Frage von finanzfan, 92

Lohnt sich eine Direktversicherung?

Hallo zusammen.

Ich bin Anfang 30 und mein Arbeitgeber gibt bei der betrieblichen Altersvorsorge keinen Cent dazu. Für mich käme also nur die Entgeltumwandlung in Betracht.

Ich habe schon die RiesterRente Premium (bis zur Fördergrenze), eine Fonds-Privatrente (100 Euro monatlich) und eine normale Privat-Rente mit 2,75% Garantiezins (1200 Euro p.a.).

Jetzt überlege ich hin und her... Soll ich einen weiteren Vertrag dazu nehmen oder besser einen anderen aufstocken oder lieber frei in ETFs anlegen?! :-)

Was meint ihr? Freue mich auf eure Meinung.

Antwort
von Kevin1905, 91
Jetzt überlege ich hin und her... Soll ich einen weiteren Vertrag dazu nehmen oder besser einen anderen aufstocken oder lieber frei in ETFs anlegen?! :-)

Das kann man hier nicht abschließend sagen. Hängt auch davon ab wie viel Geld du zur Verfügung hast und wo du hinwillst.

Antwort
von Springbutterfly, 89

Meine Meinung habe ich in diesem Tipp zusammengefasst: https://www.finanzfrage.net/tipp/betriebliche-altersvorsorge---wem-nuetzt-sie

Wenn sich der Arbeitgeber nicht an der bAV des Arbeitnehmers in Form eines spürbaren Zuschusses beteiligt, ist die bAV für den Arbeitnehmer, den Staat und die Sozialkassen ein schlechtes Geschäft! Jeder verantwortungsvolle Arbeitnehmer sollte dann die Finger davon lassen und sich stattdessen privat zusatzversichern.

Antwort
von Niklaus, 80

Dazu müsste man wissen, was du verdienst und wie deine Liquidität aussieht kurz vor Monatsende. Wenn du es dir locker leisten kannst, kann eine DV gut sein, trotz Stuwer und KV während der Rente. Interessant wäre ein objektiver Schichtenvergleich für dich.

Frage weshalb hast du zwei private Rentenversicherungen.

Mit einem Fondssparplan bist du auf alle Fälle flexibler und hast schätzungsweise die beste Rendite von allen Anlagen. Warum sollen es ETFs sein. Ich würde nie auf den Mehrwert eines gemanagten Fonds verzichten wollen. Siehe Vergleich eines eher durchschnittlichen deutschen Aktienfonds.

Kommentar von GAFIB ,
wie Deine Liquidität aussieht kurz vor Monatsende.

Ich jedenfalls würde NIEMALS einen sinnlosen, weil unrentablen Vertrag abschließen, auch bei noch so großer Liquidität nicht. Ich habe da immer bessere Ideen...;-)

Kommentar von Niklaus ,

Bitte keine pauschalen Urteile.

Wenn du es dir locker leisten kannst, kann eine DV gut sein, trotz Steuer und KV während der Rente. Interessant wäre ein objektiver Schichtenvergleich für dich.

Ich habe geschrieben kann und habe ihm einen Schichtenvergleich sowie einen Fondssparplan empfohlen.

Antwort
von LittleArrow, 66
Soll ich einen weiteren Vertrag dazu nehmen

Unbedingt, nämlich zunächst ein Abo von Finanztest. Meine Meinung;-)

Antwort
von humoer, 75

375 Euro im Monat ist ja mal ein Anfang. Wenn du monatlich 20.000 Euro verdienst, würde ich unbedingt beides nutzen. Also Bav plus etf. Plus Immobilie und und und..Wenn du 2.000 Euro verdienst, würde ich eher reduzieren.

Vielleicht liegt ja die Wahrheit ja dazwischen. Dass deine Angaben nicht ausreichen, um daraufhin einen sinnvollen Rat zu geben, sei dir nachgesehen, da es ja die erste Frage ist, die du hier stellst.

😜

Antwort
von Schmidtke, 63

Bruttoentgeltumwandlung ist unseriös

Eine Altersvorsorge, wie bei der betriebliche Altersvorsorge im Wege der sog. Bruttoentgeltumwandlung, mit der man gleichzeitig die gesetzliche Altersrente reduziert, ist an sich schon von vornherein unseriös.

Das sieht man auch daran:
Bei der Betriebsrente zahlt man bei Auszahlung einmal volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (ungef. 19 %), bei der gesetzlichen Altersrente nur etwa die Hälfte an diesen Kranken- und Pflegeversicherngsbeiträgen.

