Macht es Sinn Rentenversicherungen 1 Jahr vor Vertragsende stilllegen zu lassen bzw. Einzahlungen
stoppen? Grund: Der Betrag der als Sparanteil gutgeschrieben wird beträgt ca. 95% der Einzahlung. Da die Verzinsung bei ca. 4% liegt, sollte es doch Sinn machen im letzten Jahr keine Einzahlungen zu tätigen, da der Teil der Einzahlung zum Vertragsende geringer sein wird durch die Kosten die anfallen. Somit kann man sichdie Einzahlung im letzten Jahr sparen. Oder unterläuft mir jetzt ein Denkfehler? Fallen durch die Stilllegung kosten an? Soweit ich weiss nicht, daher sollte ich mit meiner Behauptung recht haben.
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Da musst Du eine Berechnung beim Versichere anfordern. Eine mit der Ablaufleistung wie geplant und eine mit der Ablaufleistung bei Beitragsfreistellung. Ist die Differenz geringer als die Prämie, macht Beitragsfreistellung einen Sinn. Kosten fallen an, da eine Prämienfreistellung ein außerordentlicher Geschäftsvorfall ist, der nicht in den allgemeinen Kosten schon berücksichtigt ist. Eine Prämienfreistellung oder auch nur eine Reduzierung ist dem Grunde nach eine Teilkündigung. Der allergrößte Teil der Kosten in diesem Fall schon bezahlt, da Versicherer fast sämtliche Kosten, die über die gesamte Laufzeit anfallen zum Vertragsbeginn abziehen. Du hast also in den ersten Jahren überproportional hohe Kosten in den letzten deutlich weniger (das ist das, was in Fachkreisen Zillmerung heißt)
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Mit dem gleichen Argument kannst Du Dir die Einzahlung im vorletzten Jahr sparen... und vielleicht im vorvorletzten?
Die Einzahlungen bestimmen letztendlich die Ansparsumme zum Vertragsende und diese bestimmt die Schlußüberschußanteile und Anteile an Bewertungsreserven. Wird diese durch Aussetzung der Zahlungen des letzten Jahres geringer, so reduzieren sich auch andere Beträge.
Was ist denn der schlimmste Fall? Du bekommst den eingezahlten Betrag mit der Mindestverzinsung des Vertrags als Rente zurück, wobei diese Verzinsung wahrscheinlich über der des Tagesgelds liegen dürfte.
Was ist der beste Fall? Du bekommst die geplante Vertragssumme mit einem adäquaten Anteil an Schlußbeteiligungen als Rente zurück. Das dürfte höher liegen als im schlimmsten Fall.
Ich sehe wenig Sinn in der Aussetzung der Zahlungen des letzten Jahres, auch wenn diese anscheinend keinen Beitrag zum Rentenbeginn leisten. Sie bleiben jedoch liegen und verzinsen sich über die Zeitdauer der Rentenzahlung weiter, d.h. das läuft nicht wie bei einer Kapitallebensversicherung, bei der amn Ende der Ansparphase der ganze Betrag wieder ausgezahlt wird.
Kommentar von LivetecLivetec 06.02.2012Mit Logik kann man dem Fragesteller anscheinend nicht beikommen. Schade.
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Nein, das bringt doch nichts.
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Wenn du irgendwo sicher mehr als 0.95*4% Zinsen bekommst, kann man das tun. Aber dafür den ganzen Aufwand+Porto etc. ? Und dann auch noch Fragen in Foren stellen, die Leute dann noch beantworten müssen? Für 1,28€ mehr Zinsertrag, wenn überhaupt? Der dann auch noch versteuert werden muss?
Ich weiß nicht...
P.S. Deine Zahlen habe ich jetzt mal blind übernommen, die 95% scheinen mir nicht sehr realistisch zu sein.
Dein Tipp ist es, sich für das letzte Jahr das alles noch zuschicken zu lassen, ja? Reden wir hier über eine monatliche Einzahlung von 10.000e oder wieso soll das Sinn machen?
Es geht um eine jährliche Einzahlung von 2.200 Euro (Einmalzahlung pro Jahr). Ich findes es eine gute Idee sich die Ablaufleistung mit und ohne der letzten Ratenzahlung zuschicken zu lassen.
Na, dann rechne doch mal aus, wieviel Zinsen Unterschied das bringen wird. Vor allem: welche sichere Anlage für ein Jahr hast du denn, die soviel Zinsen bringt?