Frage von Abelino,

LV kündigen, veräußern, beitragsfrei stellen ?

Hallo, habe zum 01.03.1992 mit meiner damaligen Ehefrau eine kapitalbildende LV abgeschlossen wegen Altersvorsorge und Bau eines Einfamilienhauses. Die LV läuft auf Gegenseitigkeit, bei Unfalltod Verdopplung und eine Beitragserhöhung von jährlich 5%. Die Garantieverszinsung beläuft sich auf 3,5%. Ablaufende ist der 01.03.2019. Letztes Jahr Scheidung, Hausverkauf. Ich führe die Versicherung und habe letztes Jahr meiner Frau den hälftigen Rückkaufswert ausgezahlt. Ich bin jetzt Versicherungsnehmer, meine Frau ist aber wie gehabt mitversichert wegen Steuer (Änderung in 2005). Soll ich das Ganze jetzt noch 6 Jahre lang so durchziehen, zumal mich Scheidung etc eine Stange Geld gekostet hat. Soll ich ggf. kündigen, beitragsfrei stellen und das Geld neu anlegen? Kann ich den Vertrag so ändern (Frau und Unfallrisiko herausnehmen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sobeyda,

Kündigen würde ich die Versicherung nicht, dafür bist Du schon zu lange dabei. Und der Garantiezins ist ja ganz ordentlich.

Ich würde die Unfalltodzusatzversicherung kündigen, wozu braucht man doppelt so viel Geld, nur weil jemand zufällig durch einen Unfall stirbt?

Und bei der jährlichen Erhöhung um 5% würde ich mir auch überlegen, ob ich die weiter mitmache. Gerade in den letzten Jahren lohnt sich das nicht mehr so richtig, weil jedesmal wieder Abschlusskosten anfallen, die die Rendite schmälern.

Du könntest den Vertrag auch beitragsfrei stellen und das Geld dann woanders anlegen. Ob sich das bei der derzeitigen Zinslage wirklich lohnt weiss ich nicht, da müsstest Du halt mal mit dem spitzen Bleistift rechnen.

(Ob Du Deine Frau so einfach rausnehmen kannst, weiss ich leider nicht, bei einer Versicherung auf verbundene Leben geht das vermutlich nicht so einfach.)

Kommentar von NasiGoreng ,

Du hast weitgehend Recht. Zu beachten ist aber, dass die Versicherung erst in sechs Jahren fällig wird. Bis dahin kann noch viel geschehen.

Der Fragesteller dürfte sich einen Gefallen tun, wenn er die Entwicklung der Verbraucherpreise (Inflationsrate) genau beobachtet. Wenn diese steigen und sich dem Garantiezins nähern, sollte er die Versicherung unverzüglich kündigen, wenn diese dann nicht ohnehin in den nächsten 12 Monaten fällig wird.

Kommentar von alfalfa ,

Nun, zu den 3,5 % Garantiezins kommen noch Überschussbeteiligungen sowie Anteile an stillen Reserven. Eine Vertragskündigung ist per se die ungünstigste Variante. Denn in dem Fall werden auch anteilige Kosten in Rechnung gestellt. Deswegen ist der Rückkaufswert auch deutlich niedriger. Wenn überhaupt, dann ruhend stellen. Also der Tipp mit der Kündigung und dem Vergleich der Inflationsrate hat seinen Charme, sollte jedoch anhand der Differenz Rückkaufwert und Ablaufleistung beurteilt werden. Dann hat man reale Werte statt Prozente.

Antwort
von billy,

Die Kündigung einer LV ist in jedem Fall die teuerste Variante den Vertrag nicht weiter zu bedienen. Ich empfehle die Beitragsfreistellung, da verliert man kein Geld und der Vertrag läuft ohne Beitragszahlungen weiter wie abgeschlossen.

Antwort
von Pictonkiwi,

Hallo Abelino! Wie die meisten schon richtig gesagt haben: Auf keinen fall kündigen und dabei Geld verbrennen. Verkauf auf dem Zweitmarkt kann sich lohnen. Das bringt unter Umständen zwei bis drei Prozent über Rückkaufswert ein und Du bleibst in der Regel versichert. Du musst nur aufpassen, nicht an windige Ankäufer zu geraden. Eine Info über Policenankauf erhältst Du beim Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt für Lebensversicherungen: http://www.bvzl.de/media/Leitfaden_Qualitaetskriterien_Verkauf_deutscher_Kapital...

Antwort
von barmer,

Hallo, kündigen ist Quatsch, man verliert ne Menge Geld und ein Vertrag aus der Zeit hat noch 3,5% Garantiezins und ist bei Auszahlung steuerfrei.

Den Unfalltod raus und die Dynamik stoppen. Den Rest weiterzahlen, wenns nicht reicht, beitragsfrei stellen.