Antwort
von tommy06, 65

Ich bin mir sicher das Du Dir diese Frage selbst beantworten kannst ;-)

Kommentar von GAFIB ,

Um doch noch zwei Punkte zu konkretisieren:

  1. Ohne AG-Zuschüsse und für gesetzlich Krankenversicherte rechnet sich eine DV im Regelfalle nicht mehr. Denn:

  2. Bereits für heutige DV-/Betriebsrentenempfänger: 15,5% KV-Beitrag plus 2,05% PV-Beitrag = 17,55% Beitrag auf DV-Rente zzgl. (Grenz-)Steuerbelastung für die Betriebsrente von oft ca. 28% = **45% Gesamtabgabenbelastung.

Zukünftig: Weitere Erhöhung der KV/PV-Beiträge (ca. 20%?) und volle Steuerpflicht der gesetzl. Rente mit entspr. Anstieg auch der Grenzsteuer für Zusatzrenten, oft 30% und mehr: 50% Abgabenlast auf Betriebsrenten.

Dazu kommt eine erhebliche Vertragskostenbelastung, wenn man (wie es oft passiert) den falschen Vertrag wählt.

Fazit: Große Vorsicht ist geboten!

http://www.finanztip.de/tip/finanzen/betriebsrente-gesetzliche-krankenversicheru...

Kommentar von Niklaus ,

Ohne Schichtenvergleich kann man diese pauschale Aussage nicht gelten lassen.

Kommentar von GAFIB ,

@Niklaus: Die fehlenden 8,4% AG-Zuschuss zur GKV/PV und die erheblichen Vertragskosten werden bei gesetzlich KV-Versicherten dafür sorgen, dass sich eine DV-Versicherung nicht mehr lohnt.

Für PKV-Versicherte ist die RG anders: Da entfällt die "Bestrafung" durch den fehlenden AG-Zuschuss zu den PKV-Beiträgen, hier geht´s dann nur um die Differenz "Steuern heute - Steuern Rentenphase" versus Vertragskosten. Das mag in einigen Fällen noch gutgehen, wenn die Vertragskosten günstig sind (z.B. Gruppenversicherungsvertrag oder Nettopolice).

Kommentar von Niklaus ,

Irgendwie verstehe ich das nicht. Du kommentierst jede Antwort und jeden Kommentar von mir. Ich finde das absolut unnötig. Wenn du was zu sagen hast, schreib doch einfach selbst eine Antwort.

Auch fachlich habe ich ein Problem. Ohne Schichtenvergleich gibt es keine qualitative Aussage. Außer bei dir vielleicht ??? Der Bezug auf die Vertragskosten hinkt leider auch. Auch ein Honorarberater lebt nicht vom Altruismus. Eine gute Beratung darf auch etwas kosten.

Kommentar von gammoncrack ,

Das denke ich auch. Hier ist mal wieder Armbruster mit neuem Namen unterwegs!

http://www.finanzfrage.net/tipp/betriebsrente-ist-oft-ein-verlustgeschaeft

Und vermutlich hat er sich hier auch einen DH zukommen lassen.

Der Typ ist echt unwitzig!

Antwort
von SevenofNine, 62

Ich würde mir eine Immobilie bzw. eine vermietete Eigentumswohnung als Kapitalanlage in guter Lage kaufen. Ggf. finanzieren. Zinsen sind zur Zeit sehr günstig. Aber bevor Kauf unbedingt Immobilie selbst besichtigen und schauen, ob Reparaturstau vorhanden. Ferner Preisvergleich mit Immobilien in ähnlicher Lage vornehmen, damit man nicht überteuert kauft. Von Riestern, betrieblicher Altersvorsorge und Fonds halte ich nichts. Diese Produkte sind mir zu intransparent und zu stark dem gierigen Zugriff des Staates ausgesetzt, wie zum Beispiel die Betriebsrente zeigt (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Steuer). Insbesonders kann man sich gegen den Zugriff des Staates nicht wehren. Die Richter und die Rechtssprechung stehen in der Regel auf der Seite des Staates, wie die Urteile zeigen.

Antwort
von SevenofNine, 60

Wenn dir dein Arbeitgeber die DV mehr oder weniger voll finanziert, lohnt sich eine DV.

 

Wenn du in die Private Krankenversicherung wechselst, lohnt sich die DV sogar noch mehr, denn dann mußt du in der Rente keine Sozialversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente bezahlen.

 

Also am besten schnell in die Private Krankenversicherung wechseln!

Antwort
von mig112, 52

Aufstocken fällt mit allergrößter Wahrscheinlichkeit flach!!

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