird. Das macht das BMF mit einem einfachen Änderungserlass. Fertig. Das war es mit Unisex. Scharf ab 21.12!

Kommentar von Candlejack ,

Richtig ist, dass das Gesetz der Unisex-Tarife heute gekippt wurde, weil ein mit drin stehendes anderes Nicht-Unisex-Details des Gesetzes auf Protest gestoßen ist. Und wenn ein Details eines Gesetzes kippt, dann gibt das ganze Ding. Schon blöd, wenn man in einem Gesetz drei Dinge durchboxen will ;-)

Das der Bundesrat gestoppt hat und jetzt der Vermittlungsausschuß ran muss... wenn das Infos vom BdV sind, dann hat auch der falsche Infos oder gibt sie falsch weiter. Ich zumindest habe aus der Fachpresse andere Infos.

Kommentar von Juergen010 ,

Hier geht´s zur Quelle: http://www.bundderversicherten.de/

In den FAQ´s, speziell zu diesem Thema, ist alles Weitere erläutert.

Btw: Warum sollte man mehr Zweifel haben an dem was der BdV schreibt als die Fachpresse?

Kommentar von alfalfa ,

Ganz simpel: Weil ich statt Bild Zeitung und Super Illu als Gesetzesquelle gerne dem Gesetz vertraue und Herr Kleinlein als ehemaliger Sachbearbeiter, Mathematiker und Vorsitzender des Bunds der Versicherten juristisch einfach falsch liegt. Vgl. aktuelle Meldung der Bafin von heute. As simple as that.

Antwort
von mig112,

Erstens ist "noch schnell was machen" schonmal grundfalsch, nicht nur auf dem Versicherungssektor. Zweitens gibt es Leute, die von Riester generell abraten, insbesondere bei den Jüngsten im lande, deren Rentenalter erst in 50-60 Jahren beginnt :-)

Des Weiteren sollte man nicht jeden Werbemüll glauben....

Kommentar von Candlejack ,

Wer von Riester "generell" abrät, hats nicht kapiert. Mit dem Rest gehe ich mit.

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