Eine Umwandlung in eine Versicherung auf 1 Leben könnte den Steuervorteil kosten.

Hauptsache, du bist immer bezugsberechtigt, das kannst du jetzt alleine regeln.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von godzilla88,

Hallo Abelino,

ich würde die LV auf jeden Fall sofort kündigen, wenn es eine herkömmliche kapitalbildende LV ohne Fondsantweile ist, danach klingt es zumindest ! Für den Fall das Schulden vorhanden sind, würde ich diese sofort tilgen, sollte dann Restkapital vorhanden sein, würde ich in Sachwerte investieren.

Hintergrund- Lebensversicherung sollte man nur nehmen um biometrische Risiken abzusichern wie ihr es ja gemacht habt - also Todesfall absichern ( BU, Hinterbleibenenrente oder das Altersrisiko). Als reine Geldanlage ist eine LV auch mit 3,5 % Garantiezins ( die es ja nicht sind- wir können gern mal die Nettorendite ausrechnen ) nicht die erste Wahl. Das Anlagerisiko ist mitlerweile bedeutend höher als noch 1992......einfach mal im Netz stöbern, da gibt es Möglichkeiten der Anlage die sich schon 4000 Jahre bewährt haben :

http://www.transparent24.de/oberpunkt_Vorsorge/

Viel Erfolg :-)

Kommentar von althaus ,

Könntest Du noch die Alternativen nennen, wenn Du schon hier einen eher fragwürdigen Rat gibst.

Kommentar von godzilla88 ,

Klar, gern. 1: Schulden bezahlen, 2. Edelmetallte physisch kaufen.....

Kommentar von Sobeyda ,

Wenn man nicht vesteht, wie das mit dem Höchstrechnungszins (=Garantiezins) funktioniert, sollte man sich mit klugen Ratschlägen vielleicht etwas zurück halten.

Der Vertrag besteht seit 1992, da hat er auch die Hochzinsphase der 90er mitgemacht. So schlecht wird die Rendite also nicht sein. Und so ganz ohne Risiko sind Sachwerte ja nun auch nicht.

Kommentar von Niklaus ,

Was hat eigentlich der Link mit dieser Frage zu tun. ?????

Kommentar von mig112 ,

Eine katastrophal schlechte Empfehlung!

Kommentar von alfalfa ,

D.H. Mal den Inhalt der Web Seite gelesen? Unkenntnis über Gold Standards und das Bretton Woods Abkommen par excellence. Inkompetenz pur!

Kommentar von godzilla88 ,

Inkompetenz pur? "Die Welt wie sie ist, ist die Welt wie man selbst ist"

Antwort
von Niklaus,

Ich würde raten die Versicherung nicht zu kündigen, aber die Unfallzusatzversicherung heraus zu nehmen. Auch in der Dynamik sehe ich keinen Sinn mehr. Beides ist möglich.

Antwort
von althaus,

Kündigen sollte man nur im Notfall. D.h. hein Geld mehr um einzuzahlen und hohe Schulden die nicht bedient werden können und daher die LV herhalten muss. Wenn dies nicht der Fall ist, dann weiterzahlen. Die Garantieverzinsung ist ausgezeichnet. In Moment findest Du nichts vergleichbares auf dem Markt mit der Sicherheit. D.h. Kündigen um neu anzulegen wäre "dumm", da Du zu einem niedrigeren Zins anlegen würdest. Ich würde die Versicherung durchziehen. Ist doch nicht mehr lange bis 2019.

Kommentar von Abelino ,

Vielen Dank

Kommentar von Gaenseliesel ,

.......... Ist doch nicht mehr lange bis 2019 !!!!!!!!! ;-))) Ich würd s aber auch durchziehen. K.

Kommentar von althaus ,

Habe noch eine LV bis 2022 laufen. Das ist eher lange. Dafür noch eine kurze bis 2016 und bis 2018! ...und 2019 kommt ja gleich danach.

Kommentar von Gaenseliesel ,

:-) klar doch ! ist alles relativ ! Ich meine ja nur, meine ist schon in 3 Jahren fällig. K.

Kommentar von Maxieu ,

Ca. 5% der Leute, die das hier lesen, sind bis 2019 tot.

Kommentar von Gaenseliesel ,

mach mir mal keine Angst Jüngelchen ! Ich hoffe nicht zu den 5% zu gehören, so fix wollt ich die Löffel noch nicht abgeben ! ;-)) K.

Kommentar von althaus ,

Man kann nie wissen. Eine Nachbarin ist gerade mit 49 Jahren gestorben. Herzversagen. Es kann schnell gehen, daher lebe ich mein Leben heute schon und freue mich auf jeden Tag.

